Fields of the Nephilim

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Fields of the Nephilim
Fields of the Nephilim auf dem Amphi Festival 2013
Fields of the Nephilim auf dem Amphi Festival 2013
Allgemeine Informationen
Genre(s) Gothic Rock, Gothic Metal
Gründung 1983
Auflösung 1991
Neugründung 2005
Website http://www.fields-of-the-nephilim.com/
Gründungsmitglieder
Carl McCoy
Paul Wright (1984–1991, 1997–1998)
Gary Whisker (1984–1985)
Tony Pettitt (1984–1991, 1997–2001, seit 2013)
Alexander „Nod“ Wright (1984–1991, 1997–1998)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Carl McCoy
Andy James (seit 2012)
Gavin King (seit 2007)
Tony Pettitt (seit 2013)
Lee Newell (seit 2007)
Ehemalige Mitglieder
Rhythmusgitarre
Peter Yates (1985–1991)
Jon Carin (1990–1991)
Gizz Butt (2007–2008)
John „Capachino“ Carter (2002–2009)
Tony Edwards (2008–2012)
Snake (2009–2013)

Fields of the Nephilim ist eine einflussreiche Gothic-Rock-/Gothic-Metal-Band, die 1983 in Stevenage (Hertfordshire) gegründet wurde. Die Band verbindet optische Elemente aus den Bereichen Italowestern und postnuklearem Endzeitszenario, mit mythischen Elementen aus den Bereichen Schamanismus, Hermetik, Chaosmagie und Nephilim-Legende. Auf die mythologischen Nephilim, alttestamentarische bösartige Riesenwesen, geht auch der Bandname zurück.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Fields of the Nephilim wurden 1983 gegründet und bestanden von 1984 bis 1991 aus Carl McCoy (Gesang), Paul Wright (Gitarre), Peter Yates (Gitarre; Peter Yates ersetzte den bis 1984 in der Band spielenden Saxophonisten Gary Whisker), Nod Wright (Schlagzeug) und Tony Pettitt (Bass). Die Band orientierte sich seit der Mitte der 1980er Jahre bezüglich des Outfits an The Sisters of Mercy[1] und wurde daraufhin von der Musikpresse als deren 1:1-Kopie gebrandmarkt[2]. Tatsächlich hatten die Fields sämtliche Kleidungselemente, inklusive Carl McCoys Fliegerbrille (ursprünglich von Wayne Hussey zu Sisters-Zeiten getragen), von den Sisters of Mercy übernommen.

Die Band kreierte einen eigenen musikalischen, hard-rock-beeinflussten Stil, auf den sich viele Bands der 1990er und 2000er als Einfluss berufen. Auch einige Bands aus dem Death-Metal-Bereich gaben die Band als Inspiration an.[3]

Carl McCoy (2008)

Nachdem sich Sänger McCoy 1991 vom Rest der Band getrennt hatte, machte er mit einem Soloprojekt namens The Nefilim weiter. Unter einmaliger Nutzung dieses Namens erschien 1995 das death- und industrial-metal-lastige Album Zoon. Die verbliebenen Fields-Musiker gründeten zusammen mit Sänger Andy Delany ein neues Projekt namens Rubicon, das sich nach zwei kaum beachteten Alben auflöste.

Aus Nefilim gingen in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre zwei neue Formationen hervor: Saints of Eden und Sensorium, beide ebenfalls deutlich metal-orientiert. Die Wright-Brüder riefen nach dem Ende ihres Projektes Rubicon die Band The Last Rites ins Leben.

Gegen Ende der 1990er Jahre fanden Gespräche zu einer Wiedervereinigung der Originalbesetzung der Fields of the Nephilim statt (allerdings ohne Gitarrist Peter Yates), effektiv brachten jedoch nur Sänger Carl McCoy und Bassist Tony Pettitt unter dem vom Label Jungle Records erdachten Projektnamen Fields of the Nephilim A.D. eine Single namens One More Nightmare (2000) heraus: Remixe alter Fields-Lieder, ursprünglich für ein Filmprojekt angefertigt. Ein echtes Album gab es nicht, und auch Carl McCoy und Tony Pettitt gingen musikalisch wieder getrennte Wege. Carl McCoy setzte das Projekt alleine fort. Im Jahr 2002 entschloss sich das Label, nicht länger auf die finalen Album-Aufnahmen von McCoy zu warten, und veröffentlichte kurzerhand das Album Fallen: eine Sammlung zwischenzeitlich eingereichter Demos und Proberaumaufnahmen. McCoy, selbst überrascht von der Veröffentlichung, beendete daraufhin die Zusammenarbeit mit dem Label.

Im selben Jahr gründete sich eine weitere Fields-of-the-Nephilim-Absplitterung durch Peter White und Tony Pettitt: N.F.D. (Noise for Destruction).

Im November 2005 erschien mit Mourning Sun ein neues Album von Carl McCoy unter dem alten Projektnamen Fields of the Nephilim. Die Musik stellt eine Kombination des alten Fields-of-the-Nephilim- und des metal-lastigen Nefilim-Stils dar.

In den folgenden Jahren gab die Band vereinzelt Konzerte. Im Oktober 2011 spielten die Nephilims anlässlich des 25-jährigen Bandbestehens von The Mission mit selbigen in der Londoner Brixton Academy.

Im April 2012 veröffentlichte die Band nach langer Pause Ceromonies (Ad Mortem Ad Vitam). Das Live-Album / die (Doppel-) DVD bestand aber aus Aufnahmen eines zweitägigen Konzertes im Londoner Shepherds Bush Empire im Jahr 2008. Der Song last Exit for the Lost (der nicht mit auf das Live-Album passte) wurde auf der Nephilim-Webseite als Download angeboten.

Tony Pettit schloss sich der Band als Bassist im Jahr 2013 für Live-Auftritte wieder an und mit Andy James bekam die Band einen neuen Gitarristen. Die Band spielte 2013 und 2014 einige Gigs in Europa. Am 5. und 6. Dezember 2014 spielten die Nephilims zwei Abende anlässlich ihres 30-jährigen Bandjubiläums im Londoner Shepherds Bush Empire.

Im Juli 2014 gab Carl McCoy bekannt, dass die Band wieder im Studio ist. Einige neue Songs wurden 2014 bereits live präsentiert und erinnerten an die beiden letzten Alben der Nephilims sowie sehr stark an das Album Elizium und das Live-Album Earth Inferno. Die Songs kamen bei den Fans gut an. Ein Release-Datum für das neue Material ist nicht bekannt.

„Jetzt ist die Zeit gekommen für neue Nephilim-Songs. Der Anfang ist immer einfach aber es ist stets schwer das Ende zu erreichen (fertigzustellen). Ich schließe stets die Tür hinter mir um anzufangen aber es wird dann immer schwer meinen Weg hinaus aus der Dunkelheit zu finden.“

McCoy (Fields-Website)

Im April / Mai 2015 spielten die Nephilims auf Festivals in den Niederlanden und Belgien (Roadburn Festival / Eurorock) sowie beim diesjährigen Wave-Gotik-Treffen in Leipzig am 23. Mai.

Diskografie[Bearbeiten]

(mit the Nefilim)

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Dawnrazor
  UK 62 30.05.1987 (2 Wo.) [4]
The Nephilim
  UK 14 17.09.1988 (3 Wo.) [4]
Elizium
  UK 22 06.10.1990 (2 Wo.) [4]
Earth Inferno
  UK 39 06.04.1991 (2 Wo.) [4]
Fallen
  DE 55 21.10.2002 (1 Wo.) [5]
Mourning Sun
  DE 94 12.12.2005 (1 Wo.) [5]
Ceromonies (Ad mortem ad vitam)
  UK 97 28.04.2012 (1 Wo.) [4]
Singles
Blue Water
  UK 75 24.10.1987 (3 Wo.) [4]
Moonchild
  UK 28 04.06.1988 (3 Wo.) [4]
Psychonaut
  UK 35 27.05.1989 (3 Wo.) [4]
For Her Light
  UK 54 04.08.1990 (2 Wo.) [4]
Sumerland (Dreamed)
  UK 37 24.11.1990 (2 Wo.) [4]
From The Fire
  UK 62 28.09.2002 (1 Wo.) [4]

Alben[Bearbeiten]

  • 1987: Dawnrazor
  • 1988: The Nephilim
  • 1990: Elizium
  • 1991: Earth Inferno (Live)
  • 1993: Revelations Beggars Banquet
  • 1996: Zoon (als The Nefilim)
  • 2002: Fallen (Sammlung von Demoaufnahmen, s. Text)
  • 2005: Mourning Sun
  • 2012: Ceremonies (Live)

Singles/EPs[Bearbeiten]

  • 1985: Burning the Fields (EP)
  • 1986: Returning To Gehenna
  • 1986: Power
  • 1987: Dawnrazor
  • 1987: Preacher Man
  • 1987: Blue Water
  • 1988: Moonchild
  • 1988: Chord of Souls (Promo)
  • 1988: The Nephilim (BBC Radio Live in Concert)
  • 1989: Psychonaut
  • 1990: Sumerland (Dreamed)
  • 1990: For Her Light (One)
  • 1996: Xodus (als the Nefilim)
  • 1996: Penetration (als the Nefilim)
  • 2000: One More Nightmare / Darkcell AD
  • 2002: From the Fire

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1991: Laura
  • 1993: Revelations (Best Of, Raritäten)
  • 2001: From Gehenna to Here
  • 2012: Ceromonies (Ad mortem ad vitam) (Box Set)

Videos[Bearbeiten]

  • 1988: Forever Remain (Live)
  • 1989: Morphic Fields (Musikvideos)
  • 1991: Visionary Heads (Live)
  • 1993: Revelations (Musikvideos)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fields of the Nephilim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dave Thompson, Kirsten Borchardt: Schattenwelt · Helden und Legenden des Gothic Rock. 2004, ISBN 3-85445-236-5, Seite 245.
  2. Dave Thompson, Kirsten Borchardt: Schattenwelt Helden und Legenden des Gothic Rock. 2004, ISBN 3-85445-236-5, Seite 101.
  3. Dagmar Rath: Nefilim. Lost in Sumerland. In: Voices from the Darkside, Nr. 9, 1996, S. 39.
  4. a b c d e f g h i j k chartarchive.org (Zugriff am 27. April 2012)
  5. a b Chartverfolgung auf musicline.de (Zugriff am 12. Februar 2008).