Günther Albel

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Günther Albel

Günther Albel (geb. 8. Jänner 1974 in Villach, Kärnten) ist ein österreichischer Politiker (SPÖ) und seit 2015 Bürgermeister der Stadt Villach.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günther Albel wurde am 8. Jänner 1974 in Villach geboren. Er maturierte an der Handelsakademie Villach und ist im Zivilberuf Standesbeamter. Der begeisterte Sportler (Laufen und Floorball) ist verheiratet und hat zwei Kinder.[1][2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günther Albel ist seit 1998 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ). 2003 wurde er in den Gemeinderat der Stadt Villach gewählt, wo er von 2006 bis 2009 Klubsekretär des SPÖ-Gemeinderatsklubs war. Von Mai 2012 bis März 2015 war Günther Albel als Erster Vizebürgermeister zuständig für die Referate Bauangelegenheiten, Stadtplanung, Kultur, Jugend, Liegenschaften, Feuerwehr und Museum.

Albel wurde am 14. Juni 2014 einstimmig zum geschäftsführenden Vorsitzenden der SPÖ-Villach und bei der Gemeinderatswahl 2015 als Nachfolger von Helmut Manzenreiter zum Bürgermeister der Stadt Villach gewählt.[1]

Anfang 2016 gab es von Teilen der Bevölkerung und der Politik Kritik gegen die Umgestaltung der Henselkaserne in Villach, die das Innenministerium, im Verlauf der Flüchtlingskrise in Europa, für ca. 450 Flüchtlinge als Unterkunft vorgesehen hatte.[3] Nach Gesprächen zwischen Albel und der damaligen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, konnte man sich auf den neuen Standort Langauen einigen.[4]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundespräsidentenwahl kam es in Villach unter der Leitung von Günther Albel als Vorsitzendem der Bezirkswahlbehörde zu Fehlern bei der Auszählung der Stimmen und der Niederschrift des Wahlprotokolls.[5] Villach war damit zum Teil mitverantwortlich für die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs zur Wiederholung der Wahl. Wegen Verdacht auf Amtsmissbrauch eröffnete die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen Albel.[6] Dem Verfahren des VfGH schlossen sich die FPÖ und Norbert Hofer privat an. Sie wollen Vermögensschäden geltend machen.[7] Zu einer weiteren Panne kam es bei der Versendung der Einladungen an die Wahlbeisitzer. Diese wurden sämtlich für den Wahltag am 2. Oktober in das Wahllokal einer Musikschule geladen. Demnach wären über 200 Wahlbeisitzer, die normalerweise auf 70 Wahllokale aufgeteilt sind, an einem Ort tätig gewesen.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Günther Albel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lebenslauf von Bürgermeister Günther Albel (Memento des Originals vom 12. November 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.villach.at Abgerufen am 4. August 2016
  2. Zwölf Dinge, die man über Günther Albel wissen sollte (Kleine Zeitung) Abgerufen am 25. August 2016
  3. Vorerst keine Lösung für Asylunterkünfte (ORF) Abgerufen am 31. August 2016
  4. Dieser Grund soll das Quartier bei der Henselkaserne abwenden (Kleine Zeitung) Abgerufen 31. August 2016
  5. Amtsmissbrauch: Erste Wahlleiter im Visier der Strafermittler (Kurier) Abgerufen am 29. August 2016
  6. Wahlbehörde zeigt Villach wegen Briefwahl an (Österreich) Abgerufen am 29. August 2016
  7. BP-Wahl: Strafverfahren gegen Villacher Bürgermeister (Kurier) Abgerufen am 25. August 2016
  8. Villach verschickte unrichtige Einladungen an Wahlbeisitzer (die Presse) Abgerufen am 6. Dezember 2016