Florian Dohrmann

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Florian Dohrmann
Florian Dohrmann

Florian Dohrmann (* 1972 in Tübingen) ist ein deutscher Kontrabassist und Komponist. 

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dohrmann begann seine musikalische Ausbildung mit dem Klavier und entdeckte mit 19 Jahren den Kontrabass für sich. Er studierte Jazz- und Popularmusik bei Thomas Stabenow an der Musikhochschule Stuttgart.

1998 gründete Dohrmann zusammen mit dem Klarinettisten David Orlowsky die Gruppe „Klezmorim“. Das Ensemble, seit 2005 mit Jens-Uwe Popp an der Gitarre, benannte sich 2008 in „David Orlowsky Trio“ um. Es verbindet Klezmer-Einflüsse mit kammermusikalischen Elementen und Jazz. Für das Trio komponierte Dohrmann zahlreiche Stücke, die 2009 und 2011 beim Verlag Schott/Advance Music in Notenbüchern herausgegeben wurden. 

Das Trio spielte und spielt bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Rheingau Musikfestival, dem Jazzfestival The Hague Jazz oder den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Konzertreisen ins Ausland führten die Gruppe u. a. in das Concertgebouw nach Amsterdam, ins Salzburger Mozarteum, in die New Yorker Carnegie Hall, in die Philharmonie Luxemburg, nach Skandinavien, Süd-Korea und in die Ukraine. 

Mit dem Entertainer Roland Baisch entstand zeitgleich das „Count Baischy Orchester“. Parallel zum Trio engagierte sich Dohrmann in etlichen Jazz-Projekten. Das Florian Dohrmann Quartett veröffentlichte 2008 die CD Medium Dry[1], meist Eigenkompositionen mit Cool und Westcoast Jazz. 2017 gründete Florian Dohrmann das Jazz-Quartett „Blank Page“, mit dem er die Werke klassischer Komponisten neu interpretiert. 

Diskografie (Alben)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Roland Baisch & Das Count Baischy Orchester - Musik für Mini-Bars und Aufzüge, Paul's Garage Records
  • 2001: David Orlowsky's Klezmorim - Sedum, Way Out Records
  • 2001: Rainer Tempel mit Claus Stötter & String Up! - Suite Ellington, JAZZ'n'ARTS RECORDS
  • 2002: Joy Denalane - Mamani, Four Music
  • 2003: David Orlowsky's Klezmorim - Panta Rhei, Way Out Records
  • 2007: David Orlowskys Klezmorim - Noema, Sony Classical
  • 2008: David Orlowsky Trio - Nessiah, Sony Classical
  • 2008: Florian Dohrmann Quartett Medium Dry
  • 2011: David Orlowsky Trio - Chronos, Sony Classical[2]
  • 2014: David Orlowsky Trio - Klezmer Kings - A Tribute, Sony Classical[3]
  • 2017: David Orlowsky Trio - Paris-Odessa, Sony Classical[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 wurde Florian Dohrmann mit dem Trio Klezmorim für die CD Noema[5] mit dem Echo Klassikpreis in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“ ausgezeichnet. 2015 wurde er mit dem David Orlowsky Trio erneut mit einem Echo Klassikpreis in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“ ausgezeichnet, diesmal für das Album Klezmer Kings – A Tribute.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Medium Dry“ im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  2. Discogs
  3. David Orlowsky Trio - Klezmer Kings - a tribute. Abgerufen am 21. September 2017.
  4. David Orlowsky Trio - Paris Odessa. Abgerufen am 21. September 2017.
  5. Noema im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  6. Echo Preis 2015