Friedrich Brandes (Politiker)

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Friedrich „Fritz“ Brandes (* 8. Oktober 1895 in Wendhausen; † 13. Dezember 1946 ebenda) war ein deutscher Politiker. Er war der erste frei gewählte Landrat des ehemaligen Landkreises Braunschweig nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach der Befreiung durch die Amerikaner im April 1945 wurde der Sozialdemokrat als Bürgermeister in Wendhausen eingesetzt. Er wurde er in den Kreistag und zum Landrat berufen. Nach den Kreiswahlen im Oktober 1946 bestätigte der Kreistag Brandes einstimmig als Landrat. Er war schon vor 1933 als aufrechter Demokrat bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Brandes besuchte die Volksschule in Wendhausen und erlernte anschließend den Beruf eines Tischlers. Später war er als Viehhändler tätig. Mit Kriegsbeginn 1914 meldete sich Brandes freiwillig als Soldat. Geprägt durch den Schrecken des Krieges trat er nach Kriegsende in die SPD ein. 1929 kam er in den Kreistag und wurde 1931 in den Gemeinderat von Wendhausen gewählt. Das Leitmotiv seines politischen Handelns: Er wollte nicht akzeptieren, dass es Menschen gab, die nichts besaßen und andere, die im Überfluss lebten. Bereits früh warnte er: „Wenn die Nazis an die Macht kommen, dann gibt es Krieg!“   

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Fritz Brandes am Abend des 30. März 1933 von einem örtlichen Kommando der SA in Wendhausen in sogenannte „Schutzhaft“ genommen und im Volksfreund-Haus in Braunschweig schwer misshandelt und bedroht. Der Grund für die „Schutzhaft“, die bis zum 18. April 1933 andauerte: Brandes hatte stets klar seine Meinung geäußert – auch gegen die Nazis. Nach den Misshandlungen wurde er gezwungen, „freiwillig“ auf sein Kreistagsmandat zu verzichten. Brandes wurde bis 1935 polizeilich überwacht. Er unterhielt weiterhin private Kontakte zu anderen Sozialdemokraten.

Nach der Befreiung am 11. April 1945 wurde Fritz Brandes wieder politisch aktiv. Rache an seinen Peinigern lehnte er ab: „Ich will kein Blut an den Händen haben“. Im Sommer 1945 erstattete er Strafanzeige gegen die mutmaßlichen Täter für seine Inhaftierung. Sie wurden dafür nie verurteilt. Fritz Brandes verstarb im Dezember 1946. Bis dahin engagierte er sich vor allem für die Unterbringung der Flüchtlinge. Die „Braunschweiger Zeitung“ würdigte ihn mit den Worten: „Damit verliert Braunschweig und die Sozialdemokratische Partei einen ihrer fähigsten Köpfe. Sein Leben war nur Arbeit und Kampf“.

Seine Tochter beschrieb ihn so: „Er war ein sehr streitbarer politischer Mensch. Er konnte gut mit Menschen umgehen und der Beruf eines Händlers lag ihm.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]