Georg Braungart

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Oktober 2013

Georg Kilian Braungart (* 16. Juni 1955 in Schwäbisch Gmünd) ist ein deutscher Germanist. Er ist seit 2003 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Tübingen. Seine Brüder Wolfgang und Michael sind ebenfalls Professoren.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1975 bis 1982 studierte Braungart Germanistik, Geschichte und Philosophie in Freiburg i. Br., Göttingen und Tübingen. Zwischen 1985 und 1993 war er Hochschulassistent und Wissenschaftlicher Angestellter am Deutschen Seminar der Universität Tübingen am Lehrstuhl von Wilfried Barner. 1986 promovierte er mit einer Arbeit zum Barock mit dem Titel „Hofberedsamkeit. Studien zur Praxis höfisch-politischer Rede im deutschen Territorialabsolutismus“. Die Habilitation 1993 setzte sich mit der Einfühlungsästhetik als Gegenbewegung zu dekonstruktivistischen Tendenzen von Johann Gottfried Herder bis zum Fin de siècle auseinander. Sie trägt den Titel „Leibhafter Sinn. Der andere Diskurs der Moderne“.

Ab 1994 hatte Braungart einen Lehrstuhl für Deutsche Philologie/Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Regensburg inne, 2003 wurde er als Nachfolger von Jürgen Schröder auf einen Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur in Tübingen berufen. Am 1. Oktober 2011 hat er die Nachfolge von Josef Wohlmuth in der ehrenamtlichen Leitung des Cusanuswerks, der Bischöflichen Studienförderung der Katholischen Kirche, angetreten.[1] Die Arbeit mit den jungen Stipendiatinnen und Stipendiaten bewegte Braungart seine persönlichen Erlebnisse und Tätigkeiten im Cusanuswerk auf Twitter zu teilen. Unter dem Nutzerprofil @Cusanuswerk dokumentiert Braungart wichtige Veranstaltungen des Werkes.[2]

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Literaturgeschichte vom Barock bis zur Gegenwart (mit besonderen Schwerpunkten im 17., und 18. Jahrhundert sowie in der klassischen Moderne; Publikationen zur Literaturgeschichte von Notker dem Deutschen bis zu Martin Walser)
  • Literaturgeschichte und 'Körpergeschichte': Psychologie, Anthropologie, Medizin, Physiognomik
  • Literaturgeschichte und Wissenschaftsgeschichte, insbesondere Literatur und Geologie
  • Rhetorik – Ästhetik – Medienästhetik / 'historische Medienästhetik' – Multimedia in den Geisteswissenschaften

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hofberedsamkeit. Studien zur Praxis höfisch-politischer Rede im deutschen Territorialabsolutismus. Tübingen: Niemeyer 1986.
  • Leibhafter Sinn. Der andere Diskurs der Moderne (= Studien zur deutschen Literatur. Bd. 130). Tübingen: Niemeyer 1995.
  • (Mithrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft (3. Auflage/völlige Neufassung des von Paul Merker und Wolfgang Stammler begründeten Standardwerks)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.cusanuswerk.de/de/startseite/archiv-aktuelles/detailansicht/deutsche-bischofskonferenz-beruft-neuen-leiter-fuer-das-cusanuswerk/
  2. https://twitter.com/cusanuswerk