Hof (Saale)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hof
Hof (Saale)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hof hervorgehoben
Koordinaten: 50° 19′ N, 11° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 58,03 km2
Einwohner: 45.950 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 792 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 95028, 95030, 95032
Vorwahl: 09281
Kfz-Kennzeichen: HO
Gemeindeschlüssel: 09 4 64 000
Adresse der
Stadtverwaltung:
Klosterstr. 1
95028 Hof
Website: www.hof.de
Oberbürgermeister: Harald Fichtner (CSU)
Lage der Stadt Hof in Bayern
Weiden in der OberpfalzStraubingWürzburgSchwabachSchweinfurtRegensburgRosenheimNürnbergNürnbergPassauLandshutMemmingenKaufbeurenKempten (Allgäu)IngolstadtFürthHofErlangenCoburgBayreuthBambergAugsburgMünchenAschaffenburgAmbergAnsbachLandkreis WürzburgLandkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis UnterallgäuLandkreis TraunsteinLandkreis TirschenreuthLandkreis Straubing-BogenLandkreis StarnbergLandkreis SchweinfurtLandkreis SchwandorfLandkreis Rottal-InnLandkreis RothLandkreis RosenheimLandkreis Rhön-GrabfeldLandkreis RegensburgLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis RegenLandkreis PassauLandkreis OstallgäuLandkreis OberallgäuLandkreis Nürnberger LandLandkreis Neu-UlmLandkreis Neustadt an der WaldnaabLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis MiltenbergLandkreis MiesbachLandkreis Main-SpessartLandkreis Lindau (Bodensee)Landkreis LichtenfelsLandkreis LandshutLandkreis Landsberg am LechLandkreis KulmbachLandkreis KronachLandkreis KitzingenLandkreis KelheimLandkreis HofLandkreis HaßbergeLandkreis GünzburgLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis FürthLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis FreisingLandkreis ForchheimLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis ErdingLandkreis EichstättLandkreis EbersbergLandkreis Donau-RiesLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis DeggendorfLandkreis DachauLandkreis CoburgLandkreis ChamLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis BayreuthLandkreis BambergLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Bad KissingenLandkreis AugsburgLandkreis AschaffenburgLandkreis AnsbachLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis AltöttingLandkreis Aichach-FriedbergBodenseeSchweizÖsterreichBaden-WürttembergHessenTschechienSachsenThüringenKarte
Über dieses Bild
Blick vom Theresienstein auf Ludwigstraße und Altstadt
Rathaus der Stadt Hof
Theresienstein (Stadtpark)

Hof ist eine an der Saale gelegene fränkische kreisfreie Stadt im Nordosten von Bayern. Sie ist mit etwa 47.300 Einwohnern[2] die drittgrößte Stadt des Regierungsbezirks Oberfranken. Die Stadt ist Oberzentrum, Hochschulstadt, Mittelpunkt des Hofer Landes mit etwa 170.000 Einwohnern und Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Hof, der die Stadt vollständig umgibt. Seit 1993 ist Hof Mitglied der Europaregion Euregio Egrensis und seit 2005 der Metropolregion Nürnberg. Zudem ist Hof das Zentrum der Region Hochfranken. Hof liegt in der Planungsregion Oberfranken-Ost, deren Verwaltungssitz die Stadt ist.

Die Stadt hat ein großes Angebot an Kultur und Freizeitmöglichkeiten. Der Theresienstein und der Untreusee sind die beiden Naherholungsgebiete Hofs. Die Freiheitshalle ist die größte Veranstaltungshalle Nordostbayerns. Das Theater Hof ist ein Vierspartentheater und Hauptspielstätte der Hofer Symphoniker. In den Stadtkirchen St. Marien und St. Michaelis werden regelmäßig Konzerte angeboten. Des Weiteren gibt es den Hofer Zoo, den Botanischen Garten und ein Planetarium. Durch die Hofer Filmtage, ein Filmfestival, ist Hof auch einem breitem Publikum bekannt.

Durch viele Ausstellungen wie etwa der „Hoftexplosion“ gilt die Stadt auch als Zentrum der Kunst in Nordbayern. In den letzten Jahren hat sich auch eine „Kreativszene“ entwickelt.[3]

Geschichtliche Bedeutung erlangte Hof, als 1989 die Flüchtlingszüge aus Prag am Hofer Hauptbahnhof ankamen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der Stadt Hof liegt beiderseits der Grenze zwischen dem Mittelvogtländischen Kuppenland (Teil des Vogtlandes, im Nordosten) und der Münchberger Hochfläche (Teil des Thüringisch-Fränkischen Mittelgebirges, im Südwesten). Die Stadt Hof liegt im Flusstal der Saale, die das Stadtgebiet zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald auf dem südlichen Rand des Mittelvogtländischen Kuppenlandes von Süden nach Norden durchfließt. In Hof gibt es 17 Saalebrücken. Bedingt durch die Mittelgebirgslage sind die Abhänge des Flusstales verhältnismäßig steil. Der tiefste Punkt von Hof liegt an der Saale bei etwa 450 Höhenmetern, der höchste Punkt im Stadtgebiet am Kulm bei 614 m Höhe.[4] Dadurch hat die Stadt vor allem in Ost-West-Richtung Straßen mit erheblichen Steigungen.

Supervollmond über dem Hofer Wartberg am 14. November 2016

Die Stadt ist im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, von folgenden Hügeln umgeben:

  • Labyrinthberg mit dem Labyrinthturm
  • Eichelberg
  • Wartberg (570 m)
  • Otterberg bzw. Alsenberg
  • Rosenbühl mit dem Bismarckturm, benannt nach dem ersten Reichskanzler des Deutschen Reiches Otto von Bismarck (1815–1898).
  • Kulm (614 m)[4]
  • Teufelsberg

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Hof hat 87 Grünanlagen ausgewiesen. Darunter sind der Theresienstein, die Saaleauen und der Untreusee. In Hof gibt es 4500 Straßenbäume. Manche Baumarten sind ab einer gewissen Größe durch eine Verordnung geschützt.[5]

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich-Ebert-Brücke
Mündung der Nördlichen Regnitz (im Hintergrund) in die Saale (von rechts)
  • Die Saale ist der größte Fluss in Hof. Sie durchfließt die Stadt von Süden nach Norden mit zwei Biegungen in der unteren Vordtadt auf Höhe des Theresiensteins. Zwischen der Friedrich-Ebert-Brücke und der Unteren Steinernen Brücke ist die Saale aufgestaut.

und die Nördliche Regnitz.

  • Der Untreusee ist ein Stausee im Süden der Stadt. Er dient vor allem dem Tourismus und der Naherholung.
Wochenende am Untreusee

Siehe auch: Liste der Saalebrücken

Flächennutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nutzung Fläche in ha
Siedlungs- und Verkehrsfläche 2.122 ha
landwirtschaftlich genutzte Fläche 2.527 ha
Forstwirtschaftlich genutzte Fläche 731 ha
Grünfläche 290 ha
Wasserfläche 132 ha
Gesamt 5.802 ha[6]

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hof liegt im Sächsisch-Bayerischen Städtenetz (Bayreuth, Hof, Plauen, Zwickau, Chemnitz).

Die nächstgelegenen Großstädte sind Chemnitz (100 km), Nürnberg (140 km), Erfurt (140 km) und Leipzig (150 km).

Die sächsische Partnerstadt Plauen liegt 29 km von Hof entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Hof umgeben vom Landkreis

Die kreisfreie Stadt Hof ist vom Landkreis Hof umgeben. Im Uhrzeigersinn – beginnend im Norden – grenzen folgende Gemeinden an die Stadt (in Klammern die Kurzbezeichnung nach der Landkreiskarte):

Zusammen mit seinem direkten Umland leben in Hof etwa 70.000 Personen.

Ballungsraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Hof bildet mit den direkt angrenzenden Gemeinden Oberkotzau und Döhlau einen zusammenhängenden Verdichtungsraum mit über 56.500 Einwohnern. Beide Gemeinden sind mit ihrer Bebauung mit Hof zusammengewachsen.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altstadt-Hof am Eingang der Altstadt (Bernhard Lichtenberg-Platz) bei der Stadtkirche St. Marien
Westendstraße, Blick zum Münsterviertel

Die kreisfreie Stadt Hof hat 535 Straßen und Plätze und besteht aus 26 Stadtteilen:

ehemaliger Weiler;
Teil der ehemaligen Gemeinde Moschendorf
entstanden 1888–1914
Wohngebiet aus der Gründerzeit
früher „Vorstadt Rauschenbach“ genannt
zwischen Pfarr, Hauptbahnhof und Saale
ehemaliges Dorf
  • Epplas
ehemaliges Dorf
  • Fabrikvorstadt
  • Gärtla (auch „Vertl“, schriftdeutsch Viertel)
  • Haidt (seit 1978)
ehemalige Gemeinde
ehemalige Gemeinde
Teil der ehemaligen Gemeinde Leimitz
Teil der ehemaligen Gemeinde Moschendorf
ehemalige Gemeinde
ehemalige Gemeinde
zwischen Äußerer Bayreuther Straße und
Klinikum, westlich des Hauptbahnhofs
ehemaliges Dorf
ehemaliges Dorf
ehemalige Gemeinde
ehemalige Gemeinde
  • Zobelsreuth

Siehe auch:

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hof an der Saale 1990–2013
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
58
 
1
-3
 
 
49
 
2
-3
 
 
50
 
7
-1
 
 
41
 
12
3
 
 
58
 
17
7
 
 
73
 
20
10
 
 
88
 
22
12
 
 
74
 
22
12
 
 
63
 
17
8
 
 
57
 
11
5
 
 
61
 
5
1
 
 
71
 
1
-3
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Weatheronline[7]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Hof an der Saale 1990–2013
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 0,5 2,0 6,5 12,1 16,9 19,7 21,9 22,0 16,8 11,3 4,9 0,8 Ø 11,3
Min. Temperatur (°C) -3,3 -3,3 -0,5 2,8 7,0 10,1 12,0 11,8 8,2 4,7 0,9 -2,5 Ø 4
Temperatur (°C) -1,4 -0,6 3,0 7,4 12,0 14,9 16,9 16,9 12,5 8,0 2,9 -0,9 Ø 7,7
Niederschlag (mm) 57,7 49,4 49,8 41,4 57,7 72,5 87,8 74,4 63,3 56,6 61,0 70,9 Σ 742,5
Sonnenstunden (h/d) 1,5 2,6 3,9 5,7 6,8 6,9 6,9 6,8 5,1 3,5 1,6 1,3 Ø 4,4
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
0,5
-3,3
2,0
-3,3
6,5
-0,5
12,1
2,8
16,9
7,0
19,7
10,1
21,9
12,0
22,0
11,8
16,8
8,2
11,3
4,7
4,9
0,9
0,8
-2,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
57,7
49,4
49,8
41,4
57,7
72,5
87,8
74,4
63,3
56,6
61,0
70,9
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Weatheronline[7]

Dialekt und sprachliche Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hoferische, der Hofer Dialekt, gehört zu den oberfränkischen Dialekten in der Dialektgruppe der ostfränkischen Dialekte. Diese Dialekte werden als Fränkisch bezeichnet. Als Besonderheit existiert in Hof und der unmittelbaren Umgebung das Wort hoa (o und a werden zusammen als ein mittellanger Vokal, der zwischen o und a liegt, gesprochen, ein im Hochdeutschen nicht verwendetes Phon), das von Dialektsprechern als Synonym zu Ja oder als affirmative Modalpartikel verwendet wird und den Dialektsprecher auch außerhalb der Hofer Umgebung anderen Hofern gegenüber zu erkennen gibt. Texte im Hofer Dialekt werden unter anderem im Hofer Spaziergänger, einer Kolumne der lokalen Tageszeitung Frankenpost, veröffentlicht und zeigen Lautverwandtschaft mit den Mundarten des Egerlandes und des benachbarten ehemaligen Ascher Ländchens als gemeinsames Erbe aus der Zeit des Nordgaus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Lorenzkirche, Mutterkirche Hochfrankens

Hof wurde als „Curia Variscorum“ erstmals im 4. Jahrhundert erwähnt. Nach der Völkerwanderungszeit beginnt die mit urkundlichen Quellen belegbare Geschichte des östlichen Frankens. Aus diesen Quellen lassen sich die Ereignisse jener Zeit in dem Gebiet, zu dem die heutige Oberpfalz, Unter-, Mittel- und Oberfranken gehören, annähernd nachvollziehen. Der Nordgau entwickelte sich in dem „Francōnia orientālis“ genannten Gebiet nördlich der Donau und der Castra Regina bis an den Main und reichte bis in den Böhmerwald nach Osten. Einer der alten mit Namen bekannten Volksstämme, die dort siedelten, waren die Varisker, die nach der Tabula Peutingeriana im heutigen Nordostbayern und Thüringen ansässig waren.

Im Bereich der Stadt Hof trafen im Frühmittelalter die Bistümer Naumburg, Regensburg und Würzburg aufeinander. Karl der Große hatte den Würzburger Bischöfen aufgetragen, „im Gebiet der Slaven, die zwischen den Flüssen Main und Rednitz siedeln, Kirchen zu errichten.“[8] Durch territoriale Neuordnung entstand auf Wunsch von König Heinrich II. im November 1007 das Bistum Bamberg, das direkt Rom unterstellt wurde. Im Nordosten des neuen Bistums wurde die Großpfarrei Hof gegründet, die das gesamte Gebiet des heutigen Landkreises Hof umfasste. Die erste Kirche wurde an der Stelle der heutigen Lorenzkirche errichtet.[9]

Andechs und Weida[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michaeliskirche, Ludwigstraße und Rathaus

Um das Jahr 1080 befand sich im heutigen Stadtbereich eine Ansiedlung von Bauern mit der Ortsbezeichnung „Rekkenze“, vermutlich entstanden aus der Lage an dem Flüsschen Regnitz. In der Nähe der Mündung in die Saale standen die ersten Siedlungshäuser. Sie wurden 1214 urkundlich erwähnt, erstreckten sich auf den angrenzenden Hügel und bildeten die sogenannte Altstadt in der späteren Stadt Hof. Diese Urkunde nennt auch die Lorenzkirche, die älteste Kirche von Hof.

Um 1230 wurde unter der Regierung von Otto I. von Andechs nördlich der Bauernsiedlung eine neue, mit Mauer und Toren befestigte Stadt angelegt – die sogenannte Neustadt. Durch die Neustadt führt die Ludwigstraße, eine ehemals bedeutende Straßenverbindung ins Vogtland. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts sind in der Neustadt zwei Klöster nachweisbar. Bis zum Jahr 1373 war Hof im Besitz der Vögte von Weida und ging von diesen in das Eigentum der Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollern über. Ab 1302 ist nach Daten der Gesellschaft für Leprakunde in Hof ein mittelalterliches Leprosorium nachweisbar, das sich 700 Meter „vor der unteren steinernen Brücke“ befand.[10]

Brandenburg-Bayreuth (1373–1792)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth in der Hofer Ludwigstraße

Die Stadt wurde als Landeshauptmannschaft Hof Teil des hohenzollerischen Markgraftums Brandenburg-Kulmbach. Nach der Verlegung der Residenzstadt hieß das Fürstentum Markgraftum Brandenburg-Bayreuth. In dieser Zeit wurde die Stadt als „Hochfürstlich-Brandenburgische Hauptstadt Hoff im Voigtlande“ bezeichnet. Eine Heeresgruppe der Hussiten eroberte 1430 die Stadt und zerstörte sie schwer. Um gegen Angriffe besser geschützt zu sein, wurde 1432 eine Schützengilde gegründet. Aus den jährlichen Schießübungen der Gilde entwickelte sich ein Volksfest, der sogenannte Schlappentag.

Im Jahr 1529 zu Beginn der Reformation wurde Hof evangelisch-lutherisch. Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach gründete 1546 das Hofer Gymnasium, das heutige Jean-Paul-Gymnasium, eines der ältesten Gymnasien in Oberfranken.

1553 wurde Hof im Zweiten Markgrafenkrieg von nürnbergischen und königlich-böhmischen Truppen unter Heinrich IV. von Plauen belagert und eingenommen (siehe Belagerung von Hof). Georg Wolf von Kotzau war kurzzeitig Statthalter Hofs. Hans Glaser fertigte 1553 einen Holzschnitt von der Belagerung der Stadt.[11]

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde Hof Zufluchtsort für vertriebene Protestanten vor allem aus Österreich und Böhmen. Eine erste Postverbindung führte seit 1683 wöchentlich zweimal von Leipzig über Hof nach Nürnberg. Weitere Postverbindungen nach Regensburg (1692) und Dresden (1693) folgten.

Im Jahre 1743 brannte das Hofer Schloss nieder. Es war in dieser Zeit der Sitz des vom Markgrafen Brandenburg-Bayreuth eingesetzten Verwalters der Landeshauptmannschaft Hof und wurde nicht wieder aufgebaut.

Preußen und Frankreich (1792–1810)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1792 kam Hof mit der Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth zum Königreich Preußen. 1806 besetzten französische Truppen die Stadt. 1810 verkaufte Frankreich das Fürstentum Bayreuth mit der Stadt Hof an das Königreich Bayern.

Bayern nach Napoleon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußgängerzone im Zentrum
Architektur aus den 1950er Jahren:
Justizgebäude am Berliner Platz (wurde Anfang 2014 abgerissen)

Am 4. September 1823 zerstörte ein verheerender Brand den Großteil der Neustadt mit der heutigen Ludwigstraße und den umliegenden Gassen. Bis zum Silvesterabend 1869 hatte Hof einen Nachtwächter, der für Schutz und Sicherheit der Bürger in der Nacht durch Rundgänge und Signale sorgte.

1848 zur Zeit der Bauernbefreiungen wurde Hof an die bayerische Ludwig-Süd-Nord-Bahn und die Sächsisch-Bayerische Eisenbahn angeschlossen. Der erste Hofer Bahnhof, ein Kopfbahnhof, lag in der Nähe des Oberen Tores an der Stelle der heutigen Stadtpost. Die Personenzüge hielten in einer viergleisigen, gemauerten Bahnsteighalle, die zum großen Teil erhalten ist. 1880 wurde ein Kilometer vor den Toren der Stadt der neue Hofer Hauptbahnhof als Durchgangsbahnhof an der Grenze zwischen Bayern und Sachsen mit beachtlichen technischen Anlagen errichtet. Von 1901 bis zum Anfang der 1920er Jahre fuhr die Hofer Straßenbahn zwischen Stadt und Hauptbahnhof und wurde später durch Stadtbusse ersetzt.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Altstadt weitgehend neu bebaut und wirkt heute neuer als die Neustadt.

Siegelmarke der Stadt Hof (1850–1923)

Die jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erstmalige Erwähnung von Juden in Hof datiert auf das Jahr 1319 und bereits 1373 wurde eine Synagoge, „Judenschul“ genannt, errichtet. 100 Jahre später gab es in der Stadt mindestens fünf Familien, die hauptsächlich vom Geldhandel lebten.[12] Dies endete aber abrupt nach einem Pogrom im Jahr 1515, nachdem die jüdischen Familien sich geweigert hatten, wie üblich die ihnen auferlegte Karfreitags-Abgabe als „Sühne für die Tötung Christi“ zu bezahlen.[12] Die überlebenden Juden verließen die Stadt. Nach diversen Niederlassungs-Verboten, die noch bis ins 18. Jahrhundert erlassen wurden,[12] siedelten sich Ende des 19. Jahrhunderts, in der Zeit der jüdischen Emanzipation, erneut jüdische Familien in der Stadt an. Sie bildeten eine neue jüdische Gemeinde, die in den folgenden Jahrzehnten bis auf knapp 100 Personen anwuchs.[12] 1911 entstand der jüdische Friedhof in Wölbattendorf und im Jahre 1927 wurde am Hallplatz in der Nähe des alten Bahnhofs erneut eine Synagoge errichtet, die jedoch schon in den folgenden Jahren Ziel von Übergriffen wurde.Dieses Gotteshaus wurde beim Novemberpogrom 1938 komplett zerstört; das Inventar wurde verbrannt.[13]

An den Pogromen in Hof, die in den frühen Morgenstunden des 10. November begannen, waren hauptsächlich Beamte der Hofer Polizeidirektion,[14] die Allgemeine SS[15] und SA-Männer beteiligt. Neben der Synagoge waren vor allem Einzelhändler und Privatwohnungen Ziel der Attacken;[13][16] von den damals ca. 80 Hofer Juden wurden 12 verhaftet.[13] Wieder verließen die meisten Juden die Stadt, so dass 1939 nur noch sieben jüdische Einwohner gezählt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte kein ehemaliger Hofer Jude zurück, aber durch Vertreibung strandeten ca. 1400 Juden in Hof (Auffanglager Moschendorf). Nach der Gründung Israels blieb davon nur eine kleine Gemeinde von 40 bis 50 Personen übrig, die erst in den 1990er Jahren durch den Zuzug jüdischer Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen UdSSR auf heute ca. 400 angewachsen ist.[12] Nach mehreren Zwischenlösungen in Zeiten der alten Bundesrepublik wurde 1997 ein ehemaliges Schulgebäude in Moschendorf als Gemeindezentrum erworben und 1998 als neue Synagoge eingeweiht. Seit 1999 hat die Gemeinde mit David Goldberg einen eigenen Rabbiner.

Seit 1983 erinnert eine Gedenktafel am Standort der alten Synagoge an die damalige jüdische Gemeinde und die Verfolgung der jüdischen Einwohner in der Shoa.[17]

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 3. September 1944 bis 14. April 1945 vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges existierte im Ort Hof-Moschendorf ein Außenlager des KZ Flossenbürg, Lager Moschendorf, dessen 100 Häftlinge Zwangsarbeit für das SS-Hauptzeugamt verrichten mussten.[18]

Am 14. Februar 1945 griffen 12 amerikanische „Fliegende Festungen“ B-17 die Fabrik-Vorstadt mit 27,5 Tonnen Bomben an. Am 8. April folgte ein schwerer US-Angriff mit 101 B-17 und 281 Tonnen Bomben auf das Bahnhofsviertel.[19] Bei den Bombardements kamen 280 Zivilisten ums Leben, 100 Häuser wurden zerstört und 150 schwer bis mittelschwer beschädigt.

Truppen der US-Armee besetzten die Stadt am 15. April 1945 auf ihrem Vormarsch nach Eger und Westböhmen. Hof gehörte bis zum Inkrafttreten des Deutschlandvertrages im Jahr 1955 zur amerikanischen Besatzungszone. Durch die Gebietsaufteilungen des vormaligen Deutschen Reiches nach dem Zweiten Weltkrieg und den Eisernen Vorhang geriet Hof geografisch in eine extreme Randlage (Zonenrandgebiet). Die Verbindungen nach Norden und Osten, nach Thüringen, Sachsen und Böhmen waren unterbrochen. Im Stadtteil Moschendorf wurde nach Ende des Krieges von 1945 bis 1962 das Auffanglager Moschendorf als erste Zufluchtsstätte für Heimatvertriebene eingerichtet, vor allem für die Menschen aus dem benachbarten Egerland. Die Einwohnerzahl von Hof und der Umgebung wuchs dadurch stark an. In Hof und Umgebung entstanden neue Wohnsiedlungen und Firmengründungen schufen neue Arbeitsplätze.

Nach der Grenzöffnung 1989 nach Böhmen und der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurden alte Verkehrsverbindungen in veränderter Form wiederhergestellt.

1994 war Hof Ausrichter der bayerischen Landesgartenschau.

Im Mai 1998 wurde die neue Synagoge der israelitischen Kultusgemeinde in Hof eingeweiht.

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2000 wurde die Hochschule für angewandte Wissenschaften Mitglied der Virtuellen Hochschule Bayern und 2013 wurde das Institut für Informationssysteme eröffnet. Der Campus wuchs bis 2019 um das Wasserinstitut und das digitale Gründerzentrum Einstein 1. Die Zahl der Einschreibungen an der Hochschule für den öffentlichen Dienst stieg 2017 um 70 Prozent auf unter 700 Studenten.

Mit verschiedenen Bauprojekten plant die Stadt zu einer modernen und lebenswerten Regionalmetropole im nordostoberfränkischen-, südostthüringischen- und südsächsischen Raum zu werden.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Hof von 1818 bis 2017

Um das Jahr 1800 lebten in Hof etwa 4600 Personen. Während der Industrialisierung stieg die Einwohnerzahl auf über 30.000 an. Bis in die 1930er Jahre gab es vor allem in den Baumwollspinnereien nahezu Vollbeschäftigung. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebten in Hof 55.000 Personen. Ihren bisherigen Höchststand hatte die Hofer Bevölkerung um 1950 mit mehr als 61.000 Einwohnern. Seitdem sank die Einwohnerzahl wieder kontinuierlich. Der Fall des Eisernen Vorhangs brachte zwar einen erneuten Anstieg, der sich dann um das Jahr 2000 aber wieder abschwächte. Der Tiefpunkt war 2014 bei etwa 44.000 Personen erreicht, seitdem wächst die Stadt wieder.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1906 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Hofeck und Moschendorf eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Unterkotzau und ein Teil der Gemeinden Martinsreuth und Wölbattendorf hinzu.[20] Es folgten Teile der aufgelösten Gemeinde Leimitz am 1. Januar 1977, Teile der aufgelösten Gemeinde Haidt und das Restgebiet der Gemeinde Wölbattendorf am 1. Mai 1978.[21] Die ehemaligen Gemeinden kann man heute noch an den Gemarkungen ablesen.

Vorstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund um das Stadtzentrum haben sich im Laufe der Zeit drei Vorstädte entwickelt:

  • Untere Vorstadt, genannt Vorstadt, im Norden
  • Fabrikvorstadt östlich der Saale
  • Vorstadt Rauschenbach bzw. Bahnhofsviertel im Süden

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die um 1230 nördlich einer bereits vorhandenen Bauernsiedlung angelegte Stadt erhielt von der Bevölkerung zunächst Bezeichnungen wie „Regnitzhof“ oder „Hof Regnitz“, die sich später zu „am Hof“ oder „zum Hof“ und schließlich zu „Hof“ verkürzten. In Hof wird die mittelalterliche Stadt mit ihren Mauern und Toren als Neustadt, die ältere bäuerliche Ansiedlung vor den Toren als Altstadt bezeichnet. Weiter gebräuchliche Namen waren Hof im Vogtlande (im 18. Jahrhundert) und Hof in Bayern (im 19. Jahrhundert).[22]

Für eine Unterscheidung zu anderen Orten mit dem Namen „Hof“ sind Formulierungen mit geographischen Zusätzen wie „Hof an der Saale“ (bzw. „Hof/Saale“) oder „Hof – in Bayern ganz oben“ gebräuchlich.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeister und Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Ersten Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit der Einführung der bayerischen Gemeindeordnung 1818:[23]

1818–1846 Georg Friedrich Samuel von Oerthel
1847 Johann Adam Laubmann
1848–1849 Christoph Theodor Schroen
1849–1857 Moritz Ernst Freiherr von Waldenfels
1857–1882 Hermann von Münch
1883–1903 Carl von Mann
1904–1916 Paul Bräuninger
1916–1919 Heinrich Neupert
1919–1933 Karl Buhl
1933–1941 Richard Wendler (NSDAP)
1941–1945 Friedrich Rammensee (NSDAP)
1945–1946 Oskar Weinauer
1946–1948 Hans Bechert
1948–1949 Kurt Schröter
1950–1970 Hans Högn (SPD)
1970–1988 Hans Heun (CSU)
1988–2006 Dieter Döhla (SPD)
seit 2006 Harald Fichtner (CSU)

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtratswahl 2014[24][25]
Wahlbeteiligung: 41,4 % (2008: 45,2 %)
 %
50
40
30
20
10
0
42,2 %
27,1 %
5,7 %
15,8 %
2,9 %
0,8 %
5,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-1,5 %p
+1,4 %p
+1,5 %p
-6,0 %p
-1,7 %p
+0,8 %p
+5,5 %p

Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat (n. k. = nicht kandidiert):[24][25]

2002 2008 2014
CSU 21 20 17
SPD 15 11 11
Grüne 1 1 2
Freie Aktive Bürger (FAB) 6 10 7
Linke n. k. 1 1
FDP n. k. n. k. 0
Partei für Franken n. k. n. k. 2
Die Republikaner 1 n. k. n. k.
Parteilose 0 1 0
Summe 44 44 40

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen in der Michaeliskirche
ICE-Hof
Wappen der kreisfreien Stadt Hof
Blasonierung: „In Rot zwei aus gemeinsamem Sockel wachsende schwarz gefugte silberne Zinnentürme mit Spitzdächern. Unten aufgelegt ein schwarzer Schild mit silbernem Bord mit einem rotgezungten, rotbewehrten und rotgekrönten goldenen Löwen.“[26]
Wappenbegründung: Die unten verbundenen Türme sind eine Anlehnung an die ehemals befestigte Neustadt in Hof an der Saale, das seit Mitte des 13. Jahrhunderts die Merkmale einer Stadt hat. Der Löwe ist dem Wappen der Vögte von Weida und dem Wappen des späteren Hauses der Wittelsbach entlehnt. Nach Änderungen des Wappenbildes im Laufe der Jahrhunderte bestätigte König Ludwig I. (Bayern) im Jahr 1840 auf Antrag die Farbgebung und das heutige Wappenbild mit einer Darstellung der Türme aus dem Jahr 1571.

Für eine Stadtfahne mit Wappen wurde im Jahr 1954 der Verwaltung der Stadt Hof durch das zuständige Ministerium in München die Darstellung des Wappens aus dem Jahr 1840 bewilligt.

Ältere Versionen des Wappens zeigen rechts und links der Türme zwei Wilde Männer[27]. Stadtwappen finden sich heute im Stadtbild an folgenden Stellen:

  • am Rathaus, Seite zur Ludwigstraße,
  • an der Orgelempore in der evangelischen Stadtkirche St. Michaelis,
  • an der Turnhalle der Altstädter Schule Ecke Marienstraße / Luitpoldstraße,
  • am Hotel Strauß Ecke Pfarr / Bismarckstraße,
  • am städtischen Wohnhaus Ecke Ernst-Reuter-Straße / Ossecker Straße, schräg gegenüber dem Finanzamt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Hof unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Orten:

TschechienTschechien Außerdem gibt es eine Städtefreundschaft zu Karlovy Vary.

BrasilienBrasilien Ferner unterhält die Stadt Hof eine Umweltpartnerschaft (Know-how-Transfer und Studentenaustausch) mit Caruaru in Brasilien.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikschule und Intendanzbüro der Hofer Symphoniker
Ludwigstraße, Hauptstraße und früherer Markt in der „Neustadt“

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste in Hof befindliche Musikhandschrift stammt aus dem 12. Jahrhundert. Seit 1360 ist das Amt des Stadtpfeifers und Türmers in Hof belegt. Die erste beschriebene Hofer Orgel war 1376 die Schwalbennestorgel der Klosterkirche. 1586 wurde das Convivium Musicum, eine Vereinigung von 12 Musikern gegründet, bei der auch der Bürgermeister mitspielte. Im 17. Jahrhundert wurden die Stadtpfeifer in Stadtmusiker umbenannt. Sie musizierten bei festlichen städtischen Anlässen und hatten bei der Sonn- und Festtagsmusik dem Stadtkantor (Stadtkantoren sind seit 1520 namentlich belegt) zur Verfügung zu stehen. 1822 entstand das erste Hofer Theater mit Schauspiel und Oper. 1871 wurde das Städtische Orchester gegründet. Es stand unter der Leitung des ersten städtischen Musikdirektors Carl Gottlieb Scharschmidt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Musikdirektor Karl F. Keller das Orchester 1945 neu, zunächst als Hofer Konzertorchester. Später wurde es in Hofer Symphoniker umbenannt.[28]

In Hof befinden sich zwei historisch wertvolle Orgeln, die unter Denkmalschutz stehen, in der evangelischen Stadtkirche St. Michaelis die Heidenreich-Orgel von 1828 mit 63 Registern und 3 Manualen, 2006/7 restauriert von Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt und in der katholischen Stadtkirche St. Marien die Steinmeyer-Orgel von 1885 mit 24 Registern und 2 Manualen, restauriert 1994/5 von Johannes Klais Orgelbau.[29]

Einrichtungen und Gruppen der Musikpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit dem Mittelalter ist in Hof die Tradition des Theaterspiels belegt. Zunächst waren es liturgische Spiele, Schultheater und Aufführungen fahrender Schauspieler. 1822 wurde im säkularisierten Kloster ein festes Theater untergebracht. Ende des 18. Jahrhunderts entstand mit „Pfaffs Kolosseum“ ein größeren Ansprüchen genügendes Haus. Es wurde 1994 durch einen Neubau in der Kulmbacher Straße ersetzt. Das Theater Hof ist ein Mehrspartentheater für die Bereiche Musiktheater, Schauspiel, Ballett sowie Kinder- und Jugendtheater.[33]

Veranstaltungsgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiheitshalle ist die größte Veranstaltungshalle in Nordostbayern. Seit der Generalsanierung 2012 bietet sie in der unbestuhlten Variante Platz für 6100 Personen. In der Freiheitshalle finden vor allem große TV-Produktionen, Musicals sowie Messen und Ausstellungen statt.

Daneben gibt es in der Altstadt die Bürgergesellschaft. Das Haus wurde 1846 erbaut und 1996 von Hans Vießmann saniert. Es besteht aus einem großen Foyer, einem Seminarraum, dem großen Saal mit umlaufender Empore und Bühne sowie einer Küche mit Bar, alles ist im Jugendstil gehalten. Es bietet Platz für Feiern und Bälle, Konzerte und Seminare. Der alljährliche närrische Kehraus wurde mehrmals aus der Bürgergesellschaft im Fernsehen übertragen.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum Bayerisches Vogtland im historischen Hospitalgebäude beherbergt eine Sammlung zur Stadt- und Kunstgeschichte Hofs. 2012 entstand eine neue Abteilung zur Geschichte der Flüchtlinge und Vertriebenen in Hof.

Daneben besteht das Johann-Christian-Reinhart-Cabinett, direkt neben dem Museum Bayerisches Vogtland. Es zeigt Werke des gebürtigen Hofer Malers. In einer Virtuellen Galerie, die auf das Museum Bayerisches Vogtland und das Johann-Christian-Reinhart-Cabinett aufgeteilt ist, macht die Stadt Hof eine Kunstsammlung aus etwa 2400 Werken in digitalisierter Form der Öffentlichkeit zugänglich.

Weitere Kunstausstellungen werden vom Kunstverein Hof im Jugendstilgebäude am Theresienstein und in der Kunstpassage in der Freiheitshalle durchgeführt.

Das Bäckereimuseum Buchta ist in der Sophienstraße zu finden. Hier kann man alle Facetten und die Geschichte des Handwerks kennen lernen.

Im Streichholzmuseum Wirth können Besucher die weltgrößte Sammlung an Streichholz-Fahrzeugen besichtigen. Daneben ist ein Streichholz-Nachbau der Dresdner Altstadt zu sehen.

Im Umland sind außerdem der Fernwehpark Oberkotzau, das Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach an der Saale und das Freilichtmuseum an der innerdeutschen Grenze in Mödlareuth.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hofer Stadtkern ist in der Liste der 300 bedeutsamsten historischen Stadtkerne Deutschlands des Zeit-Magazins enthalten.[34] Es handelte sich um einen mittelalterlichen Straßenmarkt (Altstadt), dem sich eine spätmittelalterliche Gründungsstadt (Neustadt mit der Ludwigstraße) anschloss. Die Gründungsstadt war mit planmäßigem Grundriss gegliedert und wurde nach einem schweren Brand im Jahr 1823 biedermeierlich wieder aufgebaut. Entstanden ist eine bedeutende, geschlossene Biedermeierstadt von kunsthistorischer Bedeutung, die nahezu vollständig erhalten ist. Ende des 19. Jahrhunderts entstand im Zuge der Industrialisierung ein großes Gründerzeitviertel um Marien- und Bahnhofstraße sowie der Bürgerpark Theresienstein mit dem Jugendstil-Wirtschaftsgebäude im Landhausambiente und der künstlichen Ruine mit dem 16 m hohen Aussichtsturm am Labyrinthberg.[35]

Weitere bauliche Dominanten im Stadtbild sind das Rathaus mit seinem besteigbaren achteckigen Turm,[36] der Wartturm als Teil eines Alarmsystems im Spätmittelalter, die Einsteighalle des alten Bahnhofs (zweitälteste erhaltene Bahnhalle in Deutschland), der Hauptbahnhof und der Bismarckturm am Rosenbühl.

Einen Kontrast bilden das Ende des 20. Jahrhunderts neu erbaute Theater sowie die gegenüberliegende Freiheitshalle, die Anfang des 21. Jahrhunderts generalsaniert und umgebaut wurde.

Ansicht der Marienkirche aus der Fußgängerzone
Evangelische Hospitalkirche: Mittelschrein des spätgotischen Marienaltars von 1511

Die Mehrzahl der Kirchen ist seit der Reformation evangelisch. Die St.-Lorenz-Kirche ist die älteste Kirche in Hof. Erstmals schriftlich erwähnt wird die „Großpfarrei Hof“ in einer Urkunde des Plebans Albertus am „Fest der heiligen Katharina von Alexandrien 1214“.[37] Die Lorenzkirche wird als die „Mutterkirche Nordost-Oberfrankens“ bezeichnet. Sie ist im klassizistischen Stil (1822/23) ausgestattet. Drei flügelartig zusammengefügte Bildtafeln des Hertnid-Altars (15. Jahrhundert, benannt nach dem Stifter Pleban Hertnid von Stein) sind erhalten. Die Hospitalkirche, vor den Mauern der mittelalterlichen Stadt am Unteren Tor wurde zusammen mit dem Hospital (Armenspital) 1268 an der Saale erbaut. Sie besitzt noch den spätgotischen Marienaltar von 1511 und ist mit einer Kassettendecke (1688) ausgestattet. Die Stadtkirche St.-Michaelis entstand als Kapellenbau um das Jahr 1230 und wurde 1380 bis 1386 eine dreischiffige Hallenkirche. Von 1480 bis 1582 erfolgten weiter Ausbauten. Der ehemalige Altar der Michaeliskirche, der sogenannte Hofer Altar aus der Werkstatt von Hans Pleydenwurff (1465), wird seit 1811 in der Alten Pinakothek in München aufbewahrt. Beim großen Hofer Stadtbrand von 1823 wurde die Michaeliskirche zerstört. Der Wiederaufbau in heutiger Form erfolgte 1826 bis 1829. Die wertvolle Heidenreich-Orgel wurde 1834 gebaut und im Jahr 2007 von der Berliner Orgelbaufirma Schuke restauriert. Die St.-Michaelis-Kirche ist die evangelische Hauptkirche und Sitz des evangelischen Dekans. Die Auferstehungskirche im südlichen Stadtteil Moschendorf wurde 1929 erbaut. Sie ist die einzige der Hofer Kirchen, die noch einen eigenen Friedhof besitzt. Weitere evangelische Kirchen sind die St.-Johannes-Kirche, 1937 im östlichen Stadtteil Gärtla erbaut, die Christuskirche, 1939 im westlichen Stadtteil Münster errichtet, die Lutherkirche von 1956 im nördlichen Stadtteil Hofeck, die Dreieinigkeitskirche von 1961 im südwestlichen Stadtteil Krötenbruck, die Kreuzkirche von 1963 im nordwestlichen Stadtteil Hohensaas und die Paulus-Kapelle, eine evangelisch-methodistische Kirche in der Innenstadt.

Das Kloster Hof in der Neustadt war bis zur Reformationszeit Sitz eines Franziskaner- und eines Klarissenordens. Die Stadtkirche St. Marien[38] wurde 1864 erbaut. Sie ist die katholische Hauptkirche in der Altstadt und Sitz des katholischen Dekans des nordöstlichsten Dekanates des Erzbistums Bamberg. Es handelt sich um eine neugotische Hallenkirche mit Netzrippengewölbe und komplett erhaltener neugotischer Ausstattung: Hochaltar, vier Seitenaltäre, Taufkapelle, Kanzel und ein an die franziskanische Tradition der Stadt (13. bis 16. Jahrhundert) anknüpfendes Figurenprogramm. In den Chorfenstern sind die Apostel Petrus und Paulus und die Bistumspatrone, das Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde, dargestellt. Die vollständig erhaltene romantische Steinmeyer-Orgel von 1885 mit mechanischen Kegelladen wurde 1994/95 von der Orgelbaufirma Klais (Bonn) restauriert. Zelebrationsaltar, Ambo und Vortragekreuz stammen vom Münchener Künstler Klaus Backmund (1987). St. Marien ist Gedenkstätte mit Büste des 1943 in Hof verstorbenen und am 23. Juni 1996 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochenen Märtyrers, des Berliner Dompropstes Bernhard Lichtenberg. Im Jahre 2000 wurde die Stadtkirche St. Marien grundlegend restauriert. Die St.-Konrad-Kirche[39] wurde 1954 im nördlichen Stadtteil Neuhof erbaut und erhielt das westliche Pfarrgebiet der Marienkirche. Die St.-Otto-Kirche, erbaut 1963 im südlichen Stadtteil Moschendorf, entstand 1945 zunächst als Notkirche nach dem Zweiten Weltkrieg im ehemaligen Durchgangs- und Flüchtlingslager Hof-Moschendorf. Sie ist Filialkirche der St.-Marien-Kirche. Die St.-Pius-Kirche wurde 1977 als moderne zeltdachförmige Kirche im westlichen Stadtteil Münster erbaut. Sie ist eine Filialkirche der Hofer St.-Konrad-Kirche.

historische Münch-Ferber-Villa mit modernem Veranstaltungssaal im Vordergrund

1889 ließ der Hofer Textilfabrikant und Reichstagsabgeordnete Walther Münch-Ferber die Münch-Ferber-Villa im italienischen Klassizismus errichten. Die westlich der Neustadt gelegene Villa verfiel nach 1945 zusehends und wird derzeit (2012) renoviert.[40] In Hofeck steht das Schloss Hofeck, in Moschendorf befinden sich der Stelzenhof und das Rittergut Sachs.

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Städtischen Friedhof in der Plauener Straße, der allgemeiner Begräbnisort aller Bürger ist, befinden sich auch die Gräber von zwei unbekannten KZ-Opfern, an die mit einem Gedenkstein erinnert wird, sowie Kriegsgräber. Auf dem Friedhof der israelitischen Kultusgemeinde an der Hohen Saas sind 142 jüdische KZ-Häftlinge begraben, die Opfer von NS-Zwangsarbeit wurden.

Die Anfänge des Bürgerparks Theresienstein mit Botanischem und Zoologischem Garten reichen bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Der Wittelsbacherpark liegt zwischen Sophienstraße, Theresienstraße und Sophienschule.

Bäder in Hof sind das HofBad, ein Hallenbad mit Wellnesseinrichtungen und der Sauna HofSauna, das Freibad an der Ascher Straße mit 100-m-Doppelrutsche und die Schwimmhalle Rosenbühl am Schulzentrum, die von Schülern und Vereinen genutzt wird. Der Untreusee im Ortsteil Moschendorf ist in ein Naherholungsgebiet eingebettet.

In Hof gibt es fünf ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SpVgg Bayern Hof.svg

Mit der Spielvereinigung als einer Abteilung des Turnvereins Hof wird 1893 durch Otto Strunz der erste Verein des Hofer Fußballsports gegründet. Zum ersten Mannschaftsspiel kam es erst am 23. Oktober 1898, als gegen die Fußballmannschaft des ATV Plauen gespielt und 7:0 gewonnen wurde. Zur Trennung vom Turnverein kam es 1924. Ein weiterer Fußballverein war der Fußballclub Britannia Hof, der 1911 gegründet wurde und sich 1914 in FC Bayern Hof umbenannte.

Der bekannteste Sportverein in Hof ist die SpVgg Bayern Hof. Der Verein entstand am 1. Juli 2005 durch die Fusion der SpVgg Hof und des FC Bayern Hof 1910. Hauptsportart ist Fußball, daneben gibt es eine Box- und eine Sängerabteilung sowie Abteilungen für Leichtathletik und Damengymnastik. Der Verein trägt seine Heimspiele der Bayernliga Nord im städtischen Stadion Grüne Au aus. Es bietet Platz für über 8000 Zuschauer. Das zweitgrößte Stadion ist das Stadion an der Ossecker Straße und hat 5000 Plätze.

Ringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1896 reichen die Wurzeln des Athletik-Sportvereins (ASV Hof) zurück. Die erste Mannschaft ringt seit 2007 in der ersten Bundesliga und hat sich mehrfach für das Finale der deutschen Meisterschaft qualifiziert.

Turnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1817 führte der Hofer Progymnasiallehrer Flamin Clöter am Hofer Gymnasium den freiwilligen Turnunterricht ein. Ein erster Turnplatz entstand 1818, als der Anger unterhalb der oberen steinernen Brücke zwischen Saale und Mühlgraben mit den dafür nötigen Geräten ausgestattet wurde. Die Disziplinen waren Springen, Barlauf, Wett- und Dauerlauf, Reck und Schwingpferd, später Barren- und Kletterübungen.

Im Herbst 1818 kam mit Florian Clöter der Schwimm- und Eislaufsport nach Hof. Er sorgte für die Errichtung einer Schwimmschule bei der oberen Steinernen Brücke und brachte das Schlittschuhlaufen auf die Saale. 2018 wurde die Renovierung des Eisteiches fertiggestellt und dort eine moderne Eissporthalle eröffnet.

Flamin Clöter verließ Hof 1821. Damit hörten auch die Turnübungen auf, noch bevor 1824 das staatliche Turnverbot für Bayern erging. Für einige Jahre lag der Turnbetrieb in Hof wie im ganzen Königreich brach, bis durch Erlass vom 21. August 1826 das Turnen vom neuen König Ludwig I. wenigstens den Gymnasialschülern wieder erlaubt wurde. Zum obligatorischen Unterrichtsfach wurde der Turnunterricht an den bayerischen Gymnasien durch Ministerialbeschluss vom 2. November 1868.

Das Mädchenturnen hielt an der Höheren Töchterschule in Hof im Jahr 1860 Einzug. Die Vorbereitung von Volksschullehrern für den Turnunterricht wurde vom städtischen Hauptturnlehrer Rudolf Lion ab 1868 in Angriff genommen. Am 11. Februar 1870 erklärte die Stadtschulenkommission den Turnunterricht an den Hofer Volksschulen zum Pflichtfach.

Am 8. April 1861 wurde die Stadtverwaltung Hof um die Erlaubnis zur Gründung eines Turnvereins nachgesucht. Das Schreiben wurde „mit Vergnügen“ zur Kenntnis genommen und dem Verein wurde Unterstützung zugesagt. Während sich die Stadtverwaltung zur Förderung der sportlichen Aktivitäten gerne bereit fand, wurde an die Grenze des Entgegenkommens gestoßen, als der Verein darum bat, „an jedem Montag, Mittwoch und Sonnabend nach dem Turnen unter Trommelschlag in die Stadt einmarschieren zu dürfen“. Die zugesagte Turnhalle wurde 1868 fertig.

1869: Nach seiner Wahl zum städtischen Hauptturnlehrer oblag Rudolf Lion die Oberleitung und Koordination des gesamten Turnunterrichts in Hof. Ein Höhepunkt im Vereinsleben war die Ausrichtung des 9. Bayerischen Turntages am 10. und 11. September 1871 in Hof. Als es 1874 zu Zwistigkeiten im Verein kam, traten mehrere Mitglieder aus und gründeten in Hof einen zweiten Turnverein.

Weitere Turnvereine entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Hof etwa mit dem Turnerclub Hof, der Freien Turnerschaft oder dem missglückten, 1907 gegründeten Turnverein Vater Jahn, dessen Mitglieder bereits ein Jahr später nichts mehr von der Existenz ihres Vereins wissen wollten.

Eishockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SV Hof/Eishockey nahm von 1959 bis 1999 am Spielbetrieb des Bayerischen Eissportverbandes (BEV) teil. Die größten Erfolge waren damals 1970 der Aufstieg in die Bayerische Landesliga, die Meisterschaft 1982 in der Bayerischen Landesliga/Nord und der damit verbundene Aufstieg in die Bayernliga.[41]

Radsport, Fechten, Schießen, Schwimmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seit dem Ende des Jahrhunderts bis 1918 aus dem Boden schießenden Spezialsportvereine beschäftigten sich überwiegend mit Radfahrsport oder Fechten. Die Schützen hatten mit der Schützengesellschaft eine Organisation, deren Gründung bis 1432 zurückreichte. Einer der bis heute bedeutendsten Hofer Sportvereine ist der 1911 gegründete Schwimmverein Hof.

Segeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1969, noch vor dem Bau der Talsperren in Stadt (Untreusee) und im Landkreis Hof (Förmitztalsperre), gründete sich der Segelclub Förmitzspeicher Hof, heute größter Segelverein in Hochfranken mit Vereinsheimen in der Mühlstraße in Hof sowie in Schwarzenbach an der Saale. Sitz und Ausbildungsstandort des Vereins mit starker Jugendarbeit und aktiver Regattasegler- und Törnseglerszene ist Hof.

Seit 1977 existiert die Marine-Jugend Hof als Segelsportverein. Hauptsächlich im Bereich Jugendarbeit wird im Sommer der Untreusee zum Trainieren und zum Austragen von Regatten genutzt. Im Jahr 2008 wurde die Bundesjugendsegelmeisterschaft des DMB organisiert. In den Wintermonaten beschäftigen sich die Jugendlichen mit Modellbau und Segeltheorie.

American Football[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 1992 gründete sich mit den Hof Jokers die erste American Football-Mannschaft in der Stadt. Die Jokers sind eine Abteilung des Post- und Telekom-Sportvereins (PTSV). In der Spielzeit 2008 konnten die Hof Jokers zum ersten Mal Platz 1 in der Bayernliga belegen und spielten in der Saison 2009 in der Regionalliga Süd. Dort konnte mit Platz 5 in der ersten Spielzeit der Klassenerhalt gesichert werden. 2010 musste sich die Mannschaft vorzeitig vom Ligabetrieb zurückziehen. Die Heimspiele der Jokers werden im PTSV-Stadion in Hof ausgetragen.[42]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Central Kino
Hofer Volksfest

Die Internationalen Hofer Filmtage finden jährlich im Oktober an sechs Tagen in zwei Kinos statt. „HOF“ sei die Abkürzung für „Home Of Films“, hat Wim Wenders über das Hofer Festival gesagt. 1967 organisierte der Student Heinz Badewitz mit seinen damaligen Bandkollegen (New Jazz Group) Werner Weinelt und Uwe Brandner einen Zweieinhalb-Stunden-Kinoabend mit eigenen Filmen in Hof. Diesen nannten sie das 1. Hofer Kurzfilmfestival. Die Idee entstand nach enttäuschenden Erfahrungen bei den „Oberhausener Kurzfilmtagen“ und weil in ihrer Studienstadt München die Bedingungen schwierig und die Mieten zu hoch waren. Dies war die Geburtsstunde der Internationalen Hofer Filmtage. Unter der Leitung von Heinz Badewitz entwickelte sich das Festival stetig weiter. In vier Jahrzehnten hat es sich zu einem der renommiertesten deutschen Filmfestivals entwickelt, bei dem die Nachwuchsregisseure ihre Debütfilme zum ersten Mal der Öffentlichkeit zeigen. Die wichtigen Trends wie der Neue Deutsche Film mit Regisseuren wie Werner Herzog, Wim Wenders und Volker Schlöndorff oder der Komödienboom der achtziger Jahre (z. B. Männer von Doris Dörrie) wurden in Hof gesetzt. Die Hofer Filmtage verleihen keine Preise. Verschiedene Träger, u. a. die Stadt Hof, haben sich aber im Laufe der Jahre an die Filmtage angedockt, um am Rande des Festivals Preise zu vergeben, darunter der Filmpreis der Stadt Hof, der Eastman Förderpreis, ein Preis für das beste Szenenbild sowie ein Preis für die visuelle Filmkritik. Zum ersten Mal im Jahr 2005 wurde der Förderpreis Deutscher Film für herausragende Leistungen in der Filmtechnik (z. B. Ton, Schnitt) verliehen. Eine ähnliche Veranstaltung ist SEHquenz, eine Filmwoche mit Präsentation aktueller deutscher Filme.

Das Hofer Volksfest ist das größte Volksfest der Region. Es findet jedes Jahr Ende Juli/Anfang August am Volksfestplatz in Hof statt und dauert zehn Tage. Die Freiheitshalle am Festplatz dient während des Festes als Festhalle. Das Volksfest beginnt am Freitag vor dem Hofer Sommerjahrmarkt. Der Sommerjahrmarkt selbst beginnt am Montag nach Jakobi (25. Juli). Das Volksfest endet nach gut einer Woche am Sonntag. In der Festhalle und im Biergarten schenken die Hofer Brauereien im Wechsel ihr Bier aus. Auf dem Volksfestplatz gibt es einen umfangreichen Vergnügungspark mit vielen Fahrgeschäften, Losbuden und Imbiss-Ständen. Am Eröffnungstag findet der große Volksfest-Umzug der Hofer Vereine und Organisationen statt. Nach einer Woche, am zweiten Volksfest-Freitag, wird nach Einbruch der Dunkelheit in der Nähe des Festplatzes ein großes Brillantfeuerwerk für die Festbesucher abgebrannt.

Die Oberfranken-Ausstellung (Ofra) ist eine Leistungsschau der regionalen Wirtschaft; die Ofra ist alle zwei Jahre im Frühjahr in der Freiheitshalle und davor auf dem Hofer Volksfestplatz zu Gast.

Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind die Hofer Jazztage, das Hofer Kinderfilmfest, Hof blüht auf, die Blumenschau zum Frühjahr in der Hofer Innenstadt, das Internationale Stabhochsprung-Meeting in der Altstadt, der Schlappentag, der Jahrestag der Steinhauer- und Maurerbrüderschaft Hof und Umgebung von 1450, der Hofer Umwelttag, der Hofer Herbstmarkt und der Hofer Weihnachtsmarkt.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wärschtlamo-Denkmal am Sonnenplatz
Wärschtlamo in der Ludwigstraße

Besonders hervorzuheben sind die Wurstspezialitäten aus Hof: Hofer Brodwärschd (Hofer Bratwürste), sie sind feiner und magerer als ihre direkten Nachbarn, die Thüringer, Coburger und Fränkischen Bratwürste, Echter Hofer Leberkäse und die Hofer Rindfleischwurst.

Als eines der Markenzeichen der Stadt gilt der Hofer Wärschtlamo (hochdeutsch: Würstchen-Mann), der traditionell in der Hofer Altstadt steht und direkt aus dem Kessel seine „Wienerla, Bauern und Weißen mit Sempft“ (hochdeutsch: Wiener Würstchen, Debreziner und Weißwürste mit Senf) verkauft. Hofer in der Ferne trauern besonders den Wurst- und Bierspezialitäten nach.

Hof ist in der weiteren Umgebung für sein Bier bekannt. Heute wird Bier der Marken Meinel-Bräu und Scherdel in Hof hergestellt.

Ein typisches Gericht in Hof sind die Schnitz, ein Eintopf, der mit dem Pichelsteiner zu vergleichen ist. Der Name Schnitz kommt daher, dass alle Zutaten geschnitten werden. Als Pilzgericht trägt er den Namen Schwammaschnitz, das ist ein Eintopf mit traditionell selbstgesuchten Schwamma (Pilzen).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2016 erbrachte Hof, innerhalb der Stadtgrenzen, ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,847 Milliarden €. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 41.114 € (Bayern: 44.215 €, Deutschland 38.180 €). In der Stadt gab es 2016 ca. 34.000 erwerbstätige Personen.[43] Die Stadt gehört zu den wichtigen Wirtschaftsstandorten in Nordbayern. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 5,3 % und damit deutlich über dem bayrischen Durchschnitt von 2,7 % (im Landkreis Hof beträgt sie 2,7 %).[44]

Im Zukunftsatlas 2016 belegte die kreisfreie Stadt Hof (Saale) Platz 269 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ für die Zukunft.[45]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktie über 400 DM der Spinnerei Neuhof vom Mai 1953

Wichtige Arbeitgeber – gemessen an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten – sind der Einzelhandel, gefolgt von Gesundheitswesen, der Textilindustrie, der Logistiksparte und dem Kreditwesen.[46] Daneben gibt es Betriebe zur Herstellung von Kühlzellen, Unterwasserpumpen, Klärwerksausrüstungen, Elektroantrieben sowie von Stahl- und Leichtmetallbauteilen.

  • Der bedeutendste Industriezweig in Hof außerhalb des Dienstleistungssektors ist die Textil- und Bekleidungsindustrie. Mit dem benachbarten Landkreisen Hof, Kulmbach und Bayreuth zählt der Wirtschaftsraum zu den drei wichtigsten Textilstandorten in Deutschland. Wichtige Vertreter sind die Hoftex Group und die Spinnerei Neuhof.
Logo der Brauerei Scherdel
Logo der ehem. SchmidtBank
  • Hof war ein Zentrum des Bierbrauens. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Hof zwölf Brauereien:

Bavaria (Laubmann)
Bürgerbräu (Ried)
Deininger-Kronenbräu (AG)
Löwenbräu (AG)
Meinel-Bräu (Georg Meinel, Meinel-Bräu)
Karl Militzer

  Joh. Richter
  B. Scherdel (Bernhard Scherdel)
  (Heinrich) Schmidt's Erben (Schmidts Heiner)
  Karl Schuster (Weizenbier)
  Gg. Weidner (Georg Weidner)
  Karl Zelt (Schlappenbier)

Meinel-Bräu existiert heute noch eigenständig und die Brauerei Scherdel arbeitet unter dem Dach der Kulmbacher Brauerei weiterhin in Hof. Alle anderen Brauereien haben die Produktion eingestellt. Die Brauerei Falter kam mit der Eingemeindung von Unterkotzau zur Stadt Hof. Sie stellte Mitte 2008 die Produktion ein. Die Brauerei Zelt stellte trotz der Übernahme durch die Brauerei Scherdel im Jahr 2010 den Braubetrieb ein. Ihr Hauptgeschäft hatte die Brauerei vor allem durch das Schlappenbier, das nur von ihr hergestellt wurde. Seit der Schließung wird das Schlappenbier von der Brauerei Scherdel gebraut. Auch die Brauerei Bürgerbräu Hof existiert seit einigen Jahren nicht mehr.

  • Hof ist von jeher Standort größerer Speditionsunternehmen, wie beispielsweise der Firma M & M Militzer & Münch. Seit der Wende 1990 siedelten sich weitere Logistikunternehmen an. 2002 richtete eine Döhlauer Spedition am Hofer Hauptbahnhof ein Verladeterminal für Containerzüge ein und erweiterte es mehrmals.
  • Im Bereich der Automobilindustrie entstand der Automobilzuliefererpark Pole Position in Hof und Gattendorf.
  • In Hof befand sich die Zentrale der privaten Regionalbank Schmidtbank. Sie kam 2001 in große wirtschaftliche Schwierigkeiten, die Zentrale wurde aufgelöst. Das vorhandene Know-how nutzen einige Spezialkreditinstitute und Dienstleister weiter. An der Hochschule Hof ist ein einschlägiger Schwerpunkt eingerichtet. Ein Gebäude der ehemaligen SchmidtBank-Zentrale beherbergt den 2006 eingerichteten Dienstsitz Hof des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LFU).
  • Seit dem Jahr 2000 entstanden durch die Ansiedlung von Callcentern Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor des Dienstleistungsbereiches. Hof ist außerdem Zentrum vieler weiterer Dienstleistungen, von denen die nennenswertesten Vertreter Weiherer Reisen GmbH & Co., Vodafone, Marktkauf, Müller, NKD und Wöhrl sind. 2020 wird die Hof Galerie, ein Einkaufszentrum des Luxemburger Investors Mesa Development und der Activ Group aus Oberschwaben die Einkaufsmöglichkeiten ergänzen.
  • Zwischen der Warenhauskette Kaufhof und der Hotelkette Dormero fand 2017 ein Beratungsverfahren statt, bei dem darüber entschieden werden sollte, ob Kaufhaus und Hotelbetrieb unter einem Dach möglich wären. Kaufhof gab 2018 bekannt, dass dies nicht möglich sei und brach die Verhandlungen ab, wollte aber am Standort in der Hofer Altstadt festhalten. Weil die Hotelleitung ihre Hotelpläne weiterverfolgte, gab die Kaufhof-Geschäftsführung bekannt, den Standort zum Jahresende 2018 zu schließen. 2019 entsteht in dem viergeschossigen Gebäude ein Dormero Hotel. Im Erdgeschoss sollen drei Verkaufsflächen für den Einzelhandel entstehen.
  • Es gibt Filialen von McDonald’s, Burger King, Subway, KFC und Nordsee.
  • Auch das DAX-notierte Unternehmen Fresenius Medical Care hat seinen juristischen Sitz in Hof. Eine Niederlassung existiert nicht.[47]
  • 2018 erwägte der damalige bayerische Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer einen möglichen Deutschlandstandort des US-amerikanischen Autobauers Tesla Inc. in Hof

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frankenpost ist die führende regionale Tageszeitung in Hof und im Umland.

In Hochfranken erscheint zudem die Zeitung Blickpunkt mittwochs und samstags. Die Auflage der Zeitung liegt bei etwa 260.000 Exemplaren, davon 112.000 mittwochs in Hochfranken und 148.000 samstags in den Regionen Hof, Wunsiedel und Kulmbach.

Logo TV-Oberfranken.svg

Derzeit befinden sich unter dem Dach des Funkhauses Hof die Radiosender Extra-Radio und Radio Euroherz. Im Funkhaus Hof befindet sich auch die Verwaltung und das Zentralstudio des regionalen Fernsehsenders TV Oberfranken. Der Sender wird im gesamten Regierungsbezirk Oberfranken auf einem eigenen Kanal und zusätzlich werktäglich in einem Regionalfenster zwischen 18:00 und 18:30 Uhr auf dem Kanal von RTL ins Kabel eingespeist und ist über Satellit und als Livestream im Internet zu empfangen. Nach eigenen Angaben erreicht der Sender im Regierungsbezirk 700.000 Haushalte über Kabel und 450.000 Haushalte über Satellit.[48]

Sender Hof-Labyrinthberg

Von 1948 bis 1994 war Hof Standort eines Mittelwellensenders des RIAS, um die südlichen Teile der DDR besser mit dem Programm des RIAS zu versorgen. Als Sendeantenne dienten zwei 100 Meter hohe, gegen Erde isolierte, abgespannte Stahlfachwerkmasten. Diese Sendemasten wurden im Oktober 1995 durch simultane Sprengung abgerissen. Sein UKW-Programm sendete der RIAS vom Senderstandort Großer Waldstein (international koordiniert als Sender Hof) mit jeweils 20 kW ERP:

In Hof betreibt der Bayerische Rundfunk den Sender Hof an der Hohensaas. Bis 1999 wurde die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen Mittelwellenband und somit konnte dieser nur 200 Watt EMRP starke Sender,[49] der zusammen mit dem Sender in Würzburg im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut für Ausbreitungstests im Mittelwellenbereich genutzt werden. Da aber viele modernere Radios die Frequenz des Hofer Senders nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz. Im Zuge dieser Frequenzumstellung wurde auch ein neuer Sendemast errichtet. Dazu wurde der dort nicht mehr benötigte Reflektormast des Senders Ismaning abgebaut und in Hof wieder aufgebaut. Es ist eine 74 Meter hohe geerdete, oben gespeiste Stahlfachwerkkonstruktion, wie die Sendemasten der Langwellensender Aholming und Donebach. Lange Jahre wurde das Programm Bayern 1, in den 1990er Jahren auch für einige Zeit B5 aktuell übertragen. Ab dem 8. Oktober 2007 wurde das Programm Bavarian Open Radio gesendet, das am 5. Mai 2008 in on3-radio umbenannt wurde. Seit dem 10. Januar 2011 wurde das Programm Bayern plus abgestrahlt. Seit Anfang 2015 wird der Standort auch zur Ausstrahlung von DAB genutzt. Am 30. September 2015 um 12:45 Uhr erfolgte die endgültige Abschaltung des Mittelwellen-Senders, es wird nur noch DAB ausgestrahlt.

UKW-Senderstandorte mit internationalem Sendernamen Hof (Frequenzen laut Senderdaten der Bundesnetzagentur):

Frequenz 
(in MHz)
Programm RDS PS ERP 
(in kW)
Senderstandort Geogr. Koordinaten
88,0 Radio Euroherz EUROHERZ 5 Sender Großer Waldstein 50° 7′ 37″ N, 11° 50′ 43″ O
89,3 Deutschlandradio Kultur DKULTUR 20 Sender Großer Waldstein 50° 7′ 37″ N, 11° 50′ 43″ O
94,0 Extra-Radio extra-radio 0,2 Hof-Labyrinthberg 50° 20′ 1,1″ N, 11° 56′ 2,3″ O
98,1 Extra-Radio extra-radio 0,1 Ahornberg 50° 14′ 36,3″ N, 11° 47′ 50,4″ O

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweistafel an den Autobahnen

Die Stadt Hof liegt an den drei Bundesautobahnen 9 im Westen, 93 im Osten und 72 im Norden. Sie bilden die Form eines Hufeisens um die Stadt, berühren das Stadtgebiet aber nicht. An den Autobahnen wird durch Unterrichtungstafeln mit der Aufschrift „Hof – park & see“ auf die Stadt hingewiesen. Das Motto ist bewusst mehrdeutig gewählt: auf Deutsch werden wichtige Sehenswürdigkeiten genannt, Stadtpark Theresienstein und Untreusee – auf Englisch werden die Autofahrer aufgefordert, ihren Wagen abzustellen (to park) und die Stadt zu besuchen (to see).

Durch Hof führen die Bundesstraßen 2, 15 und 173. Alle drei Bundesstraßen sind im Stadtgebiet im Verlauf der Ernst-Reuter-Straße vierspurig ausgebaut. Der Abschnitt ist mit grüner Welle und Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h zügig befahrbar. Weitere große Straßen sind noch die Kulmbacher Straße, die Marienstraße und die Oelsnitzer Straße. Die B 173 dient als Zubringer zu allen drei Autobahnen: im Nordwesten zur A 72 und A 9 und im Osten zur A 93. Die B 15 ist im Westen vierspurig an die A 9 angebunden und im Südosten an die A 93. Die B 2 hat im Nordosten eine Auffahrt zur A 72 und im Süden bei Münchberg eine zur A 9.

In der Stadt Hof sind 32.512 Kraftfahrzeuge zugelassen.[50]

Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptbahnhof in Hof
Unterkotzauer Brücke

Die Stadt Hof verfügt aktuell über zwei Bahnhöfe, den Hauptbahnhof und den Bahnhof Hof-Neuhof. Die Deutsche Bahn beabsichtigt einen weiteren Haltepunkt Hof Mitte in der Nähe des Stadtkerns zu errichten. Im Hauptbahnhof treffen sich die Hauptstrecken Leipzig – Hof, Bamberg – Hof, Regensburg – Hof und Dresden – Chemnitz – Zwickau – Plauen – Hof – Bayreuth – Nürnberg (Sachsen-Franken-Magistrale) sowie die Nebenstrecken (Cheb – Aš – )Selb – Oberkotzau( – Hof), Hof – Bad Steben und (Hof –)Münchberg – Helmbrechts.

Im Fernverkehr werden von der Deutschen Bahn sowie durch den alex der Länderbahn regelmäßige Verbindungen nach Leipzig, Dresden, Bamberg, Nürnberg, Regensburg und München angeboten. Im Nahverkehr sind die Strecken nach Selb und Bad Steben vor allem im Schülerverkehr, die Strecke nach Bad Steben auch für Kurgäste bedeutsam. Auf diesen Strecken wird von agilis ein Stundentakt angeboten. Auch die kleineren Bahnhöfe und Haltepunkte an den von Hof ausgehenden Hauptstrecken sowie die Strecke Münchberg–Helmbrechts werden mindestens stündlich mit Nahverkehrszügen bedient. Die Strecke aus Richtung Reichenbach wurde bis zum Hauptbahnhof Hof bis Ende 2013 elektrifiziert. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Eröffnung des Citytunnels in Leipzig, der nur von elektrischen Zügen befahren werden darf und für die Regionalzüge aus Hof erreichbar sein soll.

Verkehrsverbund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Stadt und Landkreis Hof gilt der einheitliche Tarif des Hochfrankentarifs in den Bussen der beteiligten Verkehrsunternehmen (HofBus GmbH, RBO und andere). Die Verkehrsgemeinschaft Hof ist Mitglied im EgroNet, einem länderübergreifenden Verkehrsverbund, an dem nordostbayrische, sächsische und thüringische Landkreise sowie die tschechische Region Karlovy Vary mit der Stadt Cheb teilnehmen, so dass auch EgroNet-Fahrscheine von allen beteiligten Verkehrsunternehmen anerkannt werden. Seit 2018 planen die kreisfreien Städte Hof und Coburg sowie die Landkreise Wunsiedel, Kulmbach, Kronach, Coburg und Hof dem VGN beizutreten.

Straßenbahn und Stadtbus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemalige Hofer Straßenbahn

In der Stadt, die von 1901 bis 1922 eine Straßenbahn besaß, gibt es zwölf Stadtbuslinien, die von der HofBus GmbH betrieben werden. Die HofVerkehr GmbH gehört zu 74,9 % den Stadtwerken Hof (HofBus) und damit der Stadt Hof und zu 25,1 % den Verkehrsbetrieben Bachstein, einem regionalen Busunternehmen. Montag bis Freitag ganztägig und Samstag bis 14:00 Uhr verkehren alle zwölf Linien, während an Samstagen ab 14:00 Uhr und an Sonntagen und Feiertagen ein angepasstes Liniennetz mit neun Linien bedient wird: Die Linien 10, 11 und 12 verkehren nicht und die Busse mancher anderer Linien fahren teilweise auf veränderten Strecken. Die Hofer Stadtbusse verkehren in der Regel wochentags zwischen 6:00 und 21:00 Uhr und am Wochenende zwischen 8:00 und 20:00 Uhr. Zusätzlich fahren Montag bis Freitag morgens Busse im Frühverkehr und abends im Spätverkehr im Halbstundentakt bis Stundentakt in der Zeit von 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr. Am Freitag sogar bis 00:00 Uhr.[51] Zentraler Umsteigepunkt aller Linien ist die Haltestelle Busbahnhof an der Kreuzung Bismarckstraße/Friedrichstraße, ein weiterer wichtiger Umsteigepunkt befindet sich an der Haltestelle Anspann/Klinikum und Hauptbahnhof. An der Haltestelle Anspann/Klinikum kann zwischen den Linien in die südöstlichen und südwestlichen Stadtteile gewechselt werden. Die Linie 21 verkehrt bis in die sächsische Nachbarstadt Plauen im Vogtland. Diese Linie wurde kurz nach der Grenzöffnung zwischen der Bundesrepublik und der DDR eingerichtet, um eine schnelle Alternative zur langen Bahnfahrt zwischen den beiden Städten anzubieten und die Verbundenheit zwischen den Partnerstädten Hof und Plauen auszudrücken.

Regionalbus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Hof aus verkehren 30 Regionalbuslinien der Regionalbus Ostbayern (RBO), einer Tochter der Deutschen Bahn. Ausgangspunkt ist die Haltestelle Hauptbahnhof. Die Regionalbuslinien halten innerhalb Hofs an den wichtigsten Haltestellen der Stadtbusse, bedienen aber den gesamten Landkreis Hof und führen auch in benachbarte Landkreise.[52]

Fernbus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Hauptbahnhof befindet sich die Fernbushaltestelle. Sie wird bedient von Flixbus auf den Linien Berlin-Passau und Berlin-Zürich.

Luft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugplatz Hof-Plauen

Etwa fünf Kilometer südwestlich von Hof liegt im Stadtteil Pirk der Verkehrslandeplatz Hof-Plauen. Dort befindet sich auch eine Flugschule und ein Hangar für Privatflugzeuge. Der Flugplatz Hof-Plauen ist von Hof Hauptbahnhof mit der Regionalbuslinie R1 in 30 Minuten und mit dem Auto/Taxi in 15 Minuten zu erreichen. Ein weiterer Flugplatz ist der Flugplatz Ottengrüner Heide in Helmbrechts in 15 Kilometern Entfernung.

Der nächstgelegene Flughafen mit Linienverbindungen ist der rund 100 Kilometer entfernt liegende Flughafen Karlsbad in Tschechien.

Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen Leipzig/Halle und Nürnberg befinden sich ca. 150 Kilometer von Hof entfernt.

Rettungsdienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerwehrhauptwache am Hallplatz

Die Freiwillige Feuerwehr Hof besteht aus der Hauptfeuerwache am Hallplatz (Stadtmitte), der Nebenwache am städtischen Baubetriebshof in der Leimitzer Straße – hier ist ein Tanklöschfahrzeug stationiert, das während der Betriebszeiten des Bauhofes besetzt ist, der Betriebsfeuerwehr am Flughafen, der Löschgruppe Hofeck, der Löschgruppe Moschendorf, der Löschgruppe Feuerwehr Eppenreuth, der Freiwilligen Feuerwehr Haidt, der Freiwilligen Feuerwehr Leimitz, der Freiwilligen Feuerwehr Wölbattendorf und der Freiwilligen Feuerwehr Unterkotzau. In der Hauptwache am Hallplatz stehen 25 Fahrzeuge, 3 Abrollbehälter für die Wechselladefahrzeuge und 7 Anhängerfahrzeuge für den Einsatz bereit.Neun hauptamtliche Kräfte sind für Verwaltung, Fahrzeug- und Gerätepflege sowie Einsatzdienste tätig. Insgesamt gehören zur Feuerwehr Hof ca. 250 aktive Mitglieder. Im Obergeschoss der Feuerwache befindet sich die Kreiseinsatzzentrale Hof-Stadt. Weiterhin erfolgt in der Hauptwache die Aus- und Weiterbildung der Mitglieder in sechs Gruppen. Sie leisten im Jahr zwischen 500 und 600 Einsätze mit 8000 bis 10000 Einsatzstunden.

In Hof befindet sich ein Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). Er ist auf Bergung/Räumen und die Notstromversorgung von Schadenslagen (Fachgruppe Elektroversorgung) spezialisiert. Außerdem hat die THW-Geschäftsstelle Hof ihren Sitz in der Stadt. Sie ist für die Betreuung von neun THW-Ortsverbänden in Oberfranken und Teilen der Oberpfalz zuständig.

In Hof befindet sich eine Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Hof. Hier sind rund um die Uhr zwei Rettungswagen fest besetzt. Weiterhin ist ein Notarzteinsatzfahrzeug mit einem Fahrer besetzt, den Arzt stellen entweder das Sana Klinikum oder in Hof ansässige Ärzte. Weiterhin stehen an der Rettungswache Krankentransportwagen (KTW) bereit, die vor allem werktags besetzt sind. Auch die BRK-Bereitschaft Hof hat ihre Räumlichkeiten in der Rettungswache. Diese stellt bei vielen Veranstaltungen in und um Hof das Personal für Sanitätsdienste. Weiterhin werden Hintergrundnotfallmittel und eine SEG-Betreuung gestellt. Auch das Fahrzeug der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG SanEL) steht an der Rettungswache.

In Selbitz hat der ASB seinen Sitz für die Stadt und den Landkreis Hof. Die Rettung ist dabei nur eine Nebensparte, die Hauptaufgabe sind Krankenfahrten.

In Hof gibt es ferner eine Ortsgruppe der BRK-Wasserwacht. Auch die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) unterhält in Hof einen Ortsverband (OV Hof).

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sana Klinikum Hof ist das Klinikum in der Stadt Hof und gehört zu den Sana Kliniken. Mit über 460 Betten, 1.000 Mitarbeitern und 22.000 stationären Patienten zählt es zu den größten somatischen Akutkrankenhäusern Bayerns. Das Klinikum ist akademisches Lehrkrankenhaus der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.[53][54]

Tierversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tierschutzverein Hof und Umgebung e. V.
  • Tierheim Hof-Erlalohe[55]

Sicherheit und Kriminalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 stellte die Hofer Polizei ihre Statistik für das Jahr 2016 vor.[56] Im Jahr 2016 sank die Kriminalität in der Stadt Hof um 19 Prozent. So fuhr die Polizei zu insgesamt 11.949 Einsätzen. Weitere 3711 Fälle wurden von der Polizeiinspektion Hof bearbeitet. Die Aufklärungsquote liegt bei 74,3 Prozent. Die Drogenkriminalität stieg hingegen im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Des Weiteren geht aus dem Bericht hervor, dass Sexualdelikte auf vier Prozent sanken, Straßenkriminalität sank um 23 Prozent, davon private Sachbeschädigung um 23 Prozent, an öffentlichem Eigentum um 49 Prozent und gegen Fahrzeuge um 50 Prozent. Weil die Altstadtpassage in den vergangenen Jahren immer wieder hinsichtlich Sicherheit aufgefallen war, wurde mit der Stadt und den Betreibern ein Sicherheitskonzept erstellt. Es zeigte bereits 2016 Wirkung.

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abhörturm Hof

Die Oberfranken-Kaserne ist derzeit die einzige von der Bundeswehr genutzte Kaserne in Oberfranken. Dort ist u. a. die Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung, eine Teileinheit des Kommandos Strategische Aufklärung, untergebracht. Die aus der Zeit des Kalten Krieges stammenden markanten und großräumigen Empfangsanlagen der ehemaligen Radarstellung auf der Hohensaas sowie Anlagen am Köditzer Hang wurden inzwischen weitgehend zurückgebaut.

Von 1945 bis 1985 war US-Militär in der Kingsley Kaserne stationiert, hauptsächlich Luftraumüberwachungseinheiten der United States Air Force. Die Bundeswehr übernahm bereits 1978 die Radarstellung von der US Air Force.

Seit dem 30. April 1985 war die Kaserne nach Hans Hüttner benannt. Die Namensgebung nach dem Generalmajor und überzeugten Nationalsozialisten Hüttner geriet ab 1994 in die Kritik, was am 8. Juli 2013 zur Umbenennung der Kaserne in Oberfranken-Kaserne führte.[57][58]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grund- und Mittelschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grund- und Mittelschulen in Hof sind die Angerschule (Grundschule), die Christian-Wolfrum-Schule (Grund- und Mittelschule), die Eichendorffschule (Grundschule), die Hofecker Schule (Grund- und Mittelschule), die Schule Krötenbruck (Grundschule), die Schule Moschendorf (Grund- und Teilmittelschule, nur bis 6. Klasse), die Münsterschule (Mittelschule, freiwillige 10. Klasse), die Neustädter Schule (Grundschule), die Schule am Theresienstein und die Sophienschule (Grundschule).

Gymnasien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das älteste Gymnasium der Stadt ist das Jean-Paul-Gymnasium. Es ist sprachlich mit humanistischem Profil und musisch ausgerichtet.
  • Das größte Gymnasium ist das 1833 als Gewerbeschule für Jungen gegründete Schiller-Gymnasium. Die zwei Ausbildungsrichtungen sind naturwissenschaftlich-technologisch und wirtschafts- und sozialwissenschaftlich mit wirtschaftswissenschaftlichem Profil.
  • Das jüngste Gymnasium ist das Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium. Es ist auf die naturwissenschaftlich-technologische und sprachliche Schwerpunktbildung ausgerichtet.

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschule Hof

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof (FH Hof) zählt zu den staatlichen Fachhochschulen Bayerns, die 1994 zur Förderung eines flächendeckenden Angebots an Hochschulen gegründet wurden. Sie hat die Fakultäten Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Ingenieurwissenschaften. Die Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich allgemeine innere Verwaltung, besteht seit 1974/75 und dient der verwaltungsinternen Ausbildung von Beamtenanwärtern des gehobenen und der Fortbildung der Beamten des gehobenen und höheren Dienstes. Auf dem Campus befindet sich zudem das Digitale Gründerzentrum Einstein 1.

Weitere Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulhaus am Longoliusplatz
Waldorfschule Hof
  • Realschule Hof
  • Private Evangelische Volksschule Hof
  • Freie Waldorfschule Hof
  • Johann-Viessmann-Berufsschule im Schulhaus am Pestalozziplatz
  • Fachakademie für Sozial- und Heilpädagogik (FAKS)
  • Fach- und Berufsoberschule Hof (FOS/BOS)
  • Johann-Georg-August-Wirth-Realschule
  • Wirtschaftsschule
  • Es gibt drei Förderschulen in Hof: die Bonhoefferschule, ein sonderpädagogisches Förderzentrum mit Außenstelle in Schwarzenbach/Saale, die Schule am Lindenbühl, ein privates Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und die Private Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung.
  • Zu den Musikschulen in Hof zählt die Musikschule Landkreis Hof und die Musikschule der Hofer Symphoniker.
  • Ebenso gibt es zwei Volkshochschulen, die Volkshochschule der Stadt Hof und die Volkshochschule des Landkreises Hof.

Liste aktueller und ehemaliger Schulhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Altstädter Schule (nun zum Schillergymnasium)
  • Neustädter Schule (Grundschule)
  • Lessingschule (abgebrochen, Baracke, Zweigschule der Neustädter Schule)
  • Schillerschule (heute Schiller-Gymnasium)
  • Pestalozzischule (Schulhaus III., heute Berufsschule)
  • Sophienschule (Schulhaus V., Grundschule)
  • Wilhelmschule (nun Wirtschaftsschule)
  • Angerschule
  • Christian-Wolfrum-Schule (Grund- und Mittelschule)
  • Eichendorffschule (a) (abgebrochen, nun Landesamt für Umwelt)
  • Eichendorffschule (b) (Grundschule)
  • Max-Reger-Schule (b) (ungenutzt)
  • Max-Reger-Schule (a) (nun zum Reinhart-Gymnasium)
  • Schule am Theresienstein (Grundschule)
  • Hofecker Schule (Grund- und Mittelschule)
  • Schule Moschendorf (a) (abgebrochen)
  • Schule Moschendorf (b) (nun Kinderhort)
  • Schule Moschendorf (c) (nun Synagoge)
  • Schule Moschendorf (d) (Grund- und Teilhauptschule)
  • Krötenbrucker Schule (Grundschule)
  • Münsterschule (Mittelschule)
  • Parsevalschule (Baracke, Zweigsschule der Münsterschule; abgebrochen)
  • Schule Wölbattendorf (ungenutzt)
  • altes Gymnasium (heute Jean-Paul-Gymnasium)
  • Schule am Schlossplatz (ehem. Oberrealschule/Schiller-Gymnasium, nun FOS/BOS)
  • Schule am Longoliusplatz (ehem. Höhere Schule für Mädchen/Reinhart-Gymnasium, nun FOS/BOS)
  • Schulzentrum am Rosenbühl (Reinhart-Gymnasium und Realschule)
  • Schule an der Saale (ehem. Evangelische Schule, nähe Untere Steinerne Brücke)
  • Waldorfschule am Otterberg
  • Fachakademie für Sozialpädagogik
  • Beamtenfachhochschule
  • Hochschule Hof

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Bibliotheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptstelle der Stadtbücherei im Wittelsbacher Park am Sophienberg
  • Stadtbücherei mit Zweigstellen
  • Hochschulbibliothek
  • Stadtarchiv

Jugendherberge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hof hat zwei Jugendherbergen. Sie sind in der Beethovenstraße im Ortsteil Krötenbruck und am Q-Bogen und bieten reisenden Jugendgruppen Übernachtungsmöglichkeiten.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hof sind vom Bayerischen Landesamt für Umwelt fünf Landschaftsschutzgebiete und sechs Geotope ausgewiesen. (Stand 2016)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Stadt Hof wird eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten in Verbindung gebracht:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hof – Panorama bei Nacht vom Wartturm aus (Osten)
Hof – im Hintergrund der Kornberg, Panorama von Nord-Ost
Hof – Panorama vom Kulm aus (Westen)
Hof – Fußgängerzone am Abend

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtgeschichte
  • Chronik der Stadt Hof, Band I-X, Veröffentlichung der Stadt Hof, Mintzel Druck Hof:
Band I, Hof 1937, Ernst Dietlein: Allgemeine Stadtgeschichte bis zum Jahre 1603.
Band II, Hof 1939, Ernst Dietlein: Allgemeine Stadtgeschichte von 1603-1763.
Band III, Hof 1942, Ernst Dietlein: Allgemeine Stadtgeschichte von 1763-1871.
Band IV, Hof 1955, Ernst Dietlein: Kirchengeschichte.
Band V, Hof 1957, Friedrich Ebert: Baugeschichte.
Band VI, Hof 1966, Friedrich Ebert, Karl Waelzel: Alte Hofer Stadtbeschreibungen.
Band VII/1, Hof 1979, Dietmar Trautmann: Wirtschaftsgeschichte bis 1810.
Band VIII, Hof 1936, Ernst Dietlein: Hof – Geburtsstadt großer Männer.
Band IX, Hof 1997, Rudolf Müller, Carola Friedmann, Adelheid Weißer: Rechts- und Verwaltungsgeschichte der Stadt Hof.
Band X, Hof 2005, Jörg Wurdack: Militärgeschichte der Stadt Hof.
  • Christoph Rabenstein: Politische und publizistische Strömungen in einer Stadt Oberfrankens. Hof 1918–1924. Hagens Antiquariatsbuchhandlung, Bayreuth 1986.
  • Friedrich Ebert, Axel Herrmann: Kleine Geschichte der Stadt Hof. Hoermann Verlag, Hof 1988, ISBN 3-88267-034-7.
  • Peter Nürmberger, Reinhard Feldrapp: Hof in Bayern ganz oben. Hoermann Verlag, Hof 2002, ISBN 3-88267-062-2.
  • Arnd Kluge, Beatrix Münzer-Glas: Stadt und Landkreis Hof. Sutton Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-192-9.
  • Ludger Stühlmeyer: Curia sonans. Die Musikgeschichte der Stadt Hof. Eine Studie zur Kultur Oberfrankens. Von der Gründung des Bistums Bamberg bis zur Gegenwart. Phil.Diss., Bayerische Verlagsanstalt, Heinrichs-Verlag, Bamberg 2010, ISBN 978-3-89889-155-4.
  • Heinrich Wirth: Chronik der Stadt Hof nach M. Enoch Widmann, Rector der Schule zu Hof im Jahr 1596, und einigen anderen älteren Geschichtsschreibern, deren Namen unbekannt sind. Hof 1843 (E-Kopie).
  • Wolfgang Wüst (Hrsg.): Industrialisierung einer Landschaft – der Traum von Textil und Porzellan. Die Region Hof und das Vogtland. Reihe: Mikro und Makro – Vergleichende Regionalstudien 2. (Enthält zahlreiche Beiträge auch zur Stadtgeschichte). Erlangen 2018. ISBN 978-3-940804-09-9.
Sportgeschichte
  • Bestände des Stadtarchivs Hof, v. a.: A (Akten) 2486.
  • Johann Gottlob Thomas: Die städtische Turnhalle in Hof. Nebst einer geschichtlichen Skizze des Turnwesens daselbst. Hof 1868. Dieses Werk wurde zur Frühgeschichte des Turnens in Hof immer wieder zitiert und passagenweise neu abgedruckt.
  • Kurzer Abriss der Geschichte des Turnvereins zu Hof. Zur Feier seines 25-jährigen Bestehens 1861 bis 1886. Hrsg. vom Turnverein Hof. Hof 1886.
  • Johann Gottlob Thomas u. a.: Die Turnhallen und die Turnplätze der Stadt Hof. Nebst Abriss der Geschichte des Turnens daselbst. Hof 1893.
  • Zur bayerischen Sportgeschichte siehe: Julius Bohus: Geschichte des Sports in Bayern. Augsburg 1998. (= Hefte zur Bayerischen Geschichte und Kultur #20). Dort auch Hinweise auf weiterführende Literatur.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hof (Saale) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Hof – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistik der Stadt Hof vom 28. Februar 2018
  3. https://stadtlandhof.de/von-hamburg-nach-hof-zwei-neubuerger-entdecken-stadt-land-hof/
  4. a b Hof – in Bayern ganz oben! auf www.hof.de
  5. https://www.hof.de/hof/hof_deu/planen-bauen/gruenflaechen.html
  6. Quelle: Stadt Hof, Hof in Zahlen
  7. www.weatheronline.de
  8. Enno Bünz: Die Gründung des Bistums Bamberg und das Regnitzland. In: Josef Urban: Das Bistum Bamberg um 1007. Bamberg 2007, ISBN 3-9808138-4-3, S. 204f.
  9. Ludger Stühlmeyer: Curia sonans. Dissertation, Heinrichsverlag-Bamberg, 2015, ISBN 978-3-89889-155-4, S. 12f.
  10. Siehe Dokumentation: Mittelalterliche Leprosorien im heutigen Bayern, ursprünglich in der Zeitschrift „Die Klapper“, abgerufen am 17. März 2018
  11. Kurt Stierstorfer: Die Belagerung Hofs 1553. Hof 2003, ISBN 3-928626-43-4.
  12. a b c d e Alemannia Judaica: Die Synagoge in Hof (Oberfranken)
  13. a b c Arnd Kluge: Die Reichskristallnacht in Hof, Stadtarchiv Hof, 2002
  14. Arnd Kluge: Die Ereignisse in Hof, Stadtarchiv Hof, 2002
  15. Arnd Kluge: Beladung der LKW für die Fahrt zum Saaledurchstich gegen 10 Uhr am 10. November 1938
  16. Waltraud Ertel: Vertreibung unter staatlicher Regie, Frankenpost, 6. Oktober 2008
  17. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 148.
  18. Webseite KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, abgerufen am 6. Juli 2016
  19. Roger A. Freeman: Mighty Eighth War Diary. JANES: London, New York, Sydney 1981
  20. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 601.
  21. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 670.
  22. Heinz Stoob: Deutsches Städtebuch: Bayern, Kohlhammer, 1971, S. 270 (books.google.de)
  23. Friedrich Ebert, Axel Herrmann: Kleine Geschichte der Stadt Hof, Hoermann Verlag, Hof 1988, ISBN 3-88267-034-7, S. 278
  24. a b Ergebnis Stadtratswahl 2014. (Nicht mehr online verfügbar.) Stadt Hof, 16. März 2014, archiviert vom Original am 18. März 2014; abgerufen am 6. April 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadt-hof.org
  25. a b Wahl zum Stadtrat in 464 Hof. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, 19. März 2014, abgerufen am 6. April 2014.
  26. Eintrag zum Wappen von Hof (Saale) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 6. September 2017.
  27. www.hof.de
  28. Ludger Stühlmeyer: Curia sonans. Die Musikgeschichte der Stadt Hof. 2010.S. 241ff.
  29. Booklet der CD Ein Hofer Königspaar (2013)
  30. Kirchenmusik an St. Michaelis Hof
  31. Capella Mariana
  32. Kammerchor Hof
  33. Ludger Stühlmeyer: Curia sonans. Die Musikgeschichte der Stadt Hof. 2010, S. 286ff.
  34. Historische Altstädte. In: Die Zeit. Nr. 48, 20. November 2008.
  35. Aussichtsturm auf dem Labyrinthberg, Hof (Memento des Originals vom 5. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.frankenwald-tourismus.de auf der Webseite Frankenwald Tourismus
  36. Typisch Hof! – Blick vom Rathausturm auf der Webseite der Stadt Hof
  37. Staatsarchiv Bamberg, Bamberger Urkunden Nr. 467
  38. Stadtpfarrkirche St.-Marien Hof
  39. St. Konrad Hof
  40. Freunde der Münch-Ferber Villa. Fördergesellschaft Münch-Ferber Villa e. V., abgerufen am 26. August 2012.
  41. Ligenzugehörigkeit SV Hof
  42. American Football Verband Bayern (Memento des Originals vom 4. September 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.afvby.de
  43. Aktuelle Ergebnisse – VGR dL. Abgerufen am 7. Januar 2019.
  44. Bundesland Bayern. Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 7. Januar 2019.
  45. Zukunftsatlas 2016. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.prognos.com
  46. Industrie- und Handelskammer für Oberfranken
  47. Fresenius Medical Care, Frankenpost, Ausgabe Hof vom 27. Februar 2015, Zusammenfassung
  48. Empfangsdaten von TV Oberfranken (Memento des Originals vom 1. Dezember 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tvo.de
  49. Informationen des Bayerischen Rundfunks unter www.br-online.de
  50. https://www.hof.de/hof/hof_deu/leben/hof-in-zahlen.html
  51. Liniennetz Stadtbusse Hof (Memento des Originals vom 20. Februar 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadtwerke-hof.de
  52. Netzkarten und Fahrpläne der Regionalbuslinien in und um Hof
  53. https://www.sana-klinikum-hof.de
  54. https://www.sana-klinikum-hof.de/ueber-uns/zahlen-fakten/
  55. http://tierheim-hof.de
  56. Hof ist so sicher wie seit zehn Jahren nicht. Frankenpost, abgerufen am 16. Februar 2019.
  57. Joachim Dankbar: Neuer Name für Hofer Kaserne? Die Hofer Kaserne steht offenbar vor einer Umbenennung. Ihr Namenspatron, Hans Hüttner, gilt als überzeugter Nazi. In: Frankenpost. 1. Dezember 2012, abgerufen am 1. Januar 2013.
  58. Standort Hof wird Oberfranken-Kaserne. Der einzig verbliebene Bundeswehrstandort Oberfranken in Hof wird in Zukunft den Namen Oberfranken-Kaserne tragen. Das teilt die Stadt Hof am Freitag mit. In: Frankenpost. 21. Dezember 2012, abgerufen am 1. Januar 2013.