GPS-Woche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten daher möglicherweise demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Als GPS-Woche (englisch GPS week) wird eine durchlaufende Wochenzählung bezeichnet, die zu Jahresbeginn 1980 für das Satelliten-Navigationssystem Global Positioning System (GPS) der USA eingeführt wurde.

Die GPS-Woche beginnt am Sonntag um 00:00 UT; die durchlaufende, dreistellige Zählung der Wochennummer hat mehrere Gründe beziehungsweise Vorteile:

  1. eine einfache, genäherte Zeitangabe für verschiedene GPS-Dienste
  2. die dreistellige Zahl reicht für knapp 20 Jahre und benötigt nur 10 Bit (Zählung 0 bis 1023)
  3. Der präzise P-Code des GPS-Satellitensignals hat eine darauf abgestimmte Länge von 38 Wochen (266 Tage) und kann auf einfache Weise in verschiedene Segmente unterteilt werden (siehe P/Y-Code).
  4. Die genaue Zeitangabe einer GPS-Woche kann sich auf die Dimension Sekunde beschränken (1 Woche = 604.800 s), wodurch
  5. ein einfacher Bezug zur Atomzeit gegeben ist (konstante Differenz).

Im August 1999 führte das Erreichen von GPS-Woche 1023 (und zur UT-Mitternacht Samstag/Sonntag der Sprung auf Null) zu einer ähnlichen Situation wie 4 Monate später für das Jahr-2000-Problem erwartet wurde. Sie galt vielen als Testfall hierfür; es gab keine nennenswerten Pannen mit GPS-Empfängern.

In der mitteleuropäischen Zeitzone (MESZ) trat dieser besondere „End-of-Week Rollover“ um 2 Uhr morgens des 22. August ein, bei dem also der Wochenzähler der GPS-Zeit von 1023 auf 0 sprang. Solche Sprünge hätten Steuersysteme und Industrieanlagen verwirren können, die GPS-Signale als Zeitnormal benutzen, da diese Systeme auf das Datum 6. Januar 1980 zurückdatiert worden wären.

Der nächste Überlauf von 1023 auf 0 wird sich am 7. April 2019 ereignen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]