Franz Deym von Střítež

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Graf Franz Deym, 1898, Karikatur aus Vanity Fair

Franz Graf Deym von Střítež (auch Franz de Paula Severin Wenzel Maria Philipp Benitius Graf Deym von Střítež; * 23. August 1838 in Neuschloß bei Hohenelbe, Böhmen; † 3. September 1903 in Eckersdorf, Landkreis Neurode) war ein österreichischer Diplomat und Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies.

Leben[Bearbeiten]

Franz Deym von Střítež entstammte dem böhmischen Adelsgeschlecht Deym. Seine Eltern waren der kaiserliche Kämmerer und Feldmarschalleutnant Franz de Paula Deym von Střítež (1807–1872) und Ludmilla von Waldstein-Wartenberg (1815–1857)[1], eine Tochter von Ferdinand Ernst von Waldstein. Er schlug zunächst eine militärische Laufbahn ein und war 1860 Leutnant. Ein Jahr später wechselte er in den diplomatischen Dienst und wurde im selben Jahr Gesandtschaftsattaché in St. Petersburg. 1869 war er Legationsrat beim Heiligen Stuhl, 1870 war er in Brüssel und 1874 in London. 1879 wählten ihn die böhmischen Großgrundbesitzer in den Reichsrat, in den er 1885 wiedergewählt wurde.

Ab 1887 war er Mitglied des Herrenhauses. Im selben Jahr wurde er Gesandter in München. Ein Jahr folgte die Ernennung zum Botschafter in London.

Familie[Bearbeiten]

Franz Deym von Střítež war mit Anna von Schlabrendorf (* 1852 in Breslau; † 1919 auf Neuschloß) verheiratet. Der Ehe entstammten die Kinder[2]

  1. Franz (1871–1925)
  2. Constantin (1873–?)
  3. Bianka (1874–1968), ∞ Anton Franz von Magnis[3]
  4. Maria (1877–1968)
  5. Johann (1881–?)

Werke[Bearbeiten]

  • Friedrich Graf Deym und die österreichische Frage in der Paulskirche. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1891

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Genealogie Waldstein
  2. [1]
  3. [2]
Vorgänger Amt Nachfolger
Karl Ludwig von Bruck Österreichisch-ungarischer Gesandter in München
12. Jan. 1887 – 18. Okt. 1888
Nikolaus von Wrede
Alajos Károlyi Österreichisch-ungarischer Botschafter in London
18. Okt. 1888 – 3. Sep. 1903
Albert von Mensdorff-Pouilly-Dietrichstein