Fluoranthen

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Strukturformel
Fluoranthen
Allgemeines
Name Fluoranthen
Andere Namen
  • 1,8-(o-Phenylen)naphthalin
  • Benzo[jk]fluoren
Summenformel C16H10
CAS-Nummer 206-44-0
PubChem 9154
Kurzbeschreibung

gelber kristalliner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 202,26 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

109–111 °C[1]

Siedepunkt

384 °C[1]

Dampfdruck

1,3 Pa (20 °C)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​410
P: 273​‐​501 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22
S: keine S-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Fluoranthen ist ein ungesättigter cyclischer Kohlenwasserstoff. Unter Standardbedingungen ist Fluoranthen ein gelblicher bis grüner, kristalliner Feststoff. Er kommt im Steinkohlenteer vor und zählt zu den polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Fluoranthen ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Drogen und Pharmazeutika.

Die Bezeichnung Fluoranthen leitet sich von der Fluoreszenzeigenschaft der Substanz ab und nicht von Fluoratomen im Molekül.

Biologische Bedeutung[Bearbeiten]

Fluoranthen wird im menschlichen Körper zu 2-Methylfluoranthen und 3-Methylfluoranthen und deren weiteren Abbauprodukten metabolisiert.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Fluoranthen ist gesundheitsschädlich beim Verschlucken. In Tests mit tierischen Organismen, Bakterien und menschlichen Zellen konnten mutagene und tumorgene Auswirkungen beobachtet werden. Die akute und chronische Toxizität ist bisher nicht gänzlich bekannt. Die LD50 beträgt bei oraler Applikation bei Ratten 2000 mg pro kg Körpergewicht, bei dermaler Applikation bei Kaninchen 3180 mg/kg.[1]

Fluoranthen ist unter der Wassergefährdungsklasse 2 und somit als wassergefährdend eingestuft. Bei der Zersetzung können Kohlenstoffdioxid und Kohlenstoffmonoxid freigesetzt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu Fluoranthen in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 13. Januar 2008 (JavaScript erforderlich).
  2. a b Datenblatt Fluoranthene bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 1. April 2011 (PDF).
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.