Friedrich von Sachsen (1504–1539)

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Friedrich von Sachsen (* 15. März 1504 in Dresden; † 26. Februar 1539 ebenda) war seit 1537 Erbprinz des Herzogtums Sachsen aus der albertinischen Linie der Wettiner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich war der jüngere Sohn des Herzogs Georg von Sachsen (1471–1539), aus dessen Ehe mit Barbara (1478–1534), Tochter des Königs Kasimir IV. von Polen.

Friedrich war geistig behindert und wurde nach dem Tod seines älteren Bruders Johann sächsischer Erbprinz. Von seinem Vater erbfolgeberechtigt erklärt, wurde er am 27. Januar 1539 in Dresden mit der katholischen Elisabeth (ca. 1516–1541), Tochter des Grafen Ernst II. von Mansfeld-Vorderort und Schwester des Peter Ernst I. von Mansfeld vermählt. Friedrich starb schon vier Wochen nach der Eheschließung ohne Kinder zu hinterlassen, an genau dem Tag, an dem sein Vater die Erbhuldigung für ihn vorgesehen hatte, die noch zu seinen Lebzeiten stattfinden sollte. Vergeblich hatte Friedrichs Vater auf Ergebnisse des stattgefundenen Beilagers gehofft: “er verhoffe, sein gehorsamer lieber Sohn würde noch so vielen Samen hinter sich gelassen haben, daß seine Lande einen regierenden Herren haben mögen.[1]

Friedrich wurde in der Fürstenkapelle des Meißner Doms bestattet, sein Vater Georg hatte noch versucht, dessen Witwe mit seinem Neffen Moritz zu vermählen, doch scheiterte dieses Unterfangen am Veto von Moritz' Vater Heinrich den Frommen.

Georg der Bärtige starb kurz nach seinem Sohn Friedrich. Er war trotz seiner Söhne ohne Erben geblieben. Somit endete zunächst die Herrschaft katholischer Fürsten über das Herzogtum Sachsen, welches an Georgs lutherischen Bruder Heinrich den Frommen fiel.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Friedrich von Sachsen (1504–1539) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Guido Görres, Georg Maria von Jochner, George Phillips (Hrsg.): Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland, Volume 46, S. 587