Franz Vältl

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Franz Xaver Vältl (geboren 18. November 1881 in Lindkirchen; gestorben 30. Dezember 1953 in Weimar) war ein deutscher Fotograf und vor 1919 Hoffotograf in Weimar.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Vältl hatte seit 1908 ein eigenes Atelier in Weimar und war später Obermeister der Fotografen-Innung. Als Louis Held sich 1905 mit dem Großherzog Wilhelm Ernst überwarf, wurde Vältl zum neuen Hoffotografen ernannt.

Vältl war einer der Pioniere der Kleinbildfotografie, insbesondere mit der Leica Camera, und gab Spezialkurse zur Ausbildung von Fachfotografen in der Kleinbildtechnik an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar.

Vältl hatte 1911 beim Dritten Psychoanalytikerkongress in Weimar den Auftrag, ein Gruppenfoto zu machen, auf dem Sigmund Freud und Carl Gustav Jung (noch) nebeneinander zu sehen sind.

Vältl war Träger der Großherzoglichen Staatsmedaille.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Führer durch Weimar. Mit 12 Bildern nach photographischen Aufnahmen von Franz Vältl und einem Stadtplan. Leonard Schrickel, 1924
  • Das Leica-Portrait.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gitta Günther (Hrsg.): Weimar : Lexikon zu Stadtgeschichte. 2., verbesserte Auflage. Weimar : Böhlau, 1997
  • Franz Vältl gestorben, Nachruf, in: Die Fotografie 8(1954)2, Seite 57. VEB Wilhelm-Knapp-Verlag Halle (Saale) Link
  • Andreas Peglau, Michael Schröter: Relative Ruhe nach und vor dem Sturm. Der III. Psychoanalytische Kongress in Weimar 1911. In: Luzifer-Amor, Heft 52 (mit Anmerkungen über Vältl)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]