Franz von Beust

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Franz Joseph Freiherr von Beust (* 6. August 1776 in Rastatt; † 30. Dezember 1858 in Karlsruhe) war großherzoglich-badenscher Kammerherr und Generalmajor. Er war von 1814 bis 1832 Kommandeur der Leib-Grenadier-Garde.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er stammte aus der katholischen Linie des altmärkischen Uradelsgeschlechts der Freiherren von Beust. Seine Eltern waren der Oberstleutnant und Kammerherr Karl Ludwig Josef von Beust (* 9. Juli 1734; † 2. Dezember 1792) und dessen zweite Ehefrau Gräfin Maria Anna von Zedtwitz.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wurde bereits 1789 als Kadett aufgenommen. Im Jahr 1792 wurde er Seconde-Lieutenant im Leib-Grenadier-Regiment und nahm am Ersten Koalitionskrieg teil. Er kämpfte in den Niederlanden und wurde dort mit einer hannoverschen-badischen Einheit gefangengenommen. Er blieb darauf hin 18 Monate in französischer Kriegsgefangenschaft. Im Krieg von 1805 war er Stabshauptmann im Jäger-Bataillon, von 1806 bis 1807 Hauptmann im Infanterie-Regiment Harrant. 1809 wurde er in das Leib-Infanterie-Regiment Hochberg Nr. 3 versetzt. In der Schlacht bei Wagram war er dann Ordonanz-Offizier des Generals Legrand. 1814 führte er dann als Oberstleutnant das Bataillon der Leib-Grenadier-Garde in den Befreiungskriegen. Besonders in der Schlacht bei Paris am 31. März konnte er sich dabei auszeichnen. Kurz danach wurde er zum Oberst befördert und Kommandeur der Leib-Grenadier-Garde, die er auch im Feldzug 1815 führte. Im jahr 1832 wurde er dann zum Kommandeur der 1. Infanterie-Brigade ernannt, aber im gleichen Jahr noch auf eigenen Wunsch pensioniert. Er verlebte seine letzten Jahre in Karlsruhe, 1847 wurde er noch zum Generalmajor ernannt, bevor er am 30. Dezember 1858 verstarb.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der im Jahr 1808 in Bruchsal geschlossenen Ehe mit Nanette Gemehl (* 24. Februar 1785; † 29. April 1874) - Tochter des Oberamtmanns von Bruchsal Bernardo Gemehl und Apollonia Sommer - gingen mehrere Kinder hervor:

  • Eduard Caspar Alexander (* 2. Februar 1817; † 19. Oktober 1842)
  • Ludwig (* 31. August 1819; † 9. August 1888), Major ∞ Stefanie Stutz (* 18. Februar 1826)
  • Mathilde (* 10. August 1812) ∞ Karl Ludwig, Oberst und Kommandeur des Garde-Grenadier-Regiments
  • Emilie Maria Theresia (* 7. Januar 1814)
  • Pauline (* 13. Februar 1822) ∞ 1845 Josef Sommer, Generalauditor († 26. November 1847)
  • Elise (* 24. Juli 1823)
  • Adolf Ludwig Leopold (* 17. Februar 1829), Hauptmann ∞ 1861 Caroline von Reitzenstein (* 3. Oktober 1838) aus dem Haus Regnitzlosa

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]