Gerhard Bauer (Literaturwissenschaftler)

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Gerhard Bauer (* 18. September 1935 in Diez) ist ein deutscher Germanist und Literaturwissenschaftler.

Gerhard Bauer studierte Germanistik, Philosophie, Theologie und Geschichte an den Universitäten Marburg, Göttingen und Columbus/Ohio. In Marburg wurde er 1962 mit einer Arbeit über „Abhängigkeitsbewusstsein und Freiheitsgefühl im Werk Hofmannsthalspromoviert. Im Anschluss war er bis 1969 wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Universität Darmstadt, wo er im Jahr 1969 mit einer Arbeit über die „Poetik des Dialogs“ habilitiert wurde. Nach Lehrtätigkeiten als Privatdozent an den Universitäten Darmstadt, Freiburg und Frankfurt am Main folgte er 1971 einem Ruf an die Freie Universität Berlin, an der er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 Neuere Deutsche Literatur lehrte.

Während dieser Zeit nahm er Gastprofessuren an der University of Wisconsin–Madison 1981 und an der Peking-Universität 1989/90 wahr, als externer Gutachter war er außerdem 1982/83 für die Makerere-Universität in Kampala tätig.

Forschungsthemen in Stichworten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aufklärung, Exilliteratur, Lyrik und Kürzestprosa, Interkulturelle Literatur in Deutschland
  • Aufsätze zu Problemen der Literaturtheorie und Ästhetik, Deutschdidaktik, Literatursoziologie
  • Bauer ist Autor von Aufsätzen über Lessing, Lenz, Kleist; Mörike, Büchner, Nietzsche, Heine; Franz Kafka, Robert Musil, Heinrich Mann, Valéry, Lasker-Schüler, Bloch, Brecht, Seghers, Reichwein, Jung, Mühsam, Arnold Zweig; Borchert, Bachmann, Celan, Lec, Bobrowski, Hilbig, Tawada, Fried, Enzensberger

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geschichtlichkeit. Wege und Irrwege eines Begriffs, Berlin 1962
  • Zur Poetik des Dialogs. Leistung und Formen der Gesprächsführung in der neueren deutschen Literatur, Darmstadt 1969
  • G.E. Lessing: "Emilia Galotti", München 1987
  • Gefangenschaft und Lebenslust. Oskar Maria Graf in seiner Zeit, München 1987, 2. Auflage 1994
  • Sprache und Sprachlosigkeit im "Dritten Reich", Köln 1988, 2. Auflage 1990
  • Gewissensblitze. Moderne Gedichte als Provokationen, München 1995
  • Lichtstrahl aus Scherben: Cechov, Frankfurt 2000
  • Frage-Kunst. Szymborskas Gedichte, F 2004; polnisch: Radosc pytania, Kraków 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]