Friedrich Wilhelm Karl Müller

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Friedrich Wilhelm Karl "F.W.K." Müller (* 21. Januar 1863 in Neudamm, Provinz Brandenburg; † 8. April 1930 in Berlin) war ein deutscher Orientalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch des Französischen Gymnasiums in Berlin, begann er dort im Wintersemester 1883/1884 das Studium der Theologie. Bald wechselte er jedoch zur Orientalistik und befasste sich insbesondere mit dem Arabischen, Chinesischen und Syrischen. Während des Studiums schloss er sich der Landsmannschaft Guilelmia an.[1] Seit 1887 war Müller wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum für Völkerkunde und wurde 1889 zum Dr. phil. promoviert. Von der Museumsleitung wurde er anschließend auf eine längere Reise in den Fernen Osten geschickt um sein theoretisches Wissen durch lebendige Eindrücke zu Ergänzen. Müller ist 1896 zum Direktorialassistenten ernannt worden und war von 1906 bis 1928 Leiter der Ostasiatischen Abteilung des Völkerkundemuseums. Er eignete sich immer mehr Sprachen, Japanisch, Koreanisch, Malaiisch, Samoanisch sowie die Sprache der Batak an, um in die Kultur dieser Völker einzudringen. Ihm gelang die Entzifferung der auf der Turfan-Expedition geborgenen mittelpersischen Handschriftenreste.

„Ein ganz Großer ist mit F.W.K. Müller dahingegangen, wie ihn ein Jahrhundert der Forschung nur einmal schenkt, ein Universalist, "ein anderer Humboldt", wie man ihn wohl einmal nannte.“

„F. W. K. Müller vom Ethnologischen Museum in Berlin, allgemein bekannt als F. W. K., schien auf dem Gebiet der Sprachen und Religionen ein fast allumfassendes Wissen zu besitzen. Es gab keine Sprache, von der ich feststellte, dass er sie nicht mit Leichtigkeit hätte lesen können.“

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1904 publizierte Müller hauptsächlich in den Abhandlungen und Sitzungsberichten der Preußischen Akademie der Wissenschaften, deren Mitglied er seit 1907 war. Einige dieser Studien wurden als separate Monografien veröffentlicht.

Dem christlichen, hauptsächlich aber buddhistischen türkischen Schrifttum wandte sich Müller mit seiner 1908 begonnenen Reihe Uigurica zu, deren 4. Folge 1931 von Annemarie von Gabain aus dem Nachlass herausgegeben wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heute: Landsmannschaft Brandenburg im CC zu Berlin.
  2. Ross, Both ends (1943), S. 262; aus dem Englischen übs.