Frühlingsvollmond

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Der Frühlingsvollmond ist der für die Festsetzung des Osterdatums voraus berechnete erste Vollmond-Tag im Frühling. Der tatsächliche (astronomische) Vollmond-Tag kann davon maximal zwei Tage abweichen.

Vor der mit der Kalenderreform einhergehenden Neuregelung der Osterrechnung gab es 19 Kalendertage (zwischen 21. März und 18. April im julianischen Kalender) für den Frühlingsvollmond. Nach der Neuregelung gibt es solche, sich nach Ablauf von 19 Jahren (Meton-Zyklus) wiederholende ganz bestimmte 19 Kalendertage meistens nur noch ein Jahrhundert lang. Nach Wegfall eines Schalttages beim Jahrhundert-Wechsel sind es 19 andere ganz bestimmte und sich nach je 19 Jahren wiederholdende Kalendertage. Über längerere Zeit führt das 19-Jahre-Schema dazu, dass alle Tage einer auf 30 Tage aufgerundenden Mondperiode (Kalendertage zwischen 21. März und 19. April[1] im gregorianischen Kalender) infrage kommen.

Der 21. März ist der zur Vereinfachung der Osterrechnung festgelegte Tag des Frühlingsanfangs. Sein tatsächlicher (astronomischer) erster Kalendertag variiert in diesem Jahrhundert trotz Anwendung aller Schaltjahr- Zusatzregeln zwischen dem 21. und dem 19. März (gregorianischer Kalender).[2]

Der Frühlingsvollmond kann auf jeden Wochentag fallen. Ostern ist immer erst am darauf folgenden Sonntag.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bei der Bewertung des 19. April treten allerdings Ausnahmeregelungen in Kraft, siehe Osterdatum#Die Osterrechnung im julianischen und im gregorianischen Kalender.
  2. In einem Jahrhundert beträgt die Variation drei Tage. Seit 2007 wird astronomischer Frühlingsanfang erst wieder im nächsten Jahrhundert an einem 21. März sein. 2044 ist erstmals am 19. März astronomischer Frühlingsanfang. Vgl. Siegfried Wetzel: Alternativen zum Gregorianischen Kalender, Abbildungen 1 u. 2