Ferdinand Breidbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ferdi Breidbach auf einem Wahlplakat zur Bundestagswahl 1972

Ferdinand „Ferdi“ Breidbach (* 3. Mai 1938 in Langenberg) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch absolvierte Breidbach eine Ausbildung zum Schlosser und arbeitete anschließend bis 1960 in diesem Beruf. Er nahm 1962 eine Tätigkeit als Gewerkschaftssekretär auf und war unter anderem Pressereferent beim Bundesvorstand des DGB. 1975 wurde er als Angestellter bei der Informationszentrale Edelstahl-Rostfrei beschäftigt.

Als Vorsitzender des Bürgervereins Brandenburg-Berlin (BVBB) spricht Breidbach sich gegen den Ausbau des Flughafens Berlin-Schönefeld zu einem Großflughafen aus, organisierte regelmäßig Demonstrationen gegen das Projekt und veröffentlichte im Jahre 2011 ein Konzept zur Nachnutzung[1]. Er begleitete zuvor maßgeblich eines der größten Anhörungsverfahren und daraus folgend das größte Planfeststellungsverfahren des Bundesverwaltungsgericht welches aus etwa 4000 Einzelklagen von Bürgern aus dem Schönefelder Umland bestand. Das am 16. März 2006 vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig abgewiesene Verfahren wurde im Jahre 2011 durch das Bekanntwerden eines Betrugsverdachts im Zusammenhang mit den geänderten Flugrouten in die Revision geführt[2]. Das schriftliche Urteil dazu steht aus.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breidbach ist seit 1956 Mitglied der CDU. Er war von 1962 bis 1968 Landesvorsitzender der Jungen Arbeitnehmerschaft und wurde anschließend Vorsitzender der CDU-Sozialausschüsse im Bezirk Ruhr.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 1969 wurde Breidbach in den Deutschen Bundestag gewählt, dem er bis 1980 angehörte. Er war stets über die Landesliste der CDU Nordrhein-Westfalen ins Parlament eingezogen. Dort gehörte er dem Wirtschaftsausschuss an.[3]

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breidbach amtierte von 1999 bis 2001 als Ortsbürgermeister der Gemeinde Diedersdorf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zentralflughafen Deutschland BBI/BER Nachnutzungskonzept in Zusammenarbeit mit dem BVBB e.V., Abgerufen am 16. November 2012.
  2. Mündliche Verhandlung über den Planfeststellungsbeschluss „Ausbau Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld“ am 3. und 4. Juli 2012
  3. Das Parlament. 18 bis 20 /13, 2013, S. 14.