Orlalan

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Suco Orlalan
Der Suco Orlalan liegt im Südosten des Verwaltungsamts Laclubar. Der Ort Orlalan liegt im Nordwesten des Sucos
Daten
Fläche 68,95 km²[1]
Einwohnerzahl 4.841 (2015)[1]
Chefe de Suco Hermenegildo Soares
(Wahl 2009)
Orte Position[2] Höhe
Hatolalan 8° 45′ S, 125° 56′ O 1068 m
Hatomalos 8° 45′ S, 125° 56′ O 1037 m
Laclubar 8° 45′ S, 125° 55′ O 1120 m
Le'i 8° 45′ S, 125° 58′ O 1204 m
Nauleau 8° 45′ S, 125° 57′ O 1204 m
Orlalan 8° 45′ S, 125° 55′ O 1077 m
Pualaca 8° 47′ S, 125° 58′ O[3] ?
Torilalan 8° 45′ S, 125° 55′ O 1120 m
Orlalan (Osttimor)
Orlalan
Orlalan

Orlalan ist ein osttimoresischer Ort, Aldeia und Suco im Verwaltungsamt Laclubar (Gemeinde Manatuto).

Der Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Orlalan liegt im Nordwesten des Sucos, auf einer Meereshöhe von 1077 m und bildet den Osten des Siedlungszentrums Laclubar. Dessen Zentrum liegt im Suco Orlalan, es dehnt sich aber bis in die Sucos Funar und Batara aus. Hier befindet sich unter anderem die Grundschule des Sucos, die Escola Primaria Orlalan.[4]

Der Suco[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Orlalan leben 4.841 Einwohner (2015), davon sind 2.452 Männer und 2.389 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 70,2 Einwohner/km². Im Suco gibt es 687 Haushalte.[1] Fast 95 % der Einwohner geben Idaté als ihre Muttersprache an. Fast 3 % sprechen Tetum Prasa, Minderheiten Tetum Terik, Habun, Lolein oder Tokodede.[5]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Orlalan eine Fläche von 68,66 km².[6] Nun sind es 68,95 km².[1] Der Suco liegt im Südosten des Verwaltungsamts Laclubar. Westlich befinden sich die Sucos Funar und Manelima, nördlich die Sucos Batara und Fatumaquerec. Im Osten von Orlalan liegt das Verwaltungsamt Barique mit seinen gleichnamigen Suco und im Süden das Verwaltungsamt Soibada mit seinen Sucos Leo-Hat und Manlala. Die Westgrenze bildet der Fluss Bun, ein Quellfluss des Sáhen. Der Buco, der im Südosten Orlalans entspringt fließt später in den Dilor. Im Grenzgebiet zu Fatumaquerec und Batara entspringen zwei Flüsse die zusammen den Sumasse bilden. Er ist ein Nebenfluss des Nördlichen Laclós.[7]

Durch den Norden von Orlalan führt die Überlandstraße, die den Ort Laclubar mit der Gemeindehauptstadt Manatuto an der Nordküste Timors verbindet. An ihr liegen die Ortschaften aclubar, Torilalan, Orlalan, Hatolalan, Hatomalos, Nauleau und Le'i (Lei). Im Nordwesten zweigt eine Überlandstraße nach Süden ab in Richtung Soibada und Uma Boco. Im Westen von Orlalan liegt das Dorf Pualaca (Pualaka). Neben den öffentlichen Einrichtungen in Laclubar gibt es Grundschulen in Le'i/Nauleau und in Pualaca.[8]

Im Suco befinden sich die acht Aldeias Aimaulin, Diric Un, Fatulaun, Le'i, Naule'en, Orlalan, Pualaca und Torilalan.[9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laclubar war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es taucht in einer portugiesischen Liste von 47 Liurai-Reichen aus dem Jahre 1868 auf.

Laclubar war 1976 ein Rückzugsgebiet der FALINTIL, die gegen die indonesischen Invasoren kämpfte. Hier gründeten sie eine base de apoio, eine Widerstandsbasis, die Zuflucht für Flüchtlinge aus Laclubar, Soibada und Manatuto bot. Später wurde die Basis von den Indonesiern zerstört.[10] Im Ort Laclubar und in Le'i gab es Ende 1979 indonesische Umsiedlungslager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den indonesischen Besatzern umgesiedelt werden sollten.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde António Campos Soares zum Chefe de Suco gewählt.[11] Bei den Wahlen 2009 gewann Hermenegildo Soares.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Get Coordinate - Wiki Koordinaten ermitteln
  4. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  5. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Orlalan (tetum; PDF; 8,3 MB)
  6. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  7. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  8. UNMIT-Karte des Distrikts Manatuto, August 2008 (PDF; 581 kB)
  9. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  10. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

Koordinaten: 8° 45′ S, 125° 55′ O