Running Gag

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Ein Running Gag ist ein wiederkehrendes Element (eine Art „Leitmotiv“) der Komik und des Humors. Ein Witz oder eine Anspielung wird mehrmals wiederholt, oft jedoch in abgewandelter Form.

Running Gags können figurgebunden oder kontextgebunden sein, d. h., sie werden von derselben Person ausgeführt bzw. ausgesprochen oder sie werden eingebettet in gleiche bzw. vergleichbare Situationen. Es besteht jedoch die Gefahr, dass die Wiederholung langweilig wird bzw. an Originalität verliert.[1] Viele Gags werden in Variationen dargestellt, beispielsweise indem Richard Lugner in Wir sind Kaiser immer in verschiedenen Verkleidungen dargestellt wird, oder die kaputte Türklingel in der Bill-Cosby-Show immer einen überraschend neuen Ton von sich gibt.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Beispiele sind:

  • Dinner for One, ein Kurzfilm, der von mehreren Running Gags lebt und getragen wird.
  • In Rowan Atkinsons Mr. Bean wird regelmäßig ein hellblauer Reliant Regal von Mr. Bean umgekippt oder von der Straße gedrängt.
  • In fast allen Teilen der Police-Academy-Filmreihe geraten die Protagonisten in einen Schwulenclub namens „The Blue Oyster“ und werden zum Tanzen genötigt.
  • Asterix-Comics enthalten viele Running Gags (Obelix: Ich bin nicht dick!).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • John Vorhaus: Handwerk Humor. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-86150-363-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Running Gag – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oliver Pink: Wir sind Kasperl. Die Presse, 9. November 2007