Klipphausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Klipphausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Klipphausen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 5′ N, 13° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Meißen
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 111,67 km2
Einwohner: 10.326 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 01665
Vorwahlen: 0351, 03521, 035204, 035244, 035245
Kfz-Kennzeichen: MEI, GRH, RG, RIE
Gemeindeschlüssel: 14 6 27 100
Gemeindegliederung: 43 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Talstraße 3
01665 Klipphausen
Webpräsenz: www.klipphausen.de
Bürgermeister: Gerold Mann (parteilos)
Lage der Gemeinde Klipphausen im Landkreis Meißen
Coswig (Sachsen)Diera-ZehrenEbersbach (bei Großenhain)GlaubitzGröditzGroßenhainHirschsteinKäbschütztalKlipphausenLampertswaldeLommatzschMeißenMoritzburgGröditzNiederauNossenNünchritzPriestewitzRadebeulRadeburgRiesaRöderaueSchönfeldStauchitzStrehlaThiendorfWeinböhlaWülknitzZeithainSachsenDresdenLandkreis BautzenLandkreis Sächsische Schweiz-OsterzgebirgeLandkreis MittelsachsenLandkreis NordsachsenBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Klipphausen ist eine Gemeinde im Zentrum Sachsens im Landkreis Meißen.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Klipphausen liegt etwa 11 km südlich von Meißen und rund 15 km nordwestlich von Dresden. Die A 4 führt durch den Süden der Gemeinde und ist über den Anschluss Wilsdruff (ca. 4 km) erreichbar. Die Gemeinde liegt im Meißner Hochland und im Elbtalkessel an den Linkselbischen Tälern – dazu gehören das Saubachtal, das Prinzbachtal, das Regenbachtal, der Eichhörnchengrund und Rehbocktal – und an der Kleinen Triebisch. Höchste Erhebung ist die Baeyerhöhe mit 322,3 NN auf der Lampersdorfer Gemarkung, der niedrigste Punkt die ca. 100 m ü. NN in der Elbtalsohle. Mit der unter Naturschutz stehenden Gauernitzer Elbinsel liegt eine der beiden sächsischen Elbinseln in der Gemeinde Klipphausen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Käbschütztal Meißen Coswig
Nossen Nachbargemeinden Radebeul
Dresden
Reinsberg Wilsdruff Dresden

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1950 wird Sachsdorf als Ortsteil in die Landgemeinde Klipphausen eingemeindet, am 1. März 1974 folgt Sora mit den Ortsteilen Lampersdorf und Lotzen. Am 1. Januar 1994 schließen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Klipphausen, Röhrsdorf und Weistropp (mit den Ortsteilen Hühndorf und Kleinschönberg) zur Großgemeinde Klipphausen zusammen.[2] Am 1. Januar 1999 kommen noch Scharfenberg (mit den Ortsteilen Bergwerk, Gruben, Pegenau, Reppina und Reppnitz, Batzdorf, Naustadt, Reichenbach, Riemsdorf, Bockwen-Polenz und Spittewitz) und Gauernitz (mit den Ortsteilen Constappel, Hartha, Pinkowitz und Wildberg) hinzu.[2] Zum 1. Juli 2012 erfolgt der Zusammenschluss von Triebischtal und Ortsteilen mit Klipphausen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung von Klipphausen
Gebietsstand 1. Januar 1990
Gebietsstand 1. Januar 1995
Gebietsstand 1. Januar 2000
Gebietsstand 1. Januar 2004
Gebietsstand 1. Januar 2013
Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Alttanneberg 01.07.1910 Zusammenschluss mit Neutanneberg zu Tanneberg
Batzdorf 01.07.1950 Eingemeindung nach Scharfenberg
Bockwen 01.01.1973 Zusammenschluss mit Polenz zu Bockwen-Polenz
Bockwen-Polenz 01.04.1993 Eingemeindung nach Scharfenberg
Burkhardswalde 01.01.1973 Zusammenschluss mit Munzig zu Burkhardswalde-Munzig
Burkhardswalde-Munzig 01.03.1994 Zusammenschluss mit Garsebach und Miltitz zu Triebischtal
Constappel[3][4] 01.10.1923
04.09.1928
Eingemeindung von Gauernitz
Umbenennung in Gauernitz
Garsebach 01.03.1994 Zusammenschluss mit Burkhardswalde-Munzig und Miltitz zu Triebischtal
Gauernitz 01.01.1999
Groitzsch 01.07.1950 Eingemeindung nach Burkhardswalde
Gruben[5] 01.04.1920 Umbenennung in Scharfenberg
Hartha[6] 01.04.1937 Eingemeindung nach Gauernitz
Kettewitz 01.04.1938 Eingemeindung nach Sönitz
Kleinschönberg 01.07.1950 Eingemeindung nach Weistropp
Kobitzsch 01.04.1937 Eingemeindung nach Ullendorf
Lampersdorf 01.07.1950 Eingemeindung nach Sora
Lotzen 01.07.1950 Eingemeindung nach Sora
Miltitz 01.03.1994 Zusammenschluss mit Garsebach und Burkhardswalde-Munzig zu Triebischtal
Munzig 01.01.1973 Zusammenschluss mit Burkhardswalde zu Burkhardswalde-Munzig
Naustadt 01.07.1950 Eingemeindung nach Scharfenberg
Neutanneberg 01.07.1910 Zusammenschluss mit Alttanneberg zu Tanneberg
Pegenau[7] vor 1880 Eingemeindung nach Gruben
Perne ? Eingemeindung nach Rothschönberg
Pinkowitz[8] 01.04.1937 Eingemeindung nach Gauernitz
Piskowitz 01.04.1938 Eingemeindung nach Sönitz
Polenz 01.01.1973 Zusammenschluss mit Bockwen zu Bockwen-Polenz
Reichenbach 01.07.1950 Eingemeindung nach Scharfenberg
Reppina[9] vor 1880 Eingemeindung nach Gruben
Reppnitz[10] vor 1880 Eingemeindung nach Gruben
Riemsdorf 01.07.1950 Eingemeindung nach Scharfenberg
Robschütz 01.07.1950 Eingemeindung nach Garsebach
Röhrsdorf 01.01.1994
Roitzschen 01.11.1935 Eingemeindung nach Miltitz
Roitzschwiese 1925 Umgemeindung von Robschütz nach Roitzschen
Rothschönberg 01.01.1973 Eingemeindung nach Tanneberg
Sachsdorf 01.07.1950
Scharfenberg 01.01.1999
Schmiedewalde 01.07.1950 Eingemeindung nach Burkhardswalde
Seeligstadt 01.07.1950 Eingemeindung nach Taubenheim
Semmelsberg 01.04.1939 Eingemeindung nach Garsebach
Sönitz 01.01.1974 Eingemeindung nach Taubenheim
Sora 01.03.1974
Spittewitz,
Gemeinde Reichenbach
01.07.1950 Umgliederung nach Bockwen
Tanneberg 01.01.1999 Eingemeindung nach Triebischtal
Taubenheim 01.11.2003 Eingemeindung nach Triebischtal
Triebischtal 01.07.2012
Ullendorf 01.07.1950 Eingemeindung nach Taubenheim
Weistropp 01.01.1994
Weitzschen 01.04.1938 Eingemeindung nach Sönitz
Wildberg 01.07.1950 Eingemeindung nach Gauernitz

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemarkungen innerhalb der Gemeinde Klipphausen

Die Gemeinde entstand 1999 aus dem Zusammenschluss dreier vormals selbständiger Gemeinden. Am 1. Juli 2012 kam die Gemeinde Triebischtal dazu. Ihr Gemeindegebiet wurde in drei weitere Ortschaften aufgeteilt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[11]
Wahlbeteiligung: 56,5 % (2009: 60,4 %)
 %
40
30
20
10
0
31,7 %
4,7 %
5,2 %
24,9 %
7,3 %
n. k.
9,6 %
16,8 %
BFW
BILET
BVT
TBBK
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
-25
-30
+15,0 %p
+4,7 %p
+1,9 %p
-28,0 %p
-16,5 %p
-3,4 %p
+9,6 %p
+16,8 %p
BFW
BILET
BVT
TBBK

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 22 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 7 Sitze
  • Bündnis Freie Wählergemeinschaft (BFW): 6 Sitze
  • Triebischtaler Bürgerbündnis Klipphausen (TBBK): 4 Sitze
  • Bürgervertretung Triebischtal (BVT): 2 Sitze
  • Bürgerinitiative Linkselbische Täler (BILET): 1 Sitz
  • FDP: 1 Sitz
  • SPD: 1 Sitz

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Miltitz befindet sich das Besucherbergwerk Kalkbergwerk Miltitz.

Die Garsebacher Schweiz ist als Naturdenkmal eingestuft.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Scharfenberg befindet sich Schloss Scharfenberg, in Batzdorf Schloss Batzdorf, in Klipphausen das Schloss Klipphausen (wahrscheinlich um 1528 erbaut), in Weistropp das Schloss Weistropp und in Gauernitz Schloss Gauernitz. Weiterhin gibt es auch einige Kirchen (z. B. in Naustadt, Sora und Röhrsdorf), Kapellen, Gehöfte bzw. ehemalige Rittergüter und historische Dorfzentren (z. B. Polenz).

Ein Ehrenmal von 1946 auf dem Friedhof des Ortsteiles Miltitz erinnert an 17 Häftlinge aus Polen und der Sowjetunion, die Opfer von Zwangsarbeit wurden.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Batzdorf ist Ursprungs- und Inspirationsort des Barock-Ensembles Batzdorfer Hofkapelle. 1993 fand hier das Gründungskonzert des Orchesters statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Schreier (* 29. Juli 1935) wuchs in Gauernitz auf, Sänger und Dirigent

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Gottlob Gerber (* 14. Oktober 1686 in Rothschönberg; † 10. April 1764 in Lockwitz), lutherischer Theologe und Historiker
  • Auguste Reuß zu Köstritz (* 26. Mai 1822 in Klipphausen; † 3. März 1862 in Schwerin), Großherzogin von Mecklenburg
  • Heinrich VII. Reuß zu Köstritz (* 14. Juli 1825 in Klipphausen; † 2. Mai 1906 in Trebschen), Diplomat
  • Julius Adolph Stöckhardt (* 4. Januar 1809 in Röhrsdorf; † 1. Juni 1886 in Tharandt), Agrikulturchemiker
  • Erhard Siedel (* 1. November 1895 in Röhrsdorf; † 16. November 1979 in der Schweiz), Schauspieler und Theaterregisseur
  • Ernst Schmidt (* 1. Februar 1920 in Garsebach; † 15. September 2000 in Oranienburg), Leichtathlet
  • Wulf Kirsten (* 21. Juni 1934 in Klipphausen), Lyriker
  • Dieter Wendisch (* 9. Mai 1953 in Gauernitz), Ruderer, Olympiasieger 1976 und 1980

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Schanze: Längst ist die letzte Schicht gefahren. Altbergbau zwischen Triebisch- und Elbtal. Klipphausen 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klipphausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt.
  3. Finanzministerialblatt für den Freistaat Sachsen, Nr. 1, 1924.
  4. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, S. 233.
  5. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, S. 234.
  6. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, S. 234, 235.
  7. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943.
  8. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, S. 234, 239.
  9. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943.
  10. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943.
  11. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014