Frag den Lesch

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Seriendaten
OriginaltitelFrag den Lesch
ProduktionslandDeutschlandDeutschland Deutschland
OriginalspracheDeutsch
Jahr(e)2010–2017
Produktions-
unternehmen
ZDFneo
Länge15 Minuten
Episoden261 (Liste)
Ausstrahlungs-
turnus
wöchentlich
GenreWissenschaftssendung
ModerationHarald Lesch
Erstausstrahlung7. Januar 2010 auf ZDFneo
Altes Logo der Sendereihe

Frag den Lesch war eine Sendereihe des ZDF-Dokumentationskanals ZDFneo, in der der Astrophysiker Harald Lesch Themen aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen in allgemein verständlicher Form erläuterte. Bis 1. September 2013 hieß die Sendereihe Leschs Kosmos[1]. Im Februar 2014 wurde das ZDF-Wissenschaftsmagazin Abenteuer Forschung wiederum in Leschs Kosmos umbenannt.[2]

Die letzten Folgen wurden im Dezember 2017 ausgestrahlt, wobei ein Teil noch über die ZDFmediathek abrufbar ist. Nach ZDF-Angaben wurde das Format aus Kapazitätsgründen und zugunsten des YouTube-Kanals Terra X Lesch & Co eingestellt, in denen Harald Lesch abwechselnd mit den Moderatoren Mai Thi Nguyen-Kim und Philip Häusser wissenschaftliche Themen und Fragen beantwortet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendung wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag im ZDF und ZDFneo ausgestrahlt. Nach der Ausstrahlung standen die Episoden in der ZDFmediathek zur Verfügung und waren ungefähr ein Jahr als kostenloser Podcast verfügbar.

Die Sendung begann und endete stets mit der nächtlichen Ansicht des Großen Refraktors auf dem Telegrafenberg in Potsdam, wobei aus der geöffneten Teleskopkuppel ein heller Lichtschein erstrahlte.

Das Studio („Der Kosmos“) war ein weißer Raum, in dem lediglich wenige weiße, schwarze und orangefarbene Requisiten zu sehen waren. Auch Lesch trug stets schwarze Schuhe, eine schwarze Hose und einen orangefarbenen Pullover mit einem schwarzen Hemd darunter.

Nahezu bei jeder Sendung betrat Lesch das Studio durch eine Tür und geht zum Schluss auch wieder durch sie hinaus, wobei er sich oft mit den Worten „Gute Nacht und viel Glück!“ verabschiedet, einer Referenz zu Edward R. Murrow. Das Ende vieler Sendungen wurde durch ein Zitat oder Sprichwort abgerundet.

Ein Running Gag der Sendung bestand darin, dass Lesch zu Beginn einen umgefallenen oder verschobenen, schwarzen Stuhl wieder an seinen Platz am Rand einer orangefarbenen Fläche zurückstellt. Häufig war zusammen mit dem Stuhl eine orangefarbene Tasse mit Kaffee zu sehen, aus der Lesch im Laufe der Sendung immer wieder trank und die er auf einem Stehtisch abstellt. Ein weiterer Running Gag war seine vehemente Unterstreichung, dass die Amerikaner auf dem Mond waren. Ein weiterer Gag war, seine Aussage: „Nur für Spassssss“.

Es kam oft zu Dialogen zwischen Lesch und dem Kameramann. Dies war in den meisten Folgen Benedikt Baldrian, der von Lesch Benny genannt wurde, ansonsten ersatzweise Peter Schmehl.

Oft gab es von Geräuschen unterlegte Texteinblendungen, die bestimmte Zahlen und Sachverhalte nochmals festhielten und veranschaulichten. Ebenso waren Einblendungen vorhanden, die augenscheinlich kritische oder humorvolle Gedanken des Kameramannes – stellvertretend für den Zuschauer – darstellten.

Ab 29. April 2012 gab es für Zuschauer die Möglichkeit, per E-Mail Fragen zu sechs Themenkreisen (Die Sache mit der Raumfahrt; Sterne für Sterngucker; Außerirdische und Außerirdisches; Unser Planetensystem; Erfindungen und Entdeckungen; Sonstiges aus Physik und Astrophysik) zu stellen.[3] Teilweise inspirierten diese Fragen die Redaktion zu bestimmten Sendungen. Wenn die Themen von Lesch selbst ausgesucht wurden, ließ er die Fragen gelegentlich von einem gewissen Harald L. stellen.

Episoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Folge 3 ist in zweifacher Hinsicht ungewöhnlich: Lesch setzt sich am Anfang auf den Stuhl und verabschiedet sich am Ende mit „Gute Nacht“.

In den Folgen 17, 38, 39, 46, 57, 156 und 160 stellt Lesch den Stuhl nicht an den Rand der Matte. In Folge 40 steht der Stuhl bereits am Rand der Matte und ist mit Absperrband verhängt. In Folge 43 liegt der Stuhl in Einzelteilen auf der Matte, so wie in der 50. Folge, in der der Stuhl das Holz eines Lagerfeuers darstellen soll. Weiterhin ist in der Jubiläumsfolge ein gleich aussehender, jedoch wesentlich kleinerer Stuhl an der Matte zu sehen. In den Folgen 17 und 63 hängt der Stuhl auf dem schief hängenden Fenster, das zur festen Ausstattung gehört. Folge 66 zeigt statt des Stuhls zwei vertikal hängende Stangen, die einen Duschvorhang darstellen. In Folge 020 steht der Stuhl kopfüber nur auf seiner Lehne am Rand der Matte. In Folge 73 fehlt der Stuhl bis auf ein kleines Stück Holz völlig; mutmaßlich existiert anlässlich des Themas der Sendung eine Verschwörung gegen den Stuhl. In Folge 106 (mit dem Thema „Apokalypse“) taucht der Stuhl gar nicht auf. In der Folge 113 entwickelt der Stuhl ein Eigenleben: Lesch stellt ihn bewusst schief zur orangefarbenen Fläche hin. Ein paar Minuten später – bei der nächsten Einstellung – steht der Stuhl ausgerichtet da. In Folge 91 stellt Lesch den Stuhl auf die Matte. Kurz darauf steht der Stuhl am Rand der Matte, danach stellt Lesch den Stuhl wieder auf die Matte und setzt sich darauf. Als er dann wieder aufsteht, steht der Stuhl kurz darauf wieder am Rand der Matte. Nun nimmt Lesch den Stuhl in die Hand.

In der Folge 18 äußert Lesch das Zitat „Zufall ist das Pseudonym Gottes, wenn er nicht selbst unterschreiben will“. Eine Einblendung verweist auf Anatole France als Ursprung (wobei der Vorname fälschlicherweise ohne E geschrieben wurde). Das Zitat stammt in Wirklichkeit von Théophile Gautier; von France stammt die Aussage: „Der Zufall, das ist letztendlich Gott“.

In der Folge 51 wird als Wert für die Masse der Erde fälschlicherweise „6.000.000.000.000.000.000.000.000 t“ also 6 Quadrillionen Tonnen eingeblendet, tatsächlich sind es aber (näherungsweise) 6 Quadrillionen Kilogramm also 6 Trilliarden Tonnen.

In der Folge 74 wird als Wert der Lichtgeschwindigkeit fälschlicherweise „330.000.000 m/s“ eingeblendet, deren Wert für Faustformelberechnungen im Allgemeinen mit 300.000.000 m/s angegeben wird.

In der Folge 102 verwechselt Lesch stellenweise Energie und Leistung.

In der Folge 140 behauptet Lesch, am CERN wäre das Internet erfunden worden, tatsächlich wurde dort aber lediglich das World Wide Web begründet.

In der Folge 160 ist der Stuhl zu klein, als dass man ihn an das Ende der Matte hätte stellen können.

Die Frage eines Zuschauers, wie viele orangefarbene Pullover er denn hätte, beantwortete Lesch in Folge 156 mit der Aussage, es gäbe nur den einen, den er gerade anhat. Allerdings wurde gleichzeitig ein Text eingeblendet, es gäbe noch einen zweiten, falls Lesch mal den Kaffee verschütten sollte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leschs Kosmos wird zu Frag den Lesch. Abgerufen am 29. Juli 2015.
  2. Archiv: Leschs Kosmos. ZDF. 29. Juli 2015. Archiviert vom Original am 11. August 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zdf.de Abgerufen am 29. Juli 2015.
  3. Frag den Lesch. ZDF. 29. April 2012. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zdf.de Abgerufen am 26. August 2013.