Franz Stade

Carl Adolph Franz Stade (* 15. September 1855 in Jena[1][2]; † 20. Juli 1942 in Dresden[2]) war ein in Leipzig wirkender deutscher Architekt, Hochschullehrer und Fachbuchautor.
Wirken und Bedeutung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Franz Stade, ein Sohn des Altenburger Hofkapellmeisters Wilhelm Stade, war zunächst Lehrer an der Königlich-Sächsischen Baugewerkenschule Leipzig, dann Professor und von 1911 bis 1923 Rektor dieser Einrichtung (ab 1909 Königlich Sächsische Bauschule, ab 1920 Staatsbauschule Leipzig).[3][4]
Weit überregionale und bis in die Gegenwart andauernde Bedeutung erlangte Stade zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Autor von reich illustrierten Fachbüchern aus Teilgebieten des Bauwesens, die als „Lehrbücher zum Selbstunterrichte“ (so die Untertitel) gedacht waren. Die Werke bilden heute eine bautechnikgeschichtliche Grundlage zum baukonstruktiven Verständnis und für die Instandsetzung von Bauwerken der Gründerzeit, was zahlreiche seit 1989 erschienene Nachdrucke belegen.
Stade war ab etwa 1899 zudem Herausgeber der in 19 Bänden im Verlag Moritz Schäfer erschienenen Reihe „Die Schule des Bautechnikers“, in der er auch die eigenen Werke veröffentlichte.[5]
Privates
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Franz Stade heiratete am 8. März 1886 in Dresden Anna Helma Stenz.[6]
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Holzkonstruktionen. Lehrbuch zum Selbstunterrichte. (= Franz Stade [Hrsg.]: Die Schule des Bautechnikers. Band 13). Verlag von Moritz Schäfer, Leipzig 1904 (Digitalisat).
- Nachdrucke:
- Zentralantiquariat der DDR, Leipzig 1989, ISBN 978-3-7463-0169-3.
- Werner Verlag, Düsseldorf 1989, ISBN 3-8041-3161-1.
- Reprint-Verlag Leipzig, Holzminden 1994, ISBN 978-3-8262-1901-6.
- Reprint-Verlag Leipzig, 1996, ISBN 978-3-8262-1901-6.
- Bechtermünz Verlag im Weltbild Verlag, Augsburg 1997, ISBN 978-3-86047-572-0.
- Weltbild Verlag, Augsburg 1999, ISBN 978-3-86047-572-0.
- Reprint-Verlag Leipzig, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-8262-3002-8.
- Reprint-Verlag Leipzig in Primus Verlag, Darmstadt 2013, ISBN 978-3-8262-3053-0.
- Nikol Verlag, Hamburg 2022, ISBN 978-3-86820-695-1.
- Die Steinkonstruktionen. Lehrbuch zum Selbstunterrichte. Leipzig 1907. (BooksGoogle)
- Nachdrucke:
- Reprint-Verlag Leipzig, Holzminden 2002, ISBN 978-3-8262-1922-1.
- Salzwasser Verlag, Paderborn 2012, ISBN 978-3-8460-2214-6.
- Reprint-Verlag Leipzig, Darmstadt 2013, ISBN 978-3-8262-3047-9.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Franz Stade. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Laut K.-J. Kamprad: Friedrich Wilhelm Stade (1817–1902). Altenburg 2022, ISBN 978-3-95755-065-1, S. 72. – Getauft am 7. Oktober 1855 (Blätter von der Saale nebst priviligirten Jenaischen Wochenblättern, Nr. 123 vom 18. Oktober 1855, S. 668: Wöchentliche Kirchenliste, Getaufte).
- ↑ a b Einäscherungs Register 1942 von Dresden, Eintrag Nr. 83407; beigesetzt im Trinitatisfriedhof. (Abgerufen in ancestry.de.)
- ↑ 100 Jahre Staatsbauschule für Hoch- und Tiefbau Leipzig – 1838 - 1938. [Staatsbauschule für Hoch- und Tiefbau], Leipzig 1938, S. 26 ff. (Digitalisat).
- ↑ Festschrift. 175 Jahre Baukunst aus Leipzig. Hrsg. Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Fakultät Bauwesen. Druckhaus Köthen, 2013 (Digitalisat), S. 238 (Porträt: S. 239).
- ↑ Franz Stade: Die Holzkonstruktion. Lehrbuch zum Selbstunterrichte. Verlag von Moritz Schäfer, Leipzig 1904, S. VI (Vorwort).
- ↑ Heiraths-Neben-Register des Standesamts Dresden I 1886, Eintrag Nr. 119. (Abgerufen in ancestry.de.)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stade, Franz |
| ALTERNATIVNAMEN | Stade, Carl Adolph Franz (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt, Hochschullehrer und Fachbuchautor |
| GEBURTSDATUM | 15. September 1855 |
| GEBURTSORT | Jena |
| STERBEDATUM | 20. Juli 1942 |
| STERBEORT | Dresden |