François Barraud

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François Barraud: Das Atelier, 1928

François Barraud (* 24. November 1899 in La Chaux-de-Fonds; † 11. September 1934 in Genf) war ein Schweizer Maler, der der Neuen Sachlichkeit zugeordnet wird.[1]

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abschluss einer Lehre als Gipser und Maler besuchte François-Emile Barraud seit 1911 Abendkurse für Zeichnen und Modellieren an der École d'art appliqué in La Chaux-de-Fonds. 1922 war er als Handwerker in Reims tätig. 1924 übersiedelte er nach Paris, um im Louvre zu studieren. Es folgten Aufenthalte in Reims, Leysin, Vevey und La Chaux-de-Fonds, bis er sich 1931 in Genf niederliess, nachdem in der dortigen Galerie Moos eine erfolgreiche Ausstellung seiner Werke stattgefunden hatte. Sein durch schwere Krankheiten (wohl Tuberkulose) geprägtes kurzes Leben fand bereits drei Jahre später ein Ende.

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barraud beschränkte sich auf einen kleinen Kreis von Themen. Interessiert an der realen Welt schärfte er seinen Blick für das Unspektakuläre, das Alltägliche. Es sollten die Dinge in ihrer Einfachheit und Schönheit dargestellt werden. An die Stelle der künstlerischen Welterfindung trat der Respekt vor der Realität. Er schuf vornehmlich Bildnisse, darunter Selbstbildnisse sowie Doppelbildnisse von sich und seiner Frau, Aktdarstellungen, ferner Stillleben und vereinzelt Landschaften. In seiner Kunst orientierte sich Barraud an der sichtbaren Welt und wandte sich somit bewusst ab von der Formzertrümmerung der Expressionisten oder der anit-bürgerlichen Haltung der Dadaisten. Durch genaue Zeichnung und klare, glatt aufgetragene Farben erzielte er einen äussersten Grad von Realismus. Es entstanden nüchterne Kompositionen mit klarem Bildaufbau, sachlich-präzisen Personendarstellungen und oft symbolisch verschlüsseltem Hintergrund.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: François Barraud – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neue Sachlichkeit in der Schweiz, abgerufen 27. November 2016