Garagenfirma

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Als Garagenfirma wird ein meist noch junges Unternehmen bezeichnet, dessen erste Büro-, Lager- oder Werkstatträume sich in einer Garage befinden.

Ersatzweise können anstelle einer Garage auch Schuppen, Keller oder die eigenen Wohnräume zur gewerblichen Nutzung herhalten.

In den USA lebt der Mythos vom Unternehmen, das seinen Weg in einer Garage begann, um schließlich den Weltmarkt zu erobern, bis heute fort. Insbesondere zur Zeit des „Internet-Booms“ um das Ende des 20. Jahrhunderts wurden „Garagenfirmen“ gern mit Risikokapital unterstützt.

Bekannte Beispiele für Garagenfirmen sind:

In Russland erlebte die schon zu Sowjet-Zeiten die Lücken der Planwirtschaft füllende Garagenwirtschaft nach der Perestroika Mitte der 1990er Jahre eine Blütezeit. Die Arbeiter von stillstehenden Fabriken produzierten in den Garagen in Handarbeit die Produkte weiter. Viele Firmen bestanden auch noch nach 20 Jahren trotz Unsicherheit bezüglich des rechtlichen Zustandes.[1][2][3] Im Jahr 2016 gingen Schätzungen davon aus, dass in Russland über ein Drittel aller Erwerbstätigen in der Schattenwirtschaft arbeiteten.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Putin fürchtet die "Garaschniki", Die Welt, 4, August 2016
  2. Am Rande der Legalität: Russlands Garagen-Wirtschaft, RBTH, 11. März 2016
  3. Garagenwirtschaft. In: дekoder | DEKODER | Journalismus aus Russland in deutscher Übersetzung |. 27. Oktober 2016 (dekoder.org [abgerufen am 19. Januar 2018]).
  4. Russlands Schattenwirtschaft boomt, dw, 27. November 2016