Fulda-Marathon

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Leichtathletik Fulda-Marathon
Logo der Veranstaltung „Fulda-Marathon“
Austragungsort Fulda
DeutschlandDeutschland Deutschland
Erste Austragung 1977
Rekorde
Distanz 21,0975 km
Streckenrekord Männer: 1:10:07 h
SomaliaSomalia Ilyas Ilman, 2015

Frauen: 1:25:28 h
DeutschlandDeutschland Anna Janßen, 2013
Website Offizielle Website

Der Fulda-Marathon ist ein Halbmarathon, der jährlich Anfang September in der osthessischen Barock- und Bischofsstadt Fulda ausgetragen wird. Bis 2006 gehörte zu der Veranstaltung auch ein Marathonlauf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge des Fulda-Marathons reichen bis in die 1970er Jahre zurück. In den Jahren 1977 und 1978 fanden die ersten Fulda-Marathons sowie Kavallerie-Halbmarathons statt. Ausrichter waren das bis 1994 in Fulda stationierte 11. Panzeraufklärungsregiment Blackhorse (11th Armored Cavalry Regiment) der US-Armee und die amerikanische Militärgemeinde.

Der Kavallerie-Halbmarathon wurde von Teams ausgetragen, die aus mindestens 15 und höchstens 25 Läufern bestanden. Die Mannschaft musste die gesamte Strecke über in 2er-Formation laufen und der Mannschaftsführer musste einen Mannschaftswimpel mitführen. Mindestens 15 Läufer mussten das Rennen beenden.

Bald hatte sich der Kavallerie-Halbmarathon zur größten militärischen Sportveranstaltung in Europa entwickelt. [1] Erst in den letzten Jahren sprang die Faszination dieses Laufereignisses auch auf die regionale und überregionale Laufszene über. Für viele Läufer wurde der Fulda-Marathon zum zentralen Laufereignis im Laufkalender.

Am 29. August 1993 fand der Fulda-Marathon das letzte Mal unter der Regie der US-Amerikaner statt. Am Start waren 1260 Marathonläufer/innen, 792 Halbmarathonläufer/innen und 32 Mannschaften für den Mannschaftslauf, darunter zwei Männerteams und ein Frauenteam vom Lauftreff LG Fulda.

Mit dem Abzug der amerikanischen Truppen aus Fulda schien zugleich auch das Ende des Fulda-Marathon besiegelt. In einer beispielhaften Initiative hatte sich der Lauftreff Fulda jedoch entschlossen, die Tradition des Fulda-Marathon fortzusetzen. Speziell der Mannschaftslauf sollte dabei in seiner Einzigartigkeit erhalten bleiben. Ein kleines Team von fünf Läufern des Lauftreffs nahm die Organisation in die Hand.

So fand bereits 1994 der erste Fulda-Marathon unter der Regie des Lauftreffs Fulda statt. Von 1979 bis einschließlich 2006 wurde der Fulda-Marathon sowohl über die klassische als auch über die Halbdistanz ausgetragen, während ab 2006 die längste Strecke der Halbmarathon ist.

Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fulda-Marathon umfasst folgende Wettbewerbe (Stand: 2015):

  • Halbmarathon-Einzel (Herren, Damen)
  • Halbmarathon Team (Herren, Damen)
  • 10-KM-Lauf
  • Mini-Marathon Weiterführende Schulen (5 km)
  • Mini-Marathon Grundschulen (2,5 km)

Streckenführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Impressionen vom Start

Die Strecke ist ein DLV-vermessener Kurs für den Halbmarathon und die 10-KM-Strecke. Die Strecke führt durch die barocke Innenstadt von Fulda und entlang der Fulda-Auen bis zum Wendepunkt im Stadtteil Gläserzell. Mit ca. 32 Höhenmetern ist die Strecke recht eben und führt über Straßen und befestigte Wege.

Der Start und Ziel sind im Stadion der Stadt Fulda. Entlang der Unterstadt führt die Strecke am Dom vorbei durch die Innenstadt in den Schlossgarten und unterhalb des Frauenbergs auf die Landschaftsschleife nach Gläserzell zum Wendepunkt. Auf dem Rückweg entlang der Fulda über Maberzell führt die Strecke wiederum durch die historische Altstadt um dann nach Umrundung der beiden Ausweiher zum Ziel in das Stadion der Stadt Fulda zu führen.

Da Start und Ziel gegenüber der Haupttribüne im HLV-ausgezeichneten Stadion der Stadt Fulda liegen, bieten sich nicht nur den Läufern beim Zieleinlauf eine herausragende Kulisse, sondern auch den Zuschauern bietet sich viele Möglichkeiten, die Athleten entsprechend anzufeuern. Gerade auch im Bereich des Stadtschlosses, den die Läufer mehrfach passieren, findet hier eine lautstarke Unterstützung statt.

Seit 2013 wurde das Streckenangebot um die DLV-vermessene 10-KM-Strecke ergänzt, die zu weiten Teilen auf dem Halbmarathon-Kurs stattfindet.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streckenrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halbmarathon (vermessene Strecke; seit 2013)

  • Männer: 1:10:07 h, Ilyas Ilman, 2015
  • Frauen: 1:25:28 h, Anna Janßen

Halbmarathon (bis 2012)

Marathon

  • Männer: 2:28:42 h, Helmut Marenholz, 1996
  • Frauen: 2:49:47 h, Monika Moser (SUI), 1996

Siegerlisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halbmarathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Männer Zeit (Std.) Frauen Zeit (Std.)
11. Sep. 2016 Ilyas Ilman -2- 1:13:16 Katrin Schilde 1:38:00
13. Sep. 2015 Ilyas Ilman 1:10:07 Nina Vabic 1:26:00
14. Sep. 2014 Sammy Schu 1:13:24 Anna-Lisa Bechtloff 1:27:09
01. Sep. 2013 Johannes Arens 1:14:13 Anna Janßen 1:25:28
02. Sep. 2012 Niels Bubel 1:10:59 Katharina Purcz 1:25:39
04. Sep. 2011 Ybekal Daniel Berye 1:08:40 Anna Hahner/Lisa Hahner 1:24:20
05. Sep. 2010 Sascha Wingenfeld -3- 1:13:10 Daniela Kircher 1:30:15
06. Sep. 2009 Joachim Katzer -5- 1:16:38,0 Nadine Hübel 1:24:55,0
07. Sep. 2008 Dirk Schilde 1:15:10,7 Karin Schilde 1:36:00,1
02. Sep. 2007 Ralph Schmitt 1:16:56,2 Liesbeth van Nieuwenhoven -2- 1:29:19,3
03. Sep. 2006 Jürgen Austin-Kerl 1:09:41 Anke Holljesiefken 1:21:43
04. Sep. 2005 Jürgen Brähler 1:18:01,0 Karin Severin-Lenz 1:35:40,5
05. Sep. 2004 Uli Pfuhlmann 1:13:15,1 Liesbeth van Nieuwenhoven 1:29:48,7
07. Sep. 2003 Matthias Jahn 1:13:49,7 Heike Grob 1:25:45,0
01. Sep. 2002 Manfred Dusold 1:09:59,4 Monika Schuri 1:17:51,4
02. Sep. 2001 Sascha Wingenfeld -2- 1:12:39,5 Katrin Schneider 1:31:51,80
03. Sep. 2000 Sascha Wingenfeld 1:13:28,9 Kerstin Hurell 1:33:13,7
05. Sep. 1999 Joachim Katzer -4- 1:12:36,9 Gabi Nadler -2- 1:28:26,1
06. Sep. 1998 Thomas Herget 1:14:06 Petra Werthmann 1:31:59
07. Sep. 1997 Christian Bauer 1:09:20 Elfie Jergas 1:30:09
01. Sep. 1996 Joachim Katzer -3- 1:11:35 Gabi Nadler 1:26:49
03. Sep. 1995 Joachim Katzer -2- 1:12:32 Carmen Hildebrand -2- 1:29:57
04. Sep. 1994 Joachim Katzer 1:14:29 Carmen Hildebrand 1:36:01

Marathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Männer Zeit (Std.) Frauen Zeit (Std.)
2006 Thomas Lindner 2:51:25 Heike Grob 3:28:36
2005 Marco Diehl 2:38:41,5 Sigrid Schulmeyer 3:50:47,7
2004 Frank Jiptner -3- 2:34:16,5 Andrea Schellenberger 3:39:12,7
2003 Dimitrios Voulasikis 2:42:10,6 Urte Leonhardt 3:30:18,3
2002 Frank Jiptner -2- 2:33:04,4 Carmen Hildebrand 3:14:26,7
2001 Thomas Herget -3- 2:40:01,3 Gerlinde Ohlmann 3:29:28,3
2000 Helmut Marenholz -2- 2:32:24,1 Simone Stöppler -2- 3:05:59,6
1999 Frank Jiptner 2:36:40,8 Kerstin Hurell 3:20:56,1
1998 Richard Wick 2:39:01 Barbara Szlachetka (POL) 4:03:07
1997 Andreas Scheibelhut (D) 2:15:11 Simone Stöppler 2:59:10
1996 Helmut Marenholz 2:28:42 Monika Moser (SUI) 2:49:47
1995 Thomas Herget -2- 2:33:28 Janina Rosinka (POL) 3:28:14
1994 Thomas Herget 2:34:16 Gisela König 3:21:20

Entwicklungen der Teilnehmerzahlen (über alle Wettbewerbe)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Teilnehmer
2008 1517 ---
2009 1733 ---
2010 2208 ab 2010 Strecke durch die Innenstadt Fuldas
2011 2502 ---
2012 2604 ---
2013 3074 ab 2013 vermessene Strecken über 10 km und Halbmarathon
2014 2510 ---
2015 3063 ---

Entwicklungen der Finisherzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Halb-
marathon
davon
Frauen
Marathon davon
Frauen
2009 710 164 --- ---
2008 711 147 --- ---
2007 681 149 --- ---
2006 084
2005 118
2004 785 217 128 10
2003
2002 176 30
2001 174 15
2000 419 061 133 15
1999 375 067 129 17

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historische Grundlagen (Memento vom 18. Januar 2009 im Internet Archive)