Gerhard Jarosch

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Gerhard Jarosch (* 1968 in Linz) ist ein österreichischer Staatsanwalt, Präsident der Internationalen Staatsanwältevereinigung (International Association of Prosecutors - IAP) und Nationales Mitglied für Österreich bei Eurojust.

Ausbildung und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jarosch absolvierte das Jesuitengymnasium Kollegium Aloisianum in Linz. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Linz und Wien. In den Jahren 2000 bis 2003 war er Staatsanwalt in Eisenstadt. Seit 2003 arbeitete er in der Staatsanwaltschaft Wien, wo er seit 2009 auch Erster Staatsanwalt ist. Seine Aufgabengebiete umfassten unter anderem die Verfolgung der organisierten Kriminalität. Am 10. Juni 2010 wurde Jarosch zum neuen Präsidenten der Standesvertretung von rund 330 Staatsanwälten gewählt.[1]

Jarosch war zudem Vorsitzender des Zentralausschusses für die Staatsanwälte beim Bundesministerium für Justiz, Präsident der Vereinigung Österreichischer Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, sowie Vorstandsmitglied der Landesgruppe Österreich der Association Internationale de Droit Pénal und der International Association of Prosecuters.[2]

Seit September 2013 ist Gerhard Jarosch Vorsitzender der weltweiten Vereinigung der Staatsanwälte, der International Association of Prosecutors (IAP). [3]

Von 2018 bis 2022 vertritt Jarosch Österreich als Leiter des österreichischen Büros bei Eurojust in Den Haag. [4]

Gerhard Jarosch war 2014/15 Vorstandsmitglied des Rotary Club Wien (lt. zentr. Vereinsreg.).

Seit 1. Jänner 2018 vertritt Gerhard Jarosch Österreich bei Eurojust in Den Haag [5]

Fall Kampusch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes Johann Rzeszut beschuldigte in einem 25-seitigen Bericht an alle Parlamentsparteien am 29. September 2010 fünf Staatsanwälte, darunter auch Gerhard Jarosch, des Amtsmissbrauches im Fall Natascha Kampusch und löste damit interne Ermittlungen aus.[6][7] Die Vorwürfe wurden von der Staatsanwaltschaft Innsbruck von November 2010 bis Ende 2011 untersucht[8]. Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft kam zum Ergebnis, dass es sich bei den Vorwürfen Rzeszuts um Spekulationen handelte und stellte die internen Untersuchungen Ende 2011 ein.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Salzburger Nachrichten: Staatsanwälte-Chef: „Allergrößtes Interesse an Aufklärung“@1@2Vorlage:Toter Link/www.salzburg.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 4. August 2010. Abgerufen am 2. Jänner 2011.
  2. Vereinigung Österreichischer Staatsanwältinnen und Staatsanwälte: EStA Mag. Gerhard Jarosch@1@2Vorlage:Toter Link/www.staatsanwaelte.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Abgerufen am 2. Jänner 2011.
  3. Justizministerin Karl gratuliert Gerhard Jarosch zur Wahl zum IAP-Präsidenten vom 12. September 2013, Bundesministerium für Justiz
  4. Karriere-Sprung: Top-Ankläger Gerhard Jarosch wechselt zu Eurojust, vom 22.Dez.2017, Kurier (Tageszeitung), abgerufen am 31.Dez.2017
  5. kid.moechel,dominik.schreiber: Karriere-Sprung: Top-Ankläger Gerhard Jarosch wechselt zu Eurojust. (kurier.at [abgerufen am 9. Januar 2018]).
  6. DerStandard Suizide von Ermittler und Priklopil werfen Fragen auf, 9. November 2010
  7. 25-seitige Sachverhaltsdarstellung Wikilegia.org
  8. News Fall Natascha Kampusch: Innsbrucker Staatsanwälte überprüfen Staatsanwälte, 1. März 2011
  9. "Spekulationen" und "phantastische Theorien" im Fall Kampusch vom 6. März 2012, Der Standard, abgerufen am 15. April 2013.