Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft

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Die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (abgekürzt: FEST) – Institut für interdisziplinäre Forschung – in Heidelberg ist ein außeruniversitäres interdisziplinäres Forschungsinstitut. Die Evangelische Studiengemeinschaft entstand 1957/58 durch die Zusammenlegung zweier kleiner wissenschaftlicher Institutionen in kirchlicher Trägerschaft: der Studiengemeinschaft der Evangelischen Akademien in Bad Boll und der Forschungsakademie Christophorusstift in Hemer.[1]

Die Grundfinanzierung wird getragen durch die Mitglieder des Trägervereins – die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Landeskirchen der EKD, den Deutschen Evangelischen Kirchentag und die Evangelischen Akademien. Hinzu kommt ein erheblicher Anteil projektgebundener Finanzierungen durch öffentliche Drittmittel sowie aus Projektförderungen privater und kirchlicher Institutionen.

Arbeitsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der FEST ist ein breites Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen vertreten. Es reicht von der Theologie und der Philosophie über die wichtigsten Gesellschaftswissenschaften bis zu naturwissenschaftlichen Fächern und steht für die angestrebte Weite des interdisziplinären Diskurses. Die Ergebnisse werden der inner- und außerkirchlichen Öffentlichkeit in unterschiedlichen Formen der Veröffentlichung, durch Vortragstätigkeit und durch die Mitwirkung in Beratungsgremien vorgelegt. Das Forschungsprogramm ist an drei Arbeitsbereichen ausgerichtet:

  1. Religion, Recht und Kultur (Leiter: N.N. [derzeit vakant, in Wiederbesetzung])
  2. Frieden und Nachhaltige Entwicklung (Leiter: Hans Diefenbacher)
  3. Theologie und Naturwissenschaft (Leiter: Magnus Schlette)

Religion, Recht und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Arbeitsbereich „Religion, Recht und Kultur“ bündelt theologische, juristische und kulturwissenschaftliche Forschungsperspektiven und bezieht diese aufeinander. Die Arbeiten richten sich dabei insbesondere auf drei Themenkreise: Medizin- und Bioethik, öffentliche Religion und institutioneller Wandel.

Frieden und Nachhaltige Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bereich „Frieden“ widmet sich den Themenfeldern Religion und Konflikt, Gerechter Frieden und Friedensgutachten. Die Arbeit des Bereichs „Nachhaltige Entwicklung“ konzentriert sich auf folgende Themenfelder: Wachstum und Wohlfahrt sowie Indikatoren nachhaltiger Entwicklung, Wohlfahrtindizes, Einführung von Managementsystemen (Umwelt-, Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement), Umweltbildung sowie Erstellung von Klimaschutz- und Umweltkonzepten.

Theologie und Naturwissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Arbeitsbereich „Theologie und Naturwissenschaft“ widmet sich vor allem den Themenfeldern Mensch, Natur und Religion.

Institutsleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenwärtiger Leiter der FEST ist: Klaus Tanner (seit 2012, nebenamtlich). Vorgänger im Amt waren: Eberhard Schmidt-Aßmann (2006–2011, nebenamtlich), Eberhard Jüngel (2003–2006, nebenamtlich), Ulrich Ratsch (2001–2003, kommissarisch), Heinz Wismann (1991–2000), Johannes Schwerdtfeger (1989–1991, kommissarisch), Klaus von Schubert (1984–1989), Wolfgang Lienemann (1982–1984, kommissarisch), Georg Picht (1958–1982).

Stellvertretender Leiter der FEST ist: Hans Diefenbacher.

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Vorstand der FEST gehören folgende Personen an (Stand: Mai 2018):

Vorsitzender

Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh (Baden)

Mitglieder

Kuratorium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein wissenschaftliches Kuratorium berät, begleitet und beurteilt die Planung, Entwicklung und Durchführung der Forschungsprojekte der FEST.

Zum wissenschaftlichen Kuratorium zählen (Stand: Mai 2018):

Vorsitzender

Hans-Joachim Gehrke (Alte Geschichte) Freiburg

Mitglieder

Ehrenmitglieder

OKRätin, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler (Theologie) München

Ehemalige Mitarbeiter (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der spätere Heidelberger Systematiker Heinz Eduard Tödt war seit 1961 Mitarbeiter der FEST. Sein Schüler, der spätere Ratsvorsitzender der EKD, Wolfgang Huber, war von 1968 bis 1980 Mitarbeiter und stellvertretender Leiter der FEST. Günter Altner war von 1973 bis 1977 wissenschaftlicher Referent.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ergebnisse der Forschungen werden insbesondere veröffentlicht in eigenen Buchreihen, z. B. „Religion und Aufklärung“ (Mohr Siebeck), „Texte und Materialien“ (FEST) und „FEST für die Praxis“ (FEST), in Einzelveröffentlichungen von Büchern in verschiedenen Verlagen sowie in Zeitschriften und in Anthologien.

Seit 2008 erscheint der Newsletter der FEST zweimal jährlich, sowohl in elektronischer als auch in gedruckter Form. Er kann als PDF auf der Homepage heruntergeladen werden. Über die Arbeit wird zudem im jährlich erscheinenden Jahresbericht informiert.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die FEST ist Gesellschafter der Klima-Kollekte, des Fonds christlicher Kirchen in Deutschland für CO2-Kompensation. Seit Dezember 2012 ist die FEST nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS validiert. Seit 2008 ist das mit Finanzierung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eingerichtete „Projektbüro Klimaschutz“ an der FEST angesiedelt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte der FEST

Koordinaten: 49° 24′ 53,7″ N, 8° 43′ 41,1″ O