Funar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Funar
Der Suco Funar liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Laclubar.
Daten
Fläche 89,73 km²[1]
Einwohnerzahl 1,166 (2015)[1]
Chefe de Suco Francisco Soares
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Bamatac 703
Fahi Lihun 155
Lawado 232
Maucucurian 76
Bamatac (Osttimor)
Bamatac
Bamatac
Koordinaten: 8° 45′ S, 125° 54′ O

Funar ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Laclubar (Gemeinde Manatuto).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funar
Orte Position[2] Höhe
Bamatac 8° 45′ S, 125° 54′ O 1192 m
Lawado 8° 45′ S, 125° 54′ O 1120 m
Sassahi 8° 46′ S, 125° 53′ O  ?
Funar 8° 45′ S, 125° 52′ O  ?

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Funar eine Fläche von 91,55 km².[3] Nun sind es 89,73 km².[1] Der Suco liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Laclubar. Südlich befindet sich der Suco Fatumaquerec, südöstlich der Suco Manelima und östlich die Sucos Orlalan und Batara. Im Norden von Funar liegt das Verwaltungsamt Laclo mit seinem Suco Uma Naruc und im Westen die zum Gemeinde Aileu gehörenden Verwaltungsämter Remexio mit dem Suco Faturasa und Lequidoe mit dem Suco Faturilau. Der Nördliche Lacló fließt entlang der Grenze Funars im Nordwesten. Zu seinem System gehören die meisten Flüsse, die in Funar entspringen: Der Hatobutaban, der Grenzfluss im Westen, der Aimaleum, der Mahonay und der Lago Coi, der Grenzfluss im Osten. Die Südgrenze entlang fließt der Buarahum, ein Quellfluss des Sáhen.[4]

Im Osten reicht der Verwaltungsamtshauptort Laclubar mit seinen Vororten in den Suco Funar hinein. Dies sind Bamatac (Batamac) und Lawado (Lavado). Im Süden liegt das Dorf Sassahi. Neben den öffentlichen Einrichtungen in Laclubar gibt es noch eine Grundschule in Sassahi. Ein größerer Ort westlich von Laclubar verfügt über eine Grundschule (Escola Primaria Funar),[5] einen Hubschrauberlandeplatz und eine medizinische Station.[6]

Im Suco befinden sich die vier Aldeias Bamatac, Fahi Lihun, Lawado und Maucucurian.[7]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Suco leben 1.166 Einwohner (2015), davon sind 617 Männer und 549 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 13,0 Einwohner/km². Im Suco gibt es 168 Haushalte.[1] Fast 95 % der Einwohner geben Idaté als ihre Muttersprache an. 2,5 % sprechen Tetum Prasa und eine Minderheit Adabe.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1905 wurde Funar von den Portugiesen überfallen. Das Kleinreich besaß eine große Büffelherde. Als man sich weigerte, diese zu verkaufen, beschwerte sich der verschmähte Käufer Manuel das Neves bei Gouverneur José Celestino da Silva und dieser schickte eine Strafexpedition gegen die vermeintlichen Rebellen. 800 timoresische Krieger in portugiesischem Dienst kämpften 26 Tage lang, Funar wurde geplündert und verwüstet. Die Überlebenden wurden nach Manatuto verschleppt. Das Territorium Funars wurde auf die benachbarten Reiche aufgeteilt.[9]

Durch die indonesischen Besatzung wurden die Bewohner Funars zwangsumgesiedelt. In den 1990ern kehrten sie in ihre alte Heimat zurück.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde João da Cruz zum Chefe de Suco gewählt.[11] Bei den Wahlen 2009 gewann Francisco Soares.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  4. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  6. UNMIT-Karte des Distrikts Manatuto, August 2008 (PDF; 581 kB)
  7. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  8. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Funar (tetum; PDF; 8,3 MB)
  9. Monika Schlicher: Portugal in Osttimor. Eine kritische Untersuchung zur portugiesischen Kolonialgeschichte in Osttimor 1850 bis 1912. Aberag, Hamburg 1996. ISBN 3-934376-08-8
  10. Judith Bovensiepen: Spiritual Landscapes of Life and Death in the Central Highlands of East Timor, Anthropological Forum, Volume 19, Number 3, November 2009 , pp. 323-338(16)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing