Gestänge

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Antriebs- und Steuergestänge einer Dampflokomotive
Gestänge im Bergbau, Bergwerk Rammelsberg

Gestänge bezeichnet im Maschinenbau und in der Konstruktion mehrere fest oder gelenkig miteinander verbundene stabförmige Metallprofile (Stangen), die Bewegungen und Kräfte übertragen. Beispiele für die Verwendung sind Bremsgestänge, Kupplungsgestänge, Lenkgestänge und Koppelgetriebe.

Bremsgestänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bremsgestänge ist die Gesamtheit der Stangen und Gelenke, welche die Übertragung und Übersetzung der Bewegung zwischen bremseinleitender Kraft und Bremsklotz übernimmt.

Relativ einfache Gestänge finden sich beispielsweise an alten Fahrradbremsen vorne, wo über ein Umlenkgestänge ein flacher Gummiklotz direkt auf das Vorderrad gedrückt wurde oder auch heute noch bei vielen Motorrad-Hinterradbremsen, wo über ein Fußbremshebel und eine Zugstange die Bremskraft auf den Bremswellenhebel einer Trommelbremse übertragen wird.

Komplexe Bremsgestänge finden sich vor allem an den Bremsen einfacher Eisenbahnfahrzeuge, bei denen ein Bremszylinder für die Betätigung von z. B. acht Bremsklötzen an zwei Achsen eines Güterwagens zuständig ist. Das Bremsgestänge stellt (bei Außerachtlassung eines verschleißbedingten unterschiedlichen Gestängewiderstandes) sicher, dass an allen Bremsklötzen die gleiche Andruckkraft auf die Räder wirkt.

Einfachere Bremsgestänge finden sich z. B. an Scheibenbremsen, bei denen über eine Zangenbewegung die Bremsklötze auf beiden Seiten der Scheibenbremse mit gleicher Kraft angepresst werden.