Flandziu

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Flandziu ist eine seit 2004 erscheinende Literaturzeitschrift. Der Name ist einer frühen Theaterskizze Wolfgang Koeppens entnommen.

Die Zeitschrift nennt sich Halbjahresblätter für Literatur der Moderne und wird in Verbindung mit der Internationalen Wolfgang-Koeppen-Gesellschaft herausgegeben. Der Name 'Flandziu' geht zurück auf die gleichnamige dramatis persona aus einem expressionistischen Schauspielfragment des jungen Wolfgang Koeppen. Die Zeitschrift sieht sich dem Werk Wolfgang Koeppens verpflichtet. Für Flandziu gilt dessen Grundsatz aus seiner Büchner-Preis-Rede von 1962, dass Literatur für die Belange der Menschen eintreten muss sowie für die Freiheit des Denkens und der menschlichen Existenz, somit keinem zu Diensten ist, der Macht besitzt. Flandziu beschränkt sich thematisch nicht auf die deutsche Literatur der Moderne, sondern nimmt weite und diverse Kulturbereiche in den Blick, etwa Philosophie und Kunst in verschiedenen Kulturen sowie damit verbundene gesellschaftliche Fragen. Zugleich geht es in Flandziu um die Betrachtung der Vielfalt von Literatur überhaupt. Jede Ausgabe von Flandziu hat ein Schwerpunktthema, z. B. 2014, Heft 1: Frauen gegen den Krieg, Heft 2: Hamburg im 20. Jahrhundert: Kunst – Literatur – Kultur; 2015: Hefte 1 und 2: Reisen und Literatur, 2016/1: Schwarze Literatur im 20. und 21. Jahrhundert. Mit Arbeiten von Uwe Bremer; 2016/2: Heinrich Heine. Dichter und Demokrat; 2017/1: Schweizer Autoren: 2017/2: Österreichische Prosa nach 1945; 2018 (1+2 Doppelheft): Lesen.

Zum Beirat von Flandziu gehören unter anderem Michael Augustin, Reinhard Brandt, Raimund Fellinger, Rüdiger Görner, Hans Ulrich Gumbrecht, K. Ludwig Pfeiffer, Dominik Riedo und Joachim Sartorius.

Flandziu erscheint seit 2009 als Neue Folge im Hamburger Shoebox House Verlag. Herausgeber ist Jürgen Klein.

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