Karl von Rodt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Karl von Rodt

Karl Samuel Adolf von Rodt (* 25. Oktober 1805 in Bern; † 26. Mai 1861 in Bern) war der Gründer der Freien Evangelischen Gemeinde in Bern.

Er stammte aus einer Berner Patrizierfamilie und schloss sich aus Protest gegen den Liberalismus und Rationalismus, der seiner Meinung nach damals in der Reformierten Kirche herrschte, der von der Westschweizer Erweckungsbewegung des Réveil geprägten französischsprachigen Eglise de Dieu in Bern an. 1829 wurde er deswegen von der Berner Regierung der Restaurationszeit zusammen mit anderen aus dem Kanton verbannt.

Er ging nach Genf, liess sich 1833 von Vertretern mehrerer freikirchlicher Gemeinschaften zum Verkündigungsdienst ordinieren und kehrte nach Bern zurück, wo die liberale Regenerationszeit angebrochen und Glaubensfreiheit bzw. Gewissensfreiheit eingeführt worden waren. In Bern, Thun, Steffisburg, Münsingen BE sowie im Emmental gründete er daraufhin christliche Gemeinden und nannte sie Freie Evangelische Gemeinden, weil sie vom Staat unabhängig waren. Daneben unterhielt er internationale Kontakte zu freikirchlichen Bewegungen in ganz Europa.

Die Berner Gemeinde gründete 1837 eine Evangelistenschule, 1840 eine Knabenschule, 1855 eine Mädchenschule und baute eine Kapelle, die von Bernhard von Wattenwyl gestiftet worden war und am 13. Januar 1861, kurz vor Rodts Tod, eingeweiht werden konnte.

Nicht zu verwechseln mit Karl von Rodt ist sein Schwager Karl Stettler-von Rodt (1802–1870), der langjährige Vorsitzende der Evangelischen Gesellschaft in Bern.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]