Fliegerhorst Schongau

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Gebäude des ehemaligen Offizierskasino des Fliegerhorsts an der Schönlinder Straße

Der Fliegerhorst Schongau war ein Militärflugplatz in der oberbayrischen Stadt Schongau. Er befand sich westlich der Stadt zwischen Altenstadt und Schongau und ist heute fast vollständig mit Wohn- und Gewerbegebieten überbaut.

Das Gelände des Fliegerhorstes erstreckte sich in West-Ost-Ausdehnung etwa von der heutigen Sonnenstrasse in Altenstadt bis zur heutigen Schönlinder Straße in Schongau. Im Norden wurde das Gelände von der Altenstadter/Schongauer Straße, im Süden etwa von der heutigen Säulingstraße begrenzt. Das Flugfeld war nach Norden ausgerichtet, das Umspannwerk Schongau steht genau auf dem ehemaligen Gras-Rollfeld. Der Technische Bereich mit Hallen war im Nordwesten der Anlage im heutigen Altenstadter Gewerbegebiet, etwa zwischen Schäfgasse und Wettersteinstraße. Nach der Besetzung durch die Amerikaner im Frühjahr 1945 erhielt der Flugplatz die alliierte Code-Bezeichnung Airfield R.79. In einer der Flugzeughallen wurde in der Nachkriegszeit das Altenstädter Agfa-Werk eingerichtet.

Von der Altbebauung ist heute fast nichts mehr erkennbar. Erhalten ist das ehemalige Offizierskasino, das heute den Kindergarten St. Johannes in Schongau beherbergt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundner, Franz: Der Kreis Schongau im Luftkrieg. Vorbereitung, Kriegsjahre und Nachwirkungen. In: Der Welf Jahrbuch von 2008/2009
  • Schriefer, Thomas; Rudau, Detlef; Lengger, Albert: Der Fliegerhorst Schongau und die Flakartillerieschule Altenstadt.In: Der Welf Jahrbuch Jg. 1 von 1993
  • Weißfloch, Leonhard: Kriegsende 1945 in der Flak-Artillerieschule Altenstadt. In: Kaufbeurer Geschichtsblätter H. 9, 1989
  • Der Altlandkreis: Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel, Ausgabe Nr. 36, Juli/August 2016, S. 28–30

Koordinaten: 47° 48′ 43,1″ N, 10° 52′ 46,4″ O