Fløibanen

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Fløibanen
Fløibanen in snow.jpg
Streckenlänge: 0,488 km
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Maximale Neigung: 488 
Höchstgeschwindigkeit: 14,4 km/h
Kopfbahnhof – Streckenanfang
Fløyen 320 moh.
Strecke – geradeaus
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
Haltestelle ohne Ausstieg (Hst. Promsgate des Gegenzuges)
Haltepunkt, Haltestelle
Skansemyren 181 moh.
Tunnel
Bahnhof ohne Personenverkehr
Ausweichstelle
Haltepunkt, Haltestelle
Fjellveien 114 moh.
Haltepunkt, Haltestelle
Promsgate 59 moh.
Tunnel – Anfang
   
Zentrum (Vetrlidsallmenningen) 18 moh.

Fløibanen heißt eine Standseilbahn in Bergen (Norwegen), die auf den 320 Meter hohen Berg Fløyen führt. Es ist die einzige Standseilbahn in Norwegen. Es werden jährlich mehr als eine Million Reisende befördert. Die Fahrtzeit beträgt zwischen fünf und acht Minuten. In der Mitte der Strecke findet in einer Ausweichstelle eine Kreuzung mit einem zweiten Wagen statt, wobei sich die beiden Wagen gegenseitig den Berg rauf und runter ziehen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Idee für ein Transportmittel, das vom Stadtzentrum in Bergen hinauf zum Berg Fløyen fährt, hatte der Parlamentsabgeordnete John Lund. Der Stadtrat genehmigte das Vorhaben am 10. Oktober 1896 und verlangte eine jährliche Konzessionsgebühr und den Bau einer elektrisch betriebenen Seilbahn. Jedoch wurde das Vorhaben aus Geldmangel nicht verwirklicht.

1907 wurde die Idee wieder aufgegriffen und 1912 wurde das Unternehmen A/S Fløibanen gegründet. Der Direktor Waldemar Platou wurde der führende Manager. Mit dem Architekten Einar Oscar Schou und dem Ingenieur und Bauleiter Erling Gjestland wurde 1914 mit dem Bauarbeiten begonnen. Veranschlagt wurden ein bis eineinhalb Jahre für den Bau, allerdings verzögerte der Erste Weltkrieg und die damit verbundene Materialknappheit die Arbeiten, so dass der Betrieb erst am 15. Januar 1918 aufgenommen werden konnte.

Die ersten zwei Waggons bestanden aus geöltem Teakholz und wurden von der Maschinenfabrik Esslingen aus Esslingen in Baden-Württemberg geliefert. Betrieben wurden sie von einem 95 PS starken Elektromotor. Die Wagen waren teilweise offen konstruiert und boten 65 Passagieren Platz. 1954 wurden die Wagen ausgetauscht und erhielten erstmals ihre typisch rote und blaue Farbgebung. Die schweizerische Firma Von Roll lieferte die Fahrgestelle. Nun konnte jeder Waggon bis zu 80 Personen befördern und besaß einen Führerstand. Zuvor hatte der Zugführer über einen Signaldraht Kontakt zum Maschinisten aufgenommen, der seinen Maschinenstand auf dem Berg hatte. Im Jahr 1974 erfolgte ein erneuter Austausch der Wagen, die ebenfalls von der Firma Von Roll geliefert wurden und maximal 80 Passagiere aufnehmen konnten. Mit der Modernisierung des Maschinenstandes auf dem Fløyen im Jahr 1987 wurde eine Funksteuerung installiert. Die Wagen erhielten einen 190 PS starken Motor und konnten von nun an über Licht- und Rückmeldesignale miteinander kommunizieren. Sie waren bis zum 26. September 2002 in Betrieb. Danach erfolgte ein sieben Wochen langer Umbau, in dem die Gleise ausgetauscht wurden; die Wagen, Maschinerie, Zwischenstationen sowie das Fahrkartensystem erneuert und modernisiert wurden. Die Berg- und Talstation wurde bereits in den 1990er Jahren renoviert. Die neuen Wagen wurden von Espen Thorup mit großen Glasflächen gestaltet und bieten maximal 100 Personen Platz. Die schweizerischen Firmen Doppelmayr (Untergestell) und Gangloff (Karosserie) konstruierten die Wagen.

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Länge der Strecke 488 m
  • Höhendifferenz 302 m
  • Steigung: 15° bis 26°
  • Geschwindigkeit: 4 m/s
  • Fahrzeit 5 - 8 Min.
  • 2 Wagen à max. 100 Personen
  • Wagenlänge 12,3 m
  • Wagen-Gewicht 11 t
  • Seil-Durchmesser 40 mm
  • Bruchlast (Seil) 66,5 t
  • AC Motor mit 315 kW

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fløibanen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien