Garsebacher Schweiz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Blick auf den Götterfelsen

Die Garsebacher Schweiz und der Götterfelsen sind Naturdenkmäler im Landschaftsschutzgebiet Triebischtäler im Landkreis Meißen in Sachsen. Sie befinden sich linksseitig der Triebisch zwischen der Einmündung der Kleinen Triebisch und dem Stadtgebiet von Meißen. Der etwa dreieinhalb Kilometer lange Gangzug zwischen Korbitz und Garsebach gilt als das größte Pechsteinvorkommen der Erde.

Garsebacher Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Felsklippen der Garsebacher Schweiz liegen beim Ortsteil Garsebach der Gemeinde Klipphausen zwischen den Häusern von Obergarsebach und der Fichtenmühle. Sie bestehen aus grünem Pechstein und Felsit. An der Fichtenmühle bestand in der Vergangenheit ein Steinbruch, das dort gebrochene vulkanische Glas (Obsidian) fand als Rohstoff zur Flaschenglasproduktion Verwendung. Koordinaten: 51° 7′ 59″ N, 13° 26′ 40″ O

Blick vom Götterfelsen (1981)
Kreuz auf dem Götterfelsen (1903)

Götterfelsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Götterfelsen befindet sich wenig flussabwärts zwischen dem Meißener Ortsteilen Dobritz und Buschbad. Er erhebt sich 60 m über dem Tal der Triebisch und bietet einen guten Ausblick nach Südwesten in das Meißner Hochland. Der Fels besteht aus Pechstein, der an Klüften zu Felsit entglast ist. Koordinaten: 51° 8′ 2″ N, 13° 27′ 13″ O

Auf dem Felsen befindet sich ein 1843 errichtetes eisernes Gipfelkreuz, das in lateinischer Inschrift an die Gründung der Landesschule St. Afra erinnert.

Hohe Eifer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich des Götterfelsens befindet sich ebenfalls linksseitig des Flusses zwischen dem Buschbad und Triebischtal die Hohe Eifer. Auf der mit Mischwald bestandenen 214 Meter hohen Steilkuppe befinden sich Reste einer frühzeitlichen Wallanlage. Das Bodendenkmal weist eine Fläche von 100 × 120 Meter auf und ist eine Fundstätte von Keramiken der Lausitzer Kultur sowie des Hochmittelalters. Nach Osten fällt die Hohe Eifer über einen Felsabbruch 80 Meter zur Sohle der Triebisch ab. In diesem Bereich besteht eine etwa 300 Meter breite Pechsteinzone mit rotbraunen und violetten Biotit- und Plagioklas-Einschlüssen. Nach Norden schließt sich das Kerbtal eines Bächleins an. Koordinaten: 51° 8′ 13″ N, 13° 27′ 11″ O

Gegenüber dem Buschbad befinden sich im Steilhang die Reste mehrerer Steinbrüche.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 7′ 47″ N, 13° 26′ 6″ O