Forstbetriebsgemeinschaft

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Die Forstbetriebsgemeinschaften (FBG; auch Waldbesitzervereinigungen; WBV,[1] in Österreich Waldwirtschaftsgemeinschaften; WWG), als eine besondere Form der sogenannten Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse sind privatrechtliche Zusammenschlüsse von Grundbesitzern, die den Zweck verfolgen, die Bewirtschaftung der angeschlossenen Waldflächen und der zur Aufforstung bestimmten Grundstücke zu verbessern, insbesondere die Nachteile geringer Flächengröße, ungünstiger Flächengestalt, der Besitzsplitterung, der Gemengelage, einer unzureichenden Walderschließung oder anderer Strukturmängel zu überwinden (BWaldG). Sie dienen u.a. Klein-Waldbauern zur effizienteren Bewirtschaftung ihres Waldbesitzes und zur Verbesserung der Holzernte- und Holzabsatzmöglichkeiten. Der ökonomische Vorteil dieser Organisationsform ergibt sich unter anderem aus der gemeinschaftlichen Nutzung teurer Maschinen, dem koordinierten Abtransport des Holzes, einem gemeinsamen Wegebau und der gemeinsamen Vermarktung des Holzes (wodurch in der Regel höhere (Holz-)Preise erzielt werden können). Ein weiterer Vorteil dieser Zusammenschlüsse ist der Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern. Die Aufgaben der FBGn werden vom Bundeswaldgesetz vorgegeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstanden sind die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse Ende der 1940er- bis Ende der 1960er-Jahre aufgrund der sogenannten Kleinteiligkeit des Waldbesitzes tlw. aus Vorgängerinstitutionen, weil die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes zum Teil durch ungünstige Besitzstrukturen, kleine Besitzgrößen und Gemengelage erschwert wurde. Lösungsmöglichkeiten ergaben sich durch eine überbetriebliche Zusammenarbeit. Im Zuge eines sich immer mehr internationalisierenden Holzmarkts, insbesondere nach der Öffnung Osteuropas Anfang der 1990er Jahre, ist die eigenständige Bewirtschaftung für den Großteil der Waldbauern mit nur wenigen Hektar Wald unrentabel geworden. Eine überbetriebliche Zusammenarbeit wurde somit noch wichtiger, um auf einem globalisierten Markt konkurrenzfähig bleiben zu können.

Zu den Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen zählen in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Bundeswaldgesetz die Forstbetriebsgemeinschaften, die Forstbetriebsverbände und die Forstwirtschaftlichen Vereinigungen, deren Aufgaben im Bundeswaldgesetz spezifiziert sind.

Über Möglichkeiten, die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse neuen bzw. derzeitigen Anforderungen anzupassen, wird seit einigen Jahren viel diskutiert.

Strukturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinsichtlich Organisation und Fläche bestehen erhebliche Unterschiede.

Verwendet wird die Bezeichnung „Forstbetriebsgemeinschaft“ sowohl in Deutschland, Österreich, als auch in der Schweiz.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Selbsthilfeeinrichtungen – Von Waldbesitzern für Waldbesitzer. In: stmelf.bayern.de. Abgerufen am 22. Juni 2017.