Gerd Mielke

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Politikwissenschaftler Gerd Mielke. Zum Pädagogen siehe Gerd Willy Mielke.

Gerd Mielke (* 22. Dezember 1947 in Schleswig) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Honorarprofessor für Landespolitik am Institut für Politikwissenschaft der Universität Mainz und ehemaliger Mitarbeiter der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerd Mielke studierte von 1969 bis 1974 Geschichte, Politikwissenschaft und Anglistik an der Universität Freiburg. Danach war er Doktorand bei Dieter Oberndörfer. 1984 wurde er promoviert und war dann Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Akademischer Rat am Seminar für wissenschaftliche Politik der Universität Freiburg, seit 1980 ist er Mitglied der „Arbeitsgruppe Wahlen Freiburg“. Von 1992 bis 2004 war er unter den Ministerpräsidenten Rudolf Scharping und Kurt Beck Mitarbeiter in der Staatskanzlei des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz, u.a. Leiter der Abteilung „Grundsatzfragen und Regierungsplanung“ und Leiter der Stabsstelle Grundsatzfragen. Seit 2004 ist er Leiter der Stabsstelle Beziehungen der Hochschulen zum Ausland am Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz. 2004 wurde er Honorarprofessor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Mainz.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerd Mielke beschäftigt sich vorrangig mit der Erforschung von landespolitischen Fragen. Diese Spezialisierung steht in engem Zusammenhang mit seiner langjährigen Tätigkeit in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei. Daneben forscht und lehrt er auf den Gebieten der Wahlsoziologie, der Parteienforschung und dem Forschungsfeld zur Entwicklung von Regierungszentralen.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Ulrich Eith: Auf dem (Rück-) Weg zur "Demokratiewissenschaft"? Anmerkungen zur Parteien- und Wahlforschung. In: Carsten Koschmieder (Hrsg.): Parteien, Parteiensysteme und politische Orientierungen. Aktuelle Beiträge der Parteienforschung. Wiesbaden 2017, S. 11 - 26.
  • mit Ulrich Eith: Gesellschaftlicher Strukturwandel und soziale Verankerung der Parteien.. In: Elmar Wiesendahl (Hrsg.): Parteien und soziale Ungleichheit. Wiesbaden 2017, S. 39–61.
  • Cleavage-Strukturen und ihre Kultivierung: Regionale politische Kultur in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In: Nikolaus Werz, Martin Koschkar (Hrsg.): Regionale politische Kultur in Deutschland. Fallbeispiele und vergleichende Analyse. Wiesbaden 2016, S. 165–188.
  • "Thick description" als Forschungstrategie. Theoretische und methodische Probleme bei der Analyse von Informalität in Staatskanzleien. In: Stephan Bröchler, Timo Grunden (Hrsg.): Informelle Politik. Konzepte, Akteure und Prozesse. Wiesbaden 2014, S. 177–204.
  • Politik im neuen Rahmen? Anmerkungen zur gegenwärtigen Lage der SPD. In: spw - Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft. Heft 205, 6/2014, S. 20–27.
  • Parteiensysteme, gesellschaftliche Konflikte und komplexe Wählermärkte. Zur Repräsentations- und Integrationsfähigkeit politischer Parteien. In: Karl-Rudolf Korte, Timo Grunden (Hrsg.): Handbuch Regierungsforschung. Wiesbaden 2013, S. 175–186.
  • mit Ulrich Eith: Volksentscheide versus Parteiendemokratie? Das Lehrstück Stuttgart 21. In: Uwe Wagschal, Ulrich Eith, Michael Wehner (Hrsg.): Der historische Machtwechsel: Grün-Rot in Baden-Württemberg. Baden-Baden 2013, S. 155–165.
  • Landtag, Ministerpräsident und Landesregierung: das Regierungssystem Baden-Württembergs. In: Siegfried Frech, Reinhold Weber, Hans-Georg Wehling (Hrsg.): Handbuch Landespolitik. Stuttgart 2011, S. 34–64.
  • mit Ulrich Sarcinelli, Jürgen W. Falter, Bodo Benzner (Hrsg.) Politik in Rheinland-Pfalz. Gesellschaft, Staat und Demokratie. Wiesbaden 2010.
  • Mitgliederparteien im Sog der Amerikanisierung. In: Uwe Jun, Oskar Niedermayer, Elmar Wiesendahl (Hrsg.): Zukunft der Mitgliederpartei. Opladen / Farmington Hills 2009, S. 53–69.
  • I´ll get by with a little help from my friends. Zum Verhältnis von Parteien und bürgerschaftlichem Engagement. In: Daniel Dettling (Hrsg.): Parteien in der Bürgergesellschaft. Wiesbaden 2005.
  • Adieu les enfants – Die SPD auf dem Weg ins Ungewisse. In: Berliner Republik. 3/2003.
  • mit Ulrich Eith (Hrsg.): Gesellschaftliche Konflikte und Parteiensysteme. Länder- und Regionalstudien. Wiesbaden 2001.
  • mit Ulrich Sarcinelli, Jürgen W. Falter, Bodo Benzner (Hrsg.): Politische Kultur in Rheinland-Pfalz. Mainz 2000.
  • Sozialer Wandel und politische Dominanz in Baden-Württemberg. Eine politikwissenschaftlich-statistische Analyse des Zusammenhangs von Sozialstruktur und Wahlverhalten in einer ländlichen Region. Duncker u. Humblot, Berlin 1987, ISBN 3-428-06204-3 (Dissertation).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]