Geprüfter IT-Projektleiter

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Geprüfter IT-Projektleiter (englisch Certified IT Business Manager) ist eine Aufstiegsfortbildung auf Meisterebene gemäß der IT-Fortbildungsverordnung (Verordnung über die berufliche Fortbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik). In der Fortbildungsstruktur der Industrie- und Handelskammer gehört der Geprüfte IT-Projektleiter zu den Operativen Professionals, im Deutschen Qualifikationsrahmen ist er der Niveaustufe 6 zugeordnet.

Zulassungsvoraussetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung in einem IT-Beruf und 2-jährige einschlägige Berufspraxis und Qualifikation zum IT-Spezialisten oder Ausbildung in einem sonstigen Ausbildungsberuf und 3-jährige einschlägige Berufspraxis und Qualifikation zum IT-Spezialisten oder 6-jährige einschlägige Berufspraxis im IT-Bereich und Qualifikation zum IT-Spezialisten.

Die Qualifikation zum Spezialisten bezeichnet die Festschreibung von 29 Spezialistenprofilen, die durch die Sozialpartner und den DIHK vereinbart wurden. Diese wurden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Nachweis eines „zertifizierten Spezialisten“ ist möglich durch:

  • ein Zertifikat einer Personalzertifizierungseinrichtung gemäß TGA-Modell (EN 45013) oder
  • ein anderes Zertifikat, dass den Inhalten eines Spezialistenprofils entspricht oder
  • ein betriebliches Zeugnis, das sämtliche Inhalte eines Spezialistenprofils bestätigt

Aufgabenfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ziel der Prüfung ist der Nachweis der Qualifikation zum Geprüften IT-Projektleiter/zur Geprüften IT-Projektleiterin (Certified IT Business Manager) und damit die Befähigung, in Betrieben, die Produkte oder Dienstleistungen der Informations- und Kommunikationstechnologie herstellen, anbieten oder anwenden, einmalige Vorhaben, die gekennzeichnet sind durch spezifische Ziele,zeitliche, finanzielle und personelle Begrenzungen sowie eine projektspezifische Organisation, in der Projekt- und Linienorganisation selbständig und eigenverantwortlich zu leiten, sich auf neue Technologien, auf veränderte lokale und globale Marktverhältnisse, auf Methoden des Selbst- und Prozessmanagements flexibel einzustellen sowie den technisch-organisatorischen Wandel unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Akzeptanz zu gestalten, Aufgaben der Mitarbeiterführung wahrzunehmen.“

– Auszug aus der IT-Fortbildungsverordnung

Inhalte der Ausbildung gemäß IT-Fortbildungsverordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Mitarbeiterführung und Personalmanagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Personalplanung und -auswahl:
    • Personalbedarfsermittlung
    • Personalauswahlgespräche Arbeits- und Ausbildungsverträge
    • Mitarbeiter- und Teamführung: Mitarbeiterbeurteilung
    • Führungsmethoden und -techniken
    • Motivieren von Mitarbeitern
    • Fördern beruflicher Entwicklung
    • Methoden zur Lösung betrieblicher Konflikte
  • Personalentwicklung: Ermittlung des Qualifizierungsbedarfs
    • Methoden der Unterweisung / Coaching
    • Zusammenarbeiten mit zuständigen Stellen, Bildungsträgern und Berufsschulen
    • Arbeitsrecht: Betriebsverfassungsgesetz, Berufsbildungsgesetz, Tarifrecht
    • Arbeitsschutzbestimmungen, Arbeitszeitordnungen
    • Berücksichtigen von Rechtsbestimmungen beim Personaleinsatz von Fremdfirmen
    • Arbeitnehmerüberlassungsgesetz
    • Sozialversicherungs- und Schwerbehindertenrecht

IT-Spezifische Fachaufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Projektmanagement:
    • Durchführen von Projekten
      • Projektstrukturierung
      • Aufwandsschätzung, Ressourcenplanung, Kostenplanung und Risikoanalyse
      • Qualitätsmanagement;
  • Betriebswirtschaft:
    • Planen, Beurteilen und Beeinflussen von betrieblichen Abläufen
    • Kalkulationsverfahren
    • Kosten- und Leistungsrechnung
    • betriebswirtschaftliche Bewertung

Betriebliche Projektarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Themengebiete sind möglich:

  • Analysieren von Projektkenngrößen und Designen von IT-Lösungen
  • Implementieren und Integrieren der Lösungskomponenten, Durchführen von Tests und Abnahme der Produkte oder Lösungen
  • Planen, Steuern und Kontrollieren von IT-Entwicklungsprojekten

Prüfungen gemäß IT-Fortbildungsverordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Prüfungen des Geprüften IT-Projektleiters sind in § 9 und § 10 festgehalten. Dabei teilen sich die Prüfungen in schriftliche und mündliche ein.

  1. schriftliche Prüfungen
    • Profilspezifische IT-Fachaufgaben (Situationsaufgaben 1 bis 3)
    • Mitarbeiterführung und Personalmanagement (Situationsaufgaben 1 und 2)
    • schriftliche Projektdokumentation
      • Umfang je nach Kammer (Regelfall max. 30 Seiten und max. 20 Seiten Anhang)
      • Eingangsvoraussetzung zur Zulassung zum mündlichen Fachgespräch
  2. mündliche Prüfung
    • Präsentation des Projektes
    • Fachgespräch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]