Cursdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Cursdorf
Cursdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Cursdorf hervorgehoben
Koordinaten: 50° 34′ N, 11° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saalfeld-Rudolstadt
Verwaltungs­gemeinschaft: Bergbahnregion/Schwarzatal
Höhe: 690 m ü. NHN
Fläche: 13,95 km²
Einwohner: 620 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98744
Vorwahl: 036705
Kfz-Kennzeichen: SLF, RU
Gemeindeschlüssel: 16 0 73 013
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 5
98744 Oberweißbach/Thür. Wald
Webpräsenz: www.cursdorf.com
Bürgermeister: Frank Eilhauer (CDU)
Lage der Gemeinde Cursdorf im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
Allendorf Altenbeuthen Bad Blankenburg Bechstedt Cursdorf Deesbach Döschnitz Dröbischau Drognitz Gräfenthal Hohenwarte Kamsdorf Katzhütte Kaulsdorf (Saale) Königsee-Rottenbach Lehesten Leutenberg Lichte Mellenbach-Glasbach Meura Meuselbach-Schwarzmühle Oberhain Oberweißbach/Thüringer Wald Piesau Probstzella Reichmannsdorf Remda-Teichel Rohrbach Königsee-Rottenbach Rudolstadt Saalfeld/Saale Saalfelder Höhe Schmiedefeld (Lichtetal) Schwarzburg Sitzendorf Uhlstädt-Kirchhasel Unterweißbach Unterwellenborn Wittgendorf ThüringenKarte
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Historisches Glasapparatemuseum Cursdorf

Cursdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen (Deutschland). Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Bergbahnregion/Schwarzatal an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Oberweißbach/Thür. Wald hat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der staatlich anerkannte Erholungsort Cursdorf ist der höchstgelegene Ort in der Region und liegt im Naturpark Thüringer Wald auf einem Bergsattel zwischen Schwarzatal und Lichtetal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde erstmals 1537 als Cunradesdorf urkundlich erwähnt. Der Ort an einer alten Handelsstraße von Erfurt nach Nürnberg gehörte zur Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt. Die Einwohnerschaft des Ortes war traditionell in der Forstwirtschaft und in der Glasverarbeitung tätig, außerdem auch im Olitätenhandel. Nach dem Bau der Gasanstalt im Nachbarort Oberweißbach und dem Bau einer Gasleitung entwickelte sich in Cursdorf ab 1905 vor allem die Glasbläserei. Bis 1918 gehörte der Ort zur Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.

1923 wurde Cursdorf zum Endpunkt der Oberweißbacher Bergbahn.[2]

1920 kam der Ort zum Landkreis Rudolstadt, 1952 zum Kreis Neuhaus am Rennweg.

Ende der 1920er Jahre wurde unter Notstandsbedingungen zur Zeit der Weltwirtschaftskrise am Nordhang des Rosenberges mit dem Bau der Friedensschanze begonnen. Mit der Fertigstellung 1932 wurde es die größte Naturschanze Europas, der Schanzenrekord liegt bei 91,0 m. Als G. Beyer aus Cursdorf an einem Springen in Schierke teilnahm, bewegte er Hans Renner, mit der Nationalmannschaft nach Cursdorf zu fahren. In ihr befanden sich so namhafte Springer wie Harry Glaß, Werner Lesser, Franz Knappe, Queck u.a.

Heute ist die Anlage im Tal der weißen Schwarza zugewachsen und nur noch zu erahnen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Cursdorf besteht aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Frank Eilhauer wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 2. Dezember 1991 genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Blau mit silbernem Schildfuß; vorn eine grüne Tanne, hinten ein aufgerichteter rechtsgewendeter goldener Löwe, im Schildfuß eine rote Streugabel über einem roten Rosskamm.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historisches Glasapparatemuseum

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zug der Oberweißbacher Bergbahn in Cursdorf

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flachstrecke der Oberweißbacher Bergbahn verbindet Cursdorf über Oberweißbach mit Lichtenhain, wo eine Standseilbahn mit Güterbühne die Verbindung zur Schwarzatalbahn herstellt.

Söhne und Töchter von Cursdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Macheleid-Denkmal

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. August Elsäßer: Das Kirchspiel Oberweißbach im Wandel der Zeiten. Ein Rückblick zur 150. Wiederkehr des Tages der Einweihung der Kirche zu Oberweißbach mit kurzer Chronik der Kirchspielorte Oberweißbach, Cursdorf, Deesbach, Lichtenhain und Leibis. Oberweißbach 1929, S. 175.
  3. Chronik der Preßler-Firmen in Leipzig und Cursdorf (abgerufen am 9. Juni 2015)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cursdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien