Fernwehpark Oberkotzau

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Fernwehpark Oberkotzau im Mai 2017

Der Fernwehpark Oberkotzau Signs of Fame wird eine Sammlung von Ortstafeln und Beschilderungen aus aller Welt in Oberkotzau werden, die als völkerverbindendes Friedensprojekt verstanden werden will. Bis zum Jahr 2016 war die Sammlung in Hof zugänglich, wurde dann aber abgebaut und eingelagert, da sich der Verein und die Stadt Hof nicht über eine Erweiterung einigen konnten.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fernwehpark in Hof
Karlheinz Böhm bei der Verleihung seines Star-Sterns
Der Dalai Lama bei der Signierung seines Starschildes
Kevin Costner drückt seine Hände für den Fernwehpark in Ton

Der Fernwehpark wurde nach dem Vorbild des Sign Post Forest in Kanada geschaffen, in dem Touristen aus aller Welt Schilder aus ihrer Heimat anbringen und auf diese Weise bisher rund 60.000 Schilder zusammengetragen haben. [2]

Gegründet wurde der Fernwehpark Hof Signs of Fame vom Dokumentarfilmer Klaus Beer, der nach einer Filmdokumentation über Kanada die Idee des Sign Post Forest aufgriff und in Hof in ein deutsches Pendant einfließen ließ. Am 9. November 1999, zehn Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, wurde die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[3] Sie umfasst knapp 4000 Schilder und galt als einzige Einrichtung ihrer Art in Deutschland.[4] Der knapp 800 Quadratmeter umfassende, frei zugängliche Park befand sich direkt am linken Saaleufer an der Michaelisbrücke in Hof. Förderer konnten sich entweder mit eigenen Ortsschildern verewigen oder auch Patenschaften für Schilder-Pfähle übernehmen. Es existierten insgesamt 197 Schilder-Pfähle.

Im März des Jahres 2017 wurden, nach Streitigkeiten zwischen dem Initiator und der Stadt Hof, alle Schilder entfernt und in das wenige Kilometer entfernte Oberkotzau transportiert, um dort neu aufgestellt zu werden.

Oberkotzau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2017 sind die Schilder jedoch noch eingelagert und das vorgesehene Areal gleicht einer Baustelle.

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anders als der Sign Post Forest soll der Fernwehpark als völkerverbindendes Friedensprojekt dienen[5], das mittlerweile sowohl von Politikern wie etwa Karl-Theodor zu Guttenberg, Hans-Dietrich Genscher und Angela Merkel als auch von Prominenten wie Armin Mueller-Stahl, Denzel Washington, Kevin Costner, Karlheinz Böhm und dem Dalai Lama unterstützt wird. So hängen hier zum Beispiel Schilder aus der Volksrepublik China allgemein und dem Autonomen Gebiet Tibet in unmittelbarer Nähe, um damit ein "Zeichen für Frieden und Zusammengehörigkeit aller Völker und Nationen" zu setzen.[6]

Star-Schilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Projekt wird bislang von über 300 Prominenten unterstützt, indem sie eigene Starschilder für Frieden und die Gleichbehandlung aller Menschen signieren. Diese Starschilder hängen neben den Ortstafeln und sind frei zugänglich. Zusätzliche Handabdrücke in Ton sollen "das Heben der Hand für den Frieden in der Welt" symbolisieren.[7] Diese Handabdrücke erinnern, wie auch der Boulevard der Humanität, auf dem außergewöhnliche Hilfe am Nächsten mit einem Stern geehrt wird, an den Walk of Fame in Hollywood, stehen allerdings nicht allein für den künstlerischen Erfolg.[8]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Bestehen des Projektes existiert auch der Fernwehpark-Verein, der den Schilderwald pflegt und ausbaut. Ihm obliegt neben der Instandhaltung des Areals auch die Organisation neuer Schild-Patenschaften, die Planung und Organisation der Schild-Signierungen und die Verleihung der Star-Sterne. Am 9. November 2009 konnte die Vereinigung ihr zehnjähriges Bestehen feiern.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fernwehpark Hof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht in der Freien Presse vom 7. März 2017 über den Umzug des Parks. Abgerufen am 15. Mai 2017.
  2. Zeit Online vom 4. Januar 2010: „Global denken, lokal sammeln“. Abgerufen am 17. August 2014.
  3. Freizeitführer Franken. Abgerufen am 18. August 2014.
  4. Mitteldeutsche Zeitung. Abgerufen am 17. August 2014.
  5. Freizeitführer Franken. Abgerufen am 17. August 2014.
  6. Homepage des Fernwehparks. Abgerufen am 18. August 2014.
  7. Mitteldeutsche Zeitung. Abgerufen am 17. August 2014.
  8. Freizeitführer Franken. Abgerufen am 17. August 2014.
  9. Frankenpost. Abgerufen am 17. August 2014.

Koordinaten: 50° 15′ 48″ N, 11° 56′ 33″ O