Ralf Meister

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ralf Meister (2008)
Ralf Meister (2013)

Ralf Meister (* 5. Januar 1962 in Hamburg) ist ein lutherischer Theologe und Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Ralf Meister studierte evangelische Theologie und Judaistik an den Universitäten Hamburg und Jerusalem. Nach dem Studium war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität in Hamburg.

Von 1990 bis 1992 absolvierte Meister das Vikariat in Lauenburg/Elbe und wurde 1992 zum Dienst eines Pastors in der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche ordiniert.

Nach dem Vikariat wurde Ralf Meister 1992 Geschäftsführer der Universitäts-Arbeitsstelle „Kirche für die Stadt“. 1996 wechselte er als Referent in die Redaktion Kiel des Evangelischen Rundfunkreferates der Norddeutschen Kirchen. Durch zahlreiche Beiträge wurde er den Hörerinnen und Hörern des Norddeutschen Rundfunks (NDR) in dessen Sendegebiet der Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein bekannt. Seit 1999 gehörte Meister auch der Redaktion des internationalen ökumenischen Magazins „Kunst und Kirche“ an.

Im Jahre 2001 erhielt Ralf Meister die Berufung nach Lübeck zur Übernahme des Amtes als Propst des Kirchenkreises Lübeck der Nordelbischen Kirche als Nachfolger von Niels Hasselmann. Unter seiner Leitung setzte der Kirchenkreis als erster der Landeskirche die Gemeindereform um und führte Großgemeinden ein. Außerdem rief er die Spendenaktion „Sieben Türme“ für die Sanierung der Lübecker Altstadtkirchen ins Leben. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt waren missionarische Angebote für die Stadt.

Im Jahre 2001 wurde Ralf Meister außerdem zu einem der Sprecher des Wortes zum Sonntag im Ersten Deutschen Fernsehen (ARD) bestimmt, wodurch er einen bundesweiten Bekanntheitsgrad erlangte.

Am 1. November 2007 wählte ihn die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zum Generalsuperintendenten des Sprengels Berlin, dem 800.000 Gemeindeglieder in 14 Kirchenkreisen Berlins und in dessen Brandenburger Randgebieten angehörten. In einem festlichen Gottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde Ralf Meister am Pfingstsonntag, 11. Mai 2008, als Nachfolger von Martin-Michael Passauer in sein Amt eingeführt. Gleichzeitig wurde Passauer in den Ruhestand verabschiedet.

Im Herbst 2010 wurde Meister als einer von zwei Kandidaten für die Nachfolge Margot Käßmanns im Amt des Landesbischofs der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers benannt.[1] Im ersten Wahlgang am 24. November 2010 konnte Meister 39 von 76 Stimmen (51,3 %) der Stimmen für sich gewinnen; für eine Wahlentscheidung hätte er eine 2/3-Mehrheit benötigt. Der Gegenkandidat Wolfgang Gern zog seine Kandidatur nach dem Wahlgang zurück, so dass Meister für den zweiten Wahlgang der einzige Kandidat blieb.[2] Im zweiten Wahlgang erhielt Meister 64 von 76 Stimmen (84,2 %) und erreichte damit die notwendige Zweidrittelmehrheit.[3] Er wurde am 26. März 2011 in der Marktkirche Hannover vom Leitenden Bischof der VELKD, Johannes Friedrich, in das Amt des Landesbischofs eingeführt.[4] Seine Nachfolge in Berlin trat die Hessen-Nassauische Theologin Ulrike Trautwein an.

Ralf Meister ist in zweiter Ehe verheiratet und hat drei Kinder.

Weitere Ämter/Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Durch das Amt des Landesbischofs der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers[Bearbeiten]

Weitere[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Mitherausgeber des Lexikons Hamburger Religionsgemeinschaften, außerdem von Glauben. Ein Lexikon für Jugendliche und des Lexikons Judentum – Die 100 wichtigsten Daten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Krüger u.a.: Wer ist wo in der evangelischen Kirche? Personen und Funktionen. Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-932194-29-2

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael B. Berger: Zwei Männer wollen Käßmann beerben. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 16. September 2010, S. 5
  2. Wahl des Landesbischofs: Wolfgang Gern zieht seine Kandidatur nach 1. Wahlgang zurück, Pressemeldung der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers vom 24. November 2010
  3. Ralf Meister als neuer Landesbischof gewählt, Pressemeldung der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers vom 25. November 2010
  4. Ralf Meister feierlich als neuer hannoverscher Bischof eingeführt, Pressemeldung der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers vom 26. März 2011
  5. http://www.velkd.de/240.php
  6. http://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/pressemitteilungen/konfoederation/2011/11/11-11-29
  7. http://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2013/05/2013_05_27_2
Vorgänger Amt Nachfolgerin
Martin-Michael Passauer Generalsuperintendent für Berlin
20082011
Ulrike Trautwein