Gert Schmidt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gert Schmidt (* 30. März 1943 in Görlitz) ist ein deutscher Soziologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gert Schmidt studierte Soziologie, Politische Wissenschaft, Psychologie und Nationalökonomie an der New York University und der Universität München (Diplom 1967, Promotion 1974). Am Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung München arbeitete er zwischen 1965 und 1973 – zunächst als studentische Hilfskraft, dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter – in mehreren Studien zur Bedeutung des technischen Fortschrittes für die Entwicklung von Arbeitsorganisation und Arbeitspolitik und zur historischen Entwicklung industriesoziologischer Forschung in Westeuropa und in den USA. 1973 bis 1975 war er Assistent am Max-Weber-Institut der Universität München. Es folgten ab 1975 bis 1980 eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Dortmund für allgemeine Soziologie, Methoden qualitativer Sozialforschung, Industrie- und Organisationssoziologie und die Funktion als geschäftsführender Direktor der Sozialforschungsstelle Dortmund (SFS), die er thematisch neu ausrichtete.

1980 folgte eine Gastdozentur an der Universität-Gesamthochschule Duisburg, ehe er 1981 an die Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld berufen wurde, wo er zeitweise Dekan war. Neben der Lehre engagierte sich Schmidt hier u.a. beim Aufbau des Forschungsschwerpunkts „Zukunft der Arbeit“ und in Projekten zum Einfluss von IuK-Technologien auf die Arbeitsorganisation sowie in Studien international vergleichender Organisationsforschung. Darüber hinaus beteiligte er sich an der „Georg-Simmel-Gesamtausgabe“. 1991 bis 2010 war Gert Schmidt Hochschullehrer an der Universität Erlangen. Dort fungierte er 1996 bis 2003 als Koordinator des DFG-Schwerpunktes „Regulierung und Restrukturierung der Arbeit in den Spannungsfeldern von Globalisierung und Regionalisierung“. 2001 ging er für ein Jahr als Gastwissenschaftler an das Wissenschaftszentrum Berlin in die Abteilung „Regulierung der Arbeit“. U.a. forschte er auch über Transformationsprozesse im ehemaligen RGW-Bereich und über Globalisierung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]