Freie Evangelische Gemeinden in der Schweiz

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Freie Evangelische Gemeinden in der Schweiz (FEG Schweiz)
LogoFEG.svg
Rechtsform Gemeinnütziger Verein
Gründung 1910
Sitz Pfäffikon ZH, SchweizSchweiz Schweiz
Personen Peter Schneeberger (Vorsitzender)
Aktionsraum Schweiz
Schwerpunkt Dachverband der Freien Evangelischen Gemeinden in der Schweiz
Angestellte über 300 Angestellte[1]
Mitglieder 82 Bundesgemeinden (ohne Filial-Gemeinden und FEGs ausserhalb Bund - Stand 2015),[2] ca. 8.000 Mitglieder, schätzungsweise 9.500 Gottesdienstbesucher (Stand Oktober 2010)[3][4]
Motto Vielfalt in Einheit
Website www.feg.ch

Der Verband Freie Evangelische Gemeinden in der Schweiz (kurz FEG Schweiz, früher Bund FEG) ist ein gemeinnütziger Verband, der vor allem eigenständige Gemeinden, aber auch befreundete Gemeinden sowie Gemeinden der Inlandmission „Vision Schweiz“ evangelikaler umfasst. Der Verband gehört zur pietistisch-evangelikalen Tradition des Protestantismus. Als evangelische Freikirchen sind sie privatrechtlich organisiert und von anderen Kirchen institutionell unabhängig, verstehen sich aber als Teil der weltweiten Gemeinde Jesu Christi.

Glaubensgrundlage der FEG Schweiz und seiner Gemeinden ist die Bibel. Die Veranstaltungen von Freien Evangelischen Gemeinden stehen allen Interessierten offen. Die Mitarbeit in den Gemeinden und in der FEG Schweiz geschieht aus Überzeugung und vorwiegend ehrenamtlich – mit Zeit, Begabungen und Finanzen.

Die Gemeinden finanzieren sich hauptsächlich aus Spenden ihrer Mitglieder. Die Mitarbeit ist zum grössten Teil ehrenamtlich. Die FEG Schweiz unterstützt diese Gemeinden in geistlicher, personeller und administrativer Hinsicht.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz gibt es 93 Freie Evangelische Gemeinden, wobei ein Teil nicht Mitglied im Bund FEG ist. Schätzungsweise kommen 9.500 Gottesdienstbesucher auf etwa 8.000 eingeschriebene Mitglieder. Es gibt rund 250 angestellte Mitarbeitende in den Gemeinden.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erste Vorgängerin der Freien Evangelischen Gemeinden gilt die am 5. Oktober 1817 gegründete, in ihrer Organisationsform vom schottischen Kongregationalismus geprägte Eglise du Bourg-de-Four in Genf.[6] Die Gründung der FEGs geht zurück auf das Wirken von Karl von Rodt (1805–1861), der ab 1833 verschiedene freie erweckliche christliche Gemeinden gründete.[7] Die erste Freie Evangelische Gemeinde entstand aus der kleinen frankophonen Eglise de Dieu in Bern, welche vom Evangelisten Jean-François Ronget geleitet wurde.[8] Ihre urkundliche Ersterwähnung geht auf den September 1828 zurück. Diese Gemeinde wurde 1833 durch von Rodt übernommen.[9]

1877 schlossen sich die freien evangelischen Gemeinden zu einem Bund zusammen. Nach einer langen Durststrecke wurde der Bund am 5. Juli 1910 in Winterthur durch 17 Gemeinden unter dem Namen Bund der Freien Evangelischen Gemeinden in der Schweiz neu gegründet. 1970 wurden 30 Gemeinden gezählt, 1980 deren 38, 1990 57 und 2009 über 70 selbständige Gemeinden. Im Jahresbericht 2015 sind 82 Bundesgemeinden erwähnt.[10]

Beziehungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur FEG Schweiz gehört ein Sozialwerk, das Sonderschul- und Wohnheim Kinderheimat Tabor in Aeschi bei Spiez. Die FEG Schweiz war massgeblich am Aufbau des Bund Evangelischer Schweizer Jungscharen (BESJ) beteiligt und ist nach wie vor einer der wichtigsten Träger dieses Jugendverbands.

Viele Gemeinden sind Mitglied der lokalen Sektion der Evangelischen Allianz.[11]

Der Bund der Freien Evangelischen Gemeinden in der Schweiz ist Mitglied in der International Federation of Free Evangelical Churches (IFFEC), welche 1948 in Bern gegründet wurde, ihre Ursprünge jedoch auf das Jahr 1834 in Bern zurückführt.[12]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht FEG Schweiz 2015
  2. Jahresbericht FEG Schweiz 2015
  3. Alle Zahlen nach FEG Schweiz – Vielfalt in Einheit auf www.feg.ch
  4. Broschüre FEG Schweiz (PDF; 1,3 MB)
  5. FEG Schweiz – Vielfalt in Einheit auf der Website der FEG Schweiz (abgerufen am 9. September 2012).
  6. Hartmut Weyel: Zeittafel zur Frühgeschichte der Freien evangelischen Gemeinden. In: Ein Act des Gewissens. Erinnerungen an Hermann Heinrich Grafe. Bundes-Verlag, Witten 1988, 3-926417-50-1, S. 285.
  7. Rolf Ch. Strasser: Notizen zur Geschichte der Freien Evangelischen Gemeinden. Textarchiv der Evangelischen Fernbibliothek (PDF; 199 kB), S. 9.
  8. Armin Mauerhofer: Eine Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert. Karl von Rodt und die Entstehung der Freien Evangelischen Gemeinden in der Schweiz. Brunnen, Giessen / Basel 1987, ISBN 3-7655-9331-1 (Zugleich Dissertation Uni Bern 1986). S. 92.
  9. Geschichte der FEG Bern: Die Gründungszeit auf der Website der FEG Bern (abgerufen am 9. September 2012).
  10. Ueli Jungen: Die Freien Evangelischen Gemeinden in der Schweiz. In: Johannes Demandt (Hrsg.): Die Kirchen der Gegenwart. Band 4. In: Evangelischer Bund (Hrsg.): (= Bensheimer Hefte. Heft 114). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-87242-0, S. 134-137.
  11. Sektionen und Gemeinden ohne Sektion auf www.each.ch (abgerufen am 9. September 2012).
  12. Abschnitt History auf der Website der IFFEC (abgerufen am 9. September 2012).