Solms (Adelsgeschlecht)

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Stammwappen der Grafen von Solms

Das hessische Adelsgeschlecht Solms ist nach dem in seinem Lahngauer Stammgebiet befindlichen Solmsbach benannt. Ihr Stammsitz war seit etwa 1100 die Burg Solms im Stadtteil Burgsolms der heutigen Stadt Solms. Die letzten Reste dieser Burg wurden zwischen 1952 und 1954 abgerissen. Das Geschlecht zählte bis zur Abschaffung des Adelsstandes 1919 zum Hochadel und zu den Standesherren.

Geschichte[Bearbeiten]

Als Stammvater gilt der Edelherr Marquardus de Sulmese, der erstmals 1129 als Zeuge in der Stiftungsurkunde des Klosters Schiffenberg bei Gießen genannt wird.

Die Solmser traten nach dem Aussterben der Grafen von Luxemburg-Gleiberg gemeinsam mit den Herren von Merenberg und den Pfalzgrafen von Tübingen deren Erbe im mittleren Lahntal an. Ihr ältester Eigenbesitz (Allod) ist im Bereich der heutigen Stadt Solms zu suchen. Ursprünglich als Vögte von Worms im Solms- und Iserbachtal eingesetzt, gelang ihnen die Aneignung dieses Gebietes.

1212 tauchte ein nicht näher bezeichneter Graf Heinrich in den Urkunden auf. Da es sich dabei um Güter in Ober-Weidbach handelt, das im von den Solmsern beherrschten Erdagau liegt, liegt die Vermutung nahe, in ihm den ersten Grafen von Solms zu sehen. 1226 wurden die Grafenbrüder Heinrich und Marquard von Solms genannt.

Um 1250 wurde die Grafschaft in die Territorien Solms-Burgsolms (bis 1416), Solms-Königsberg (bis 1363) und Solms-Braunfels geteilt. Immer wieder war die Kontrolle über die „Hohe Straße“, die von Frankfurt über Wetzlar nach Köln führte und durch das Solmser Gebiet ging, Ziel der Solmser Grafen. Weitere Ziele waren die Kontrolle über das Reichskloster Altenberg bei Wetzlar sowie über die Reichsstadt Wetzlar selbst, das sie vor allem im 14. Jahrhundert mit den benachbarten Dynasten in Fehden verwickelte.

Frühe Linien: Burgsolms, Königsberg-Hohensolms und Braunfels[Bearbeiten]

Burgsolms[Bearbeiten]

Um das Jahr 1100 herum errichteten sich die Edlen von Solms ihren ersten Sitz in Burgsolms. Die Solmser, die seit 1223 den Grafentitel trugen, bauten einen von ihnen bewohnten befestigten Hof zu einer Wasserburg aus. 1376 nutzte Graf Johann IV. von Solms-Burgsolms die Unruhen innerhalb Wetzlars aus, um sich der Stadt zu bemächtigten. Kaiser Karl IV. hatte ihn beauftragt, den alten Rat wieder einzusetzen, jedoch übernahm der Graf die Stadtherrschaft selbst. Erst 1379 konnten die Wetzlarer Johann wieder vertreiben. 1384 wurde die stark befestigte Burg nach einer weiteren Fehde mit der freien Reichsstadt Wetzlar auf deren Betreiben vom Rheinischen Städtebund belagert. Graf Johann IV. von Solms-Burgsolms floh auf die benachbarte Burg Greifenstein, die Stammburg Solms wurde durch den Städtebund zerstört und nicht wieder aufgebaut. Als dann 1415 mit Johann IV. die Linie Solms-Burgsolms erlosch, fiel ihr gesamter Besitz an die Braunfelser als einzige verbliebene Linie.

Königsberg-Hohensolms[Bearbeiten]

Die Burg Königsberg wurde durch Graf Marquard von Solms (1225–55) erbaut. Bald darauf bildete sich, vermutlich durch die Entfernung zu den südlicheren Besitzungen um Burgsolms, eine gesonderte Linie der Familie, denn Marquards Sohn, Graf Reinbold von Solms (1255–73), nannte sich 1257 (und erneut 1266) Graf von Cunigesberg.[1] Durch die den Landgrafen von Hessen freundlich gesinnte Politik dieser Linie war das Verhältnis zu den Vettern von Braunfels und Burgsolms stets gespannt. 1321 bis 1323 wurde gegenüber der Burg Königsberg als neuer Herrschaftssitz die Burg Alt-Hohensolms erbaut. 1331 öffnete Graf Philipp von Solms-Königsberg dem Mainzer Stiftsverweser Erzbischof Balduin von Trier seine Burgen Alt-Hohensolms und Königsberg.[2] 1349 wurde Alt-Hohensolms durch die Reichsstadt Wetzlar zerstört. Als Ersatz wurde um 1350 zwei Kilometer nördlich die Burg Neu-Hohensolms gebaut. 1350 erwarb der hessische Landgraf Heinrich II. die Burg Königsberg, die nach dem Tod Philipps, des letzten Grafen von Solms-Königsberg, 1364 Sitz eines hessischen Amtes wurde. In den Auseinandersetzungen mit Wetzlar wurde auch Neu-Hohensolms 1356 und 1363 teilweise zerstört. Neu-Hohensolms fiel an die Linie Burgsolms. Mit dem Tode des Grafen Johann IV. von Solms–Burgsolms (1405–1415) starb auch diese Linie aus, Hohensolms fiel nun an die Braunfelser Linie und 1420 an deren Licher Zweig, welcher die Burg bis ins 19. Jahrhundert bewohnte.

Braunfels[Bearbeiten]

Burg Braunfels wurde 1246 erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich eine Verteidigungsburg gegen die Grafen von Nassau, wurde sie ab 1280 Wohnburg der Grafen von Solms. Nach Teilung des Adelsbesitzes unter den drei Linien und Zerstörung der Stammburg Solms durch den Rheinischen Städtebund wurde Schloss Braunfels 1384 neuer Stammsitz der Grafen von Solms-Braunfels, die als einzige der drei Linien überlebt haben und 1418 Erbe des gesamten Besitzes wurden.

Durch die Ehe des Heinrich von Solms-Braunfels mit Sophia von Ahaus-Ottenstein teilte sich 1324 kurzzeitig ein Zweig Solms-Ottenstein (in Westfalen) ab, der jedoch 1408 seine Burg an das Bistum Münster verlor und 1424 im Mannesstamme erlosch.

Nachdem 1418 die Herren von Falkenstein-Münzenberg ausstarben, konnten die Grafen von Solms-Braunfels kräftige Gebietszuwächse in der Wetterau verzeichnen, darunter die Herrschaften von Burg Münzenberg, Schloss Hungen, Schloss Lich und Schloss Laubach. Sie traten dem 1422 gegründeten Wetterauer Grafenverein bei, der 1495 auf dem Reichstag von Worms die Reichsstandschaft und eine Kuriatstimme im Reichsfürstenrat erhielt und ab 1512 einen ständigen Vertreter auf die Reichstage entsandte. Damit erlangte das Haus Solms die Reichsunmittelbarkeit.

Kurz nach diesem Erbfall wurde die Grafschaft erneut geteilt, diesmal in die Linien Solms-Braunfels (Bernhardinische Linie) und Solms-Lich (Johannische Linie). Diese Teilung blieb endgültig. Sie bildeten von nun an die beiden Hauptlinien, die sich später wiederum mehrfach teilten.

Jüngere Linien[Bearbeiten]

Fast vollständiges Herrschaftsgebiet des Solmser Adelsgeschlechts um 1648 (mit SO markiert)

Solms-Braunfels teilte sich 1607 weiter in die Zweige (mehrere Brüder: Gf Johann Albrecht I, Gf Wilhelm I, Gf Reinhard):

Solms-Lich teilte sich 1548 weiter in die Zweige:

Braunfelser Linie[Bearbeiten]

Wappen der Fürsten zu Solms-Braunfels

Der vollständige Titel des Regenten der Hauptlinie Solms-Braunfels, 1742 in den Reichsfürstenstand erhoben, war Fürst zu Solms-Braunfels, Graf zu Greifenstein, Lichtenstein und Hungen, Tecklenburg, Crichingen, Lingen, Herr zu Münzenberg, Rheda, Wildenfels, Sonnewalde, Püttlingen, Dorstweiler und Bacourt.

Als Folge eines Urteils des Reichskammergerichts fiel die westfälische Grafschaft Tecklenburg 1696 an das Haus Solms-Braunfels.[3] Graf Wilhelm Moritz von Solms-Braunfels verkaufte Tecklenburg 1707 an Preußen.

Anteile an der Herrschaft Butzbach waren bereits im 15. Jahrhundert von Solms-Braunfels erworben worden, weitere Anteile erwarb 1479 Solms-Lich; die Anteile wurden bis zum Verkauf an Hessen-Darmstadt 1741 gehalten, Verwaltungssitz war das Solmser Schloss in Butzbach.

Die Linie Solms-Braunfels teilte sich in einen älteren Ast, ansässig auf Schloss Braunfels, Kloster Altenberg und (bis 1974) auch auf Schloss Hungen. Der Braunfelser Besitz fiel mit dem Tod des letzten männlichen Nachkommen, Georg Friedrich Fürst zu Solms-Braunfels (1890–1970), an seinen Schwiegersohn Hans Georg Graf von Oppersdorff-Solms-Braunfels (1920–2003), danach an dessen Sohn Johannes. Der Begründer des jüngeren, katholischen Asts war Prinz Wilhelm Heinrich in Österreich-Ungarn. Dessen großer Grundbesitz in Böhmen, Mähren, Schlesien, Galizien und Lodomerien ging nach 1918 zu zwei Dritteln und 1945 ganz verloren.

Licher Linie[Bearbeiten]

Graf Philipp von Solms-Lich (1468–1544), Kupferstich von Albrecht Dürer

1461 erbte Graf Kuno von Solms zu Lich von seinem Großvater, Frank von Kronberg, Anteile an einem weiteren Bestandteil des Falkensteiner Erbes, das Amt Assenheim zusammen mit dem Rödelheimer Schloss. Mit Kunos Sohn Graf Philipp zu Solms-Lich (1468–1544), kaiserlicher Rat und Wirklicher Geheimer Rat beim sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen, erlangte das Haus Solms erheblichen Einfluss im Zeitalter der Reformation; Martin Luther soll auf dem Weg zum Reichstag zu Worms (1521) in Lich übernachtet haben, die Maler Lucas Cranach d. Ä. und Albrecht Dürer portraitierten ihn. Später diente er dem hessischen Landgrafen Philipp dem Großmütigen. Im Jahr 1537 erwarb er in der Niederlausitz die Herrschaft Sonnewalde und 1544 das Rittergut Pouch. Auf dem Sterbebett bekannte er sich zum evangelischen Glauben.

Seine Söhne teilten den Besitz des Hauses Solms-Lich unter sich auf, wobei Reinhard I. (1491–1562) die Ämter Lich und Hohensolms übernahm, die später an zwei Zweige fielen, die sich erst 1712 wieder vereinigten. Die Nachfahren seines jüngeren Bruders Otto (1496–1522) erhielten das Amt Laubach sowie die Besitzungen Sonnewalde und Pouch; Otto wurde zum Begründer des bis heute bestehenden gräflichen Hauses Solms-Laubach.

Mit dem Tod des Grafen Hermann Adolf Moritz von Solms-Lich (1646–1718) fiel sein Erbe an den entfernten Neffen Friedrich Wilhelm aus dem Zweig Solms-Hohensolms (1682–1744), der ab 1718 die Zweige Solms-Hohensolms und Solms-Lich zum bis heute bestehenden Ast Solms-Hohensolms-Lich vereinigte. Franz II., der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, erhob 1792 den Grafen Carl Christian zu Solms-Hohensolms-Lich in den Reichsfürstenstand. Dieser Ast besitzt bis heute das Schloss Lich und besaß bis 1968 auch die Burg Hohensolms.

Der Ast der Grafen zu Solms-Laubach teilte sich 1607 in die Zweige Laubach und Rödelheim, als Graf Johann Georg die Grafschaft unter seinen beiden ältesten Söhnen aufteilte: Albert Otto (1576–1610) erhielt Laubach, Utphe und Münzenberg und begründete die Grafschaft Solms-Laubach, welche sich bis 1676 im Besitz seiner Nachfahren, der Grafen zu Solms-Laubach, befand und dann an Johann Friedrich zu Solms-Wildenfels fiel, dessen Nachfahren den jüngeren Laubacher Zweig bilden, der bis heute Schloss Laubach und Kloster Arnsburg besizt (und bis 1928 auch das Hofgut Utphe und bis 1935 die Burg Münzenberg besaß).

Friedrich (1574–1636) erhielt Rödelheim, einen 5/12-Anteil an Assenheim und Petterweil als Grafschaft Solms-Rödelheim. Die Residenz der Grafen zu Solms-Rödelheim und Assenheim befand sich zunächst im Rödelheimer Schloss (1944 zerstört), heute wohnt dieser Zweig im Schloss Assenheim.

1537 hatte Graf Philipp von Solms-Lich die damals kursächsische Standesherrschaft Sonnewalde und 1544 das Rittergut Pouch gekauft; die Nachfahren seines jüngeren Sohnes Otto (1496–1522) erbten diese, zusammen mit Laubach. Graf Otto zu Solms-Laubach (1550−1612) war der erste, der in Sonnewalde residierte, er legte 1582 den Grundstein zum Bau des Schlosses. Der Besitz der Standesherrschaft Sonnewalde gewährte dem Haus eine Virilstimme auf der Herrenbank der Provinziallandtage der Kurmark Brandenburg und der Niederlausitz sowie einen erblichen Sitz im Preußischen Herrenhaus. Die Grafen zu Solms-Sonne(n)walde blieben bis zur Enteignung durch die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone 1945 in Sonnewalde ansässig, zu dessen Herrschaft auch die Güter Pouch, Hillmersdorf und Proßmarke gehörten. Durch Heirat kam 1914 eines der größten Güter der Niederlande, Schloss Weldam, an einen Zweig der Grafen zu Solms-Sonnenwalde, die dort bis heute ansässig sind.[4]

1596 kaufte Otto zu Solms-Laubach auch die Standesherrschaft Baruth samt den Gütern Mahlsdorf und Zesch, welche zum Markgraftum Niederlausitz gehörte. Ab 1615 bis 1945 residierte ein eigener Zweig, die Grafen zu Solms-Baruth auf Schloss Baruth, das nach 1671 erbaut wurde, und später auch auf Schloss Golßen. Die Standesherrschaft Baruth verlieh ihren Besitzern einen Sitz auf der Bank der Grafen, Prälaten und Herren auf den großen Landtagen zu Dresden, bis sie 1815 an Preußen kam, was einen erblichen Sitz im Preußischen Herrenhaus mit sich brachte.

1602 fiel Otto zu Solms-Laubach aufgrund einer Erbverbrüderung mit den Herren von Wildenfels ferner die Herrschaft Wildenfels (südwestlich von Zwickau) anheim, die 1706 unter kursächsische Herrschaft geriet, jedoch als Standesherrschaft Sonderrechte behielt. Die Grafen zu Solms-Wildenfels waren bis 1945 im Besitz des Schlosses Wildenfels.

Mediatisierung[Bearbeiten]

Im Reichsdeputationshauptschluss 1803 bekam das Haus Solms noch die Klöster Altenberg (zu Braunfels) und Arnsburg (zu Laubach) als Entschädigung für verlorene linksrheinische Gebiete zugesprochen; beide befinden sich bis heute im Familienbesitz. Doch 1806 endete die politische Selbständigkeit der Solms'schen Grafschaften und Fürstentümer: Durch Mediatisierung wurden die Fürstentümer Solms-Braunfels und Solms-Hohensolms-Lich zwischen Hessen-Darmstadt, Preußen, Württemberg und Österreich aufgeteilt, die Grafschaften Solms-Laubach und Solms-Rödelheim-Assenheim fielen an Darmstadt. Als Standesherren des Deutschen Bundes behielten die mediatisierten Fürsten und Grafen bis 1918 noch etliche Vorrechte, darunter gemäß der Deutschen Bundesakte die Ebenbürtigkeit mit den weiter regierenden Dynastien. Ferner konnten sie in den fürstlichen Zweigen die Anrede „Durchlaucht“, in den gräflichen die Anrede „Erlaucht“ beanspruchen.

Die Herrschaft Wildenfels hatte bereits 1706 ihre Reichsunmittelbarkeit an Sachsen verloren, die ihr verbliebenen Sonderrechte wurden durch Artikel 51 der Verfassung des Freistaates Sachsen vom 1. November 1920 ausdrücklich abgeschafft. Die Herrschaften Sonnewalde und Baruth waren hingegen nie reichsunmittelbar gewesen, allerdings behielten sie nach dem Übergang von Sachsen an Preußen 1815 weiterhin Sonderrechte als Freie Standesherrschaften.

Wappen[Bearbeiten]

Stammwappen
Mit Schindeln belegtes Wappen

Die ältesten Wappen der Grafen von Solms zeigen ein damasziertes Schildlein auf einem Schild. 1232 taucht zum ersten Mal ein Löwe auf den Wappen auf. Das Stammwappen zeigt in goldenem Schild einen blauen Löwen.

Zur Unterscheidung der Linien nahm Solms-Königsberg den mit sieben (3:2:2) blauen Schindeln belegten Schild als Wappen an, während sich Solms-Braunfels und Solms-Burgsolms durch die Helmzier unterschieden. Solms-Braunfels nahm als Helmzier einen blauen Löwen in goldenem Flug (nach der Falkensteiner Erbschaft wurde der Flug rot-gold geteilt)an, während die Siegel der Linie Solms-Burgsolms sowohl einen Löwen, als auch einen Löwen mit einer Forelle im Fang zeigen.

Nach der Falkenstein-Münzenbergischen Erbschaft wurde der Schild geviertelt. In den Feldern 1 und 4 der blaue Löwe auf goldenem Grund. In den Feldern 2 und 3 Rot und Gold geteilt (Wappen des 1255 erloschenen Geschlechts von Hagen-Münzenberg).

Der Mode der Zeit folgend vermehrte sich das Wappen der Grafen von Solms um die jeweiligen neuen Besitzungen bzw. Anwartschaften. Nach dem Kauf von Wildenfels und Sonnewalde durch Solms-Lich bzw. Solms-Laubach waren dies der silberne Löwe auf schwarzem Grund (Sonnewalde) und eine schwarze Rose auf goldenem Grund (Wildenfels). Beide Wappen sind heute noch Bestandteil der Wappen der Fürsten von Solms-Hohensolms-Lich sowie der Grafen von Laubach und ihrer Seitenlinien.

Das Wappen der Grafen bzw. Fürsten von Solms-Braunfels wurde um Lingen (goldener Anker auf blauem Grund), Tecklenburg (drei rote Seerosenblätter auf silbernem Grund) und Rheda (schwarzer, gold bekrönter Löwe auf silbernem Schild, mit drei goldenen Ringen belegt) sowie Chrichingen (silberner Schild mit einem roten Querbalken belegt), Püttlingen und Dorstweiler (roter Löwe auf silbernem Schild) und Beaucourt (goldenes Kreuz auf rotem Grund) erweitert. In verschiedenen Versionen kommen noch Greifenstein (goldener Schild mit vier grünen Eichenblättern, in den Ecken, belegt), Lichtenstein (drei blaue Balken auf silbernem Schild) sowie seltener Limpurg-Gaildorf (rot-silbern durch Rechen geteilter Schild und drei silberne Rauten auf blauem Grund).

Während, wie bereits beschrieben Solms-Hohensolms-Lich und Solms-Laubach die Wappenbestandteile Solms-Münzenberg-Sonnewalde-Wildenfels führen, kehrte Solms-Braunfels zum Stammwappen, dem blauen Löwen auf goldenem Grund zurück. Diesmal allerdings mit dem durch die blauen Schindeln bestreuten Schild.

Das jeweilige Wappen wird seit dem 17. Jahrhundert von einer Rangkrone geziert, entweder durch die Reichsfürstenkrone oder die Reichsgrafenkrone.

Bekannte Persönlichkeiten aus dem Haus Solms[Bearbeiten]

Burgen und Schlösser[Bearbeiten]

  • Kloster Altenberg: Grablege des Hauses Solms, ab 1802 im Besitz der Fürsten zu Solms-Braunfels
  • Kloster Arnsburg: Ehemaliges Zisterzienserkloster (1174 bis 1803), danach bis heute im Besitz der Grafen zu Solms-Laubach; barocke Teile als Schloss genutzt.
  • Schloss Assenheim: 1924 bis 1932 war es Sitz des von Max Graf zu Solms begründeten und als Mäzen unterhaltenen „Forscherheims Assenheim“, eines der ersten deutschen Gelehrtenkollegs.
  • Schloss Baruth, Niederlausitz
  • Schloss Braunfels: Stammschloss der Solmser. Zahlreiche Umbauten über 700 Jahre hinweg, zuletzt neoromanisch mit zahlreichen Türmen umgebaut (1880). Gotische Schlosskirche (14. Jh.)
  • Burgsolms: einstiger Stammsitz
  • Butzbach: Solmser Schloss
  • Schloss Golßen, Niederlausitz (Nebensitz zu Baruth)
  • Burg Greifenstein: Eine der bedeutendsten Festungen der Renaissance, heute Ruine. Deutsches Glockenmuseum.
  • Burg Alt-Hohensolms
  • Burg Hohensolms
  • Schloss Hungen: Dreiflügliges Renaissance-Schloss
  • Burg Königsberg
  • Schloss Laubach: Aus mittelalterlicher Wasserburg hervorgegangen, Renaissance- und Barockerweiterungen.
  • Schloss Lich: Aus mittelalterlicher Wasserburg hervorgegangene Vierflügelanlage der Spätrenaissance.
  • Burgruine Münzenberg: Burganlage mit zwei Bergfrieden.
  • Schloss Pouch, Niederlausitz
  • Schloss Rödelheim, heute Solmspark in Frankfurt-Rödelheim: Auf der Nidda-Insel gelegen, entstand er aus einem klassischen Landschaftspark, der im Jahr 1879 um das damalige Schloss des Grafen von Solms-Rödelheim angelegt wurde. Das Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und später vollständig abgetragen. Der Heimat- und Geschichtsverein Frankfurt Rödelheim hat im Jahre 2008 Teile der Grundmauern im Schlosspark Rödelheim wieder sichtbar gemacht, ein Modell des Schlosses und eine Informationstafel aufgestellt.[5]
  • Schloss Rösa, Niederlausitz
  • Schloss Sonnewalde, Niederlausitz
  • Schloss Weldam, Niederlande (seit 1914 Solms-Sonnenwalde)
  • Schloss Werdorf. Witwensitz: Kleines Barockschlösschen.
  • Schloss Wildenfels in Wildenfels, Kreis Zwickau

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haus Solms – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Valentin Ferdinand Guden: Codex diplomaticus exhibens anecdota Moguntiaca ius Germanicum, et S.R.I. Historiam illustrantia. Bd. 1–3, Göttingen 1743–1751.
  2. Heinrich Otto (Bearb.): Regesten der Erzbischöfe von Mainz von 1289-1396, Erste Abteilung, Zweiter Band 1328-1353. ND der Ausgabe Darmstadt 1932–1935, Aalen 1976.
  3. No. 1 des Kayserlichen und Reichs Cammer-Gerichts an die Hoch-Löbliche allgemeine Reichs-Versammlung zu Regenspurg abgelassenes Schreiben : sub dato Wetzlar, den 26. Julii, 1703 ; in abgeurtheilter und exequirten Sachen Solms contra Bentheim. 1722
  4. Website Schloss Weldam
  5. Siehe http://www.hgv-roedelheim.de/hgvr8.htm und http://www.hgv-roedelheim.de/hgvr9.htm