Friedrich Fröhling

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Friedrich Fröhling SAC (* 1903; † 26. Februar 1984 in Hamburg) war ein deutscher römisch-katholischer Ordenspriester. Er war Generalsekretär des Raphaelsvereins (1946–1975).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Fröhling trat 1925 der Ordensgemeinschaft der Pallottiner bei. 1931 empfing er die Priesterweihe. Er war für den 1871 gegründeten Raphaelsvereins zum Schutze Katholischer Auswanderer in Hamburg tätig, die unter anderem Verfolgten des NS-Regimes die Flucht von Deutschland nach Südamerika ermöglichten; 1941 wurde der Verein verboten.[1]

Nach Kriegsende leitete er den Wiederaufbau des Raphaelsvereins, einem Verein für Auswanderer, Auslandstätige, Flüchtlinge, binationale Paare und Rückkehrer. Er war dessen Generalsekretär von 1946 bis 1975.[2][3][1][4] Zudem engagierte er sich als Schiffskaplan und war dessen Direktor im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz.

1968 wurde er von Kardinal-Großmeister Eugène Kardinal Tisserant zum Offizier des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 29. Februar 1968 in Rom investiert.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Taschenbuch des öffentlichen Lebens, Bände 28-30, Festland Verlag 1980, Seite 608
  • Die Bundesrepublik Deutschland Staatshandbuch, C. Heymanns 1968, Seite 137

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lutz Eugen Reutter: Die Hilfstätigkeit katholischer Organisationen und kirchlicher Stellen für die im nationalsozialistischen Deutschland Verfolgten Hamburg 1969, Seite 325
  2. Pallottiner in Hamburg - Rektorat, Abgerufen am 2. August 2014
  3. Lutz Eugen Reutter: Katholische Kirche als Fluchthelfer im Dritten Reich: die Betreuung von Auswanderern durch den St. Raphaels-Verein Paulus Verlag 1971, Seite 128 und 281 ff.
  4. Jochen Oltmer: Migration steuern und verwalten: Deutschland vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Unipress, 2003, S. 347