Fröbelturm

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Fröbelturm
Bild des Objektes
Fröbelturm mit Gaststätte und Spielplatz
Basisdaten
Ort: Kirchberg bei Oberweißbach
Land: Thüringen
Staat: Deutschland
Höhenlage: 748,2 m ü. NHN
Koordinaten: 50° 34′ 36,1″ N, 11° 9′ 0″ O
Verwendung: Aussichtsturm
Zugänglichkeit: Aussichtsturm öffentlich zugänglich
Turmdaten
Bauzeit: 1888–1890
Gesamthöhe: 29,75 m
Weitere Daten
Grundsteinlegung: 21. April 1888
Einweihung: 27. Juli 1890
Anzahl an Treppenstufen: 100 Stufen (innen)

Positionskarte
Fröbelturm (Thüringen)
Fröbelturm (50° 34′ 36,08″ N, 11° 8′ 59,96″O)
Fröbelturm
Lokalisierung von Thüringen in Deutschland

Der Fröbelturm ist ein 29,75 m hoher[1] Aussichtsturm nahe der Bergstadt Oberweißbach im Thüringer Schiefergebirge. Er wurde in den Jahren 1888–1890 auf dem Gipfel des 784,2 m[2] hohen Kirchbergs vom Thüringerwald-Verein als Dankeszeichen für Friedrich Fröbel, den Begründer der Kindergärten, errichtet. In einem Anbau befindet sich eine Gaststätte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fröbelturm geht auf die Initiative von Richard Trautner zurück, einem Gerichtsvollzieher aus Oberweißbach, der auch erster Vorsitzender des 1885 gegründeten Zweigvereins Oberweißbach des Thüringerwald-Vereins war. Er hatte die Idee, auf dem Kirchberg ein steinernes Denkmal in Form eines Aussichtsturms errichten zu lassen. Nach dem Plan des aus Rudolstadt stammenden Architekten Radi wurde schließlich am 21. April 1888, dem 106. Geburtstag von Friedrich Fröbel der Grundstein für den Turm gelegt. In der Folge entstand ein aus heimischem Schiefergestein errichteter Aussichtsturm mit geschlossener Aussichtsplattform und aufgesetztem Dach. Er wurde nach über 2-jähriger Bauzeit am 27. Juli 1890 eingeweiht.[1]

Nach kriegsbedingten Schäden wurde der Turm ab 1946 wieder instand gesetzt und 1969 mit Asbestzementplatten verkleidet. 1989/90 erfolgten Um- und Ausbauarbeiten am Turm und der Gaststätte, zwischen 2007 und 2011 weitere Sanierungen und der Einbau neuer Fenster.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Aussichtsplattform des Turms bietet sich ein guter Panoramablick über den Thüringer Wald, das Thüringer Schiefergebirge und auf viele Höhendörfer der Umgebung. Neben einer Straßenanbindung ist der Fröbelturm auch gut mit der Oberweißbacher Bergbahn zu erreichen. Die Wanderung von der Endhaltestelle der Flachstrecke in Cursdorf dauert etwa 45 Minuten.

Im Juni 2015 wurde das Fröbelturmfest „125 Jahre Fröbelturm“ gefeiert.[3] Der Turm ist als Kulturdenkmal geschützt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fröbelturm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Von der Idee zum Bau bis zur Einweihung des Turmes auf der Homepage des Berggasthauses Fröbelturm
  2. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  3. Jens Ungelenk: Festschrift – 125 Jahre Fröbelturm Oberweißbach (1890–2015). Oberweißbach 2015, 22 S.