Finsterspinnen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Finsterspinnen
Finsterspinne (Amaurobius ferox)

Finsterspinne (Amaurobius ferox)

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Entelegynae
Überfamilie: Amaurobioidea
Familie: Finsterspinnen
Wissenschaftlicher Name der Überfamilie
Amaurobioidea
 ???
Wissenschaftlicher Name der Familie
Amaurobiidae
Thorell, 1870

Die Finsterspinnen (Amaurobiidae) sind die einzige Familie der Amaurobioidea innerhalb der Echten Webspinnen. Sie umfassen 51 Gattungen mit 287 Arten.[1] (Stand: Juni 2016)

Die Spinnen gehören zu den größten netzbauenden cribellaten Webspinnen, deren Körpergröße von wenigen Millimetern bis hin zu ca. 20 mm reicht. Auch in ihrer ökologischen Anpassung und in ihrer Lebensweise sind die Spinnen sehr vielfältig.

Die artenreichste und am weitesten verbreitete Gattung ist Amaurobius, deren Arten vor allem in Australien stark vertreten sind. Amaurobius socialis ist eine der wenigen sozial lebenden Spinnenarten. In Höhlen weben sie textilähnliche Deckennetze von bis zu 6 oder 7 Metern Durchmesser, in denen sie gemeinschaftlich leben. Callobius stellt die größten Vertreter der Familie, deren Weibchen eine Körperlänge von bis zu 20 mm erreichen können.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verbreitungsgebiete der Familie sind die wärmeren Klimata in Asien (v.a. China) Australien, Neuseeland, Ozeanien, Süd-, Mittel- und Nordamerika, Afrika, sowie Südeuropa, Osteuropa und Russland. In Mitteleuropa sind bislang 22 Arten nachgewiesen worden. Weltweit häufig sind außerdem die Arten der Gattungen Callobius, Pimus und Zanomys. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Amaurobius fenestralis und Amaurobius ferox wahrscheinlich die häufigsten Vertreter.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der World Spider Catalog listet für die Finsterspinnen aktuell 51 Gattungen und 287 Arten.[1] (Stand: Juni 2016)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Finsterspinnen (Amaurobiidae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Blick, T.; Bosmans, R.; Buchar, J.; Gajdoš, P.; Hänggi, A.; Van Helsdingen, P; Růžička, V.; Starega, W. & Thaler, K.: Checkliste der Spinnen Mitteleuropas (Arachnida: Araneae). Version 1. Dezember 2004. (PDF)
  • Foelix, Rainer F. 1979. Biologie der Spinnen. Georg Thieme Verlag Stuttgart. ISBN 3-13-575801-X
  • Gertsch, Willis J. 1979: American Spiders, 2nd edition. Van Nostrand Reinhold, New York. ISBN 0-442-22649-7
  • Heimer, Stefan und Nentwig, Wolfgang; 1991: Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey Berlin. ISBN 3-489-53534-0
  • Hänggi, Ambros; Stöckli, Edi; Nentwig, Wolfgang, 1995. Lebensräume Mitteleuropäischer Spinnen. Miscellanea Faunistica Helvetiae - Centre suisse de cartographie de la faune, Neuchatel. ISBN 2-88414-008-5

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern: World Spider Catalog Version 17.0 – Amaurobiidae. Abgerufen am 12. Juni 2016