Fu Xi

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Nü Gua (mit Zirkel) und Fu Xi (mit Winkelmaß)

Fu Xi (chinesisch 伏羲, Pinyin Fú Xī) oder Pao Xi (庖牺, Páo Xī), Tai Hao (太昊, Tài Hào), auch Fúxī oder Fuxi, soll der erste der chinesischen Urkaiser gewesen sein, deren Mythen in der frühen Zhou-Zeit aufkamen. Der Legende nach ist er auch der Urahn der Menschen.

Er soll die Acht Trigramme des Yijing (I Ging, Buch der Wandlungen) erfunden haben, indem er über Himmel und Erde meditierte, und er soll den Menschen Melodie und Musik gebracht haben. Die Reihenfolge der acht Trigramme und 64 Hexagramme wurde mit seinem Namen in Zusammenhang gebracht und in Europa als eine formale Analogie zum Dualsystem angesehen. Er soll die Menschen darin unterrichtet haben, Netze zum Jagen und Fischen zu benutzen und geknotete Schnüre zum Messen von Zeit und Entfernungen. Auch soll er die Medizin erfunden haben. Als seine Gattin wird oft Nü Gua dargestellt. Angeblich erlernte er die Kunst des Schreibens von einem gelehrten Drachen. Dieser soll ihm am Ufer des Gelben Flusses begegnet sein.

In der Han-Zeit wurde Fu Xi dann zum Gott des Ostens und des Frühlings und sein Sitz war der rechteckige Erdaltar. Auf Wandreliefs der Han-Dynastie ist er oft als Schlangenmensch gemeinsam mit Nü Gua abgebildet.

Ein mingzeitlicher Tempel des Fu Xi aus dem Jahr 1490 befindet sich in Tianshui in der chinesischen Provinz Gansu.[1]

Lebenszeit und Regentschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Fu Xi zweifellos ins Reich der Legende gehört, gibt es verschiedene Vorschläge, seine Herrschaft zu datieren.

  • Nach Berechnungen des jesuitischen Missionars Martino Martini im 17. Jahrhundert soll Fu Xi 2952–2838 v. Chr. regiert haben.[2]
  • Häufig wird auch der Regierungszeitraum 2852–2738 v. Chr. genannt.[3]
  • Der Sinologe und Übersetzer James Legge gab als fiktives Geburtsdatum von Fu Xi das Jahr 3322 v. Chr. an.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fu Xi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.chinahighlights.com/tianshui/attraction/fuxi-temple.htm
  2. D. E. Mungello: Curious Land. Jesuit accomodation and the origins of sinology. Honolulu 1989, S. 132 PDF.
  3. Zum Beispiel in: Mathews Chinese-English dictionary, 13. Aufl. 1975, Appendix S. 1165.
  4. James Legge (Übs.): The sacred books of China. I Ching, 2. Aufl., S. 5 PDF.
VorgängerAmtNachfolger
Mythischer Kaiser von China
unklar
Shennong