Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld

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An der Universität Bielefeld existiert seit 1969 die bundesweit erste und bislang einzige Fakultät für Soziologie. Sie entstand durch und unter der Leitung von Helmut Schelsky (1912–1984) aus der 1946 gegründeten und 1969/70 an die Universität Bielefeld übergeleiteten Sozialforschungsstelle an der Universität Münster in Dortmund e. V. Die Fakultät für Soziologie hat seitdem maßgeblich zur breiten universitären Etablierung des Faches und zur Ausbildung zahlreicher Soziologen in Deutschland beigetragen.

Personal und Arbeitsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Fakultät sind derzeit (Stand 2017) 26 Professuren besetzt. Die Fakultät gliedert sich in insgesamt elf Arbeitsbereiche, die den jeweiligen fachlichen Schwerpunkt der Lehre und Forschung definieren:

  • Soziologische Theorie
  • Methoden der empirischen Sozialforschung
  • Organisationssoziologie
  • Politik und Gesellschaft
  • Sozialstruktur und soziale Ungleichheit
  • Transnationalisierung und Entwicklung
  • Mediensoziologie
  • Geschlechtersoziologie
  • Didaktik der Sozialwissenschaften
  • Wirtschaft und Arbeit
  • Recht und Gesellschaft

Einrichtungen und Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, und durch die Exzellenzinitiative gefördert, verfügt die Fakultät seit 2007 über die Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS).

Mit der Fakultät verbunden sind zudem die Zeitschrift für Soziologie (ZfS), das International Journal of Conflict and Violence, das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, das Institut für Weltgesellschaft (IW), das Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT), der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche 882 "Von Heterogenitäten zu Ungleichheiten" und die Shell-Jugendstudie.

Von Seiten der Studierenden der Fakultät erscheint einmal im Semester die Zeitschrift "sozusagen".[1]

Niklas-Luhmann-Gastprofessur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 haben die Fakultät für Soziologie und das Rektorat der Universität Bielefeld erstmals eine Niklas-Luhmann-Gastprofessur eingerichtet. Die Intention ist, international renommierte Sozialtheoretiker zu gewinnen, um Studierenden und einer größeren Öffentlichkeit die Gelegenheit zu bieten, maßgebliche und innovative Theorien unmittelbar kennenzulernen. Die Gastprofessur wird jeweils im Sommersemester vergeben.

Bisherige Gastprofessuren wurden vergeben an:

Kooperationen mit ausländischen Universitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine feste Kooperation besteht mit der Universität St. Petersburg. Über das Erasmus-Programm bestehen Austauschprogramme mit insgesamt 42 Universitäten in Europa und Asien:

Université Libre de Bruxelles, Belgien Universität Gent, Belgien
Universität Sofia, Bulgarien Universität Aarhus, Dänemark
Universität Kopenhagen, Dänemark Universität Roskilde, Dänemark
Universität Helsinki, Finnland Universität Tampere, Finnland
Institut d’études politiques de Bordeaux, Frankreich Institut d’études politiques de Paris, Frankreich
Universität Paris VII, Frankreich Universität Rouen, Frankreich
University of Calcutta, Indien Universität Bologna, Italien
Universität La Sapienza, Italien Universität Sassari, Italien
Universität Trient, Italien Universität Vilnius, Litauen
Universität von Amsterdam, Niederlande Freie Universität Amsterdam, Niederlande
Reichsuniversität Groningen, Niederlande Universität Maastricht, Niederlande
Universität Salzburg, Österreich Universität Wien, Österreich
Akademie für Bergbau und Hüttenwesen Krakau, Polen Universität Warschau, Polen
Universität Zielona Góra, Polen Universität Lissabon, Portugal
Babeș-Bolyai-Universität Cluj, Rumänien Universität Göteborg, Schweden
Universität Linköping, Schweden Hochschule Malmö, Schweden
Universität Umeå, Schweden Universität Basel, Schweiz
Universität Bern, Schweiz Universität Luzern, Schweiz
Universität Complutense Madrid, Spanien Koç Üniversitesi, Türkei
Yıldız Teknik Üniversitesi, Türkei İstanbul Bilgi Üniversitesi, Türkei
Hitit Üniversitesi, Türkei Loránd-Eötvös-Universität, Ungarn

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Folgende Persönlichkeiten stehen mit der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld in Verbindung. Die Auflistung erfolgt alphabetisch nach Familienname)


A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

E[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norbert Elias (1897–1990), Soziologe deutscher Herkunft, der 1980 von der Fakultät die Ehrendoktorwürde verliehen bekam
  • Georg Elwert (1947–2005), deutscher Ethnosoziologe
  • Elena Esposito (* 1960), italienische Soziologin und Schriftstellerin
  • Hans-Dieter Evers (* 1935), Professor für Entwicklungsplanung und Entwicklungspolitik

F[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Faist (* 1959), Professor für Transnationale Beziehungen und Entwicklungssoziologie
  • Jürgen Frese (1939–2007), deutscher Sozialphilosoph und Phänomenologe

G[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

H[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

J[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Detlef Jahn (* 1956), deutscher Politikwissenschaftler und Professor für Vergleichende Regierungslehre
  • Klaus Peter Japp (* 1947), Professor für Politische Kommunikation und Risikosoziologie

K[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Kaube (* 1962), deutscher Diplom-Volkswirt und Journalist
  • Franz-Xaver Kaufmann (* 1932), in Deutschland lebender Schweizer Soziologe
  • Oliver Kessler (* 1973), deutscher Staatswissenschaftler und Hochschullehrer
  • André Kieserling (* 1962), deutscher Soziologe und Professur für Allgemeine Soziologie
  • Gábor Kiss (1931–1994), deutscher Soziologe ungarischer Herkunft
  • Gabriele Klein (* 1957), deutsche Soziologin, Kultur- und Tanzwissenschaftlerin
  • Hans-Joachim Knebel (1929–2004), deutscher Soziologe
  • Christoph Knill (* 1965), deutscher Politikwissenschaftler
  • Karin Knorr-Cetina (* 1944), österreichische Soziologin und Wissenschaftstheoretikerin
  • Hermann Korte (* 1937), deutscher Soziologe
  • Jürgen Kriz (* 1944), deutscher Psychologe und Professor für Psychotherapie und Klinische Psychologie
  • Wolfgang Krohn (* 1941), deutscher Techniksoziologe und Wissenschaftsphilosoph
  • Helga Krüger (1940–2008), deutsche Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin
  • Volker Kruse (* 1954), deutscher Soziologe mit dem Schwerpunkt Soziologiegeschichte
  • Stefan Kühl (* 1966), deutscher Organisationssoziologe

L[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

M[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

N[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

O[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Oevermann (* 1940), deutscher Soziologe und Begründer der Objektiven Hermeneutik
  • Claus Offe (* 1940), deutscher Soziologe und Politikwissenschaftler
  • Hans-Uwe Otto (* 1940), deutscher Erziehungswissenschaftler

P[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

R[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

T[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Veronika Tacke (* 1961), deutsche Soziologin und Professorin für Organisationssoziologie
  • Susanne Tatje (* 1953), deutsche Soziologin und die erste Demographiebeauftragte in einer Kommune der Bundesrepublik Deutschland
  • Klaus Tenfelde (1944–2011), deutscher Historiker
  • Jonathan H. Turner (* 1942), amerikanischer Soziologe und Professor
  • Hartmann Tyrell (* 1943), deutscher Soziologe und emeritierter Professor

V[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

W[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://sozusagenblog.wordpress.com/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 2′ 13,2″ N, 8° 29′ 41,8″ O