Giechkröttendorf

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50.08333333333311.216666666667Koordinaten: 50° 5′ 0″ N, 11° 13′ 0″ O

Giechkröttendorf
Stadt Weismain
Höhe: 348–370 m ü. NHN
Einwohner: 60 (1. Jan. 2013)
Postleitzahl: 96260
Vorwahl: 09575
Giechkröttendorf (Bayern)
Giechkröttendorf

Lage von Giechkröttendorf in Bayern

Giechkröttendorf ist ein Ortsteil mit 60 Einwohnern von Weismain im Landkreis Lichtenfels.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Giechkröttendorf befindet sich im westlichen Teil des Pfauengrundes, eines Tals zwischen dem Kordigast und dem Kröttenstein in den nördlichen Ausläufern Frankenjuras, im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst. Durch das Tal fließt ein kleiner Bach, der in die Weismain mündet. Der Ortskern von Weismain liegt etwa einen Kilometer entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ausschnitt zeigt das Schloss Giechkröttendorf, wie es in der Karte um den Schaftrieb aus dem Jahr 1672 abgebildet ist

Im Jahr 1350 erhielt Chunrad von Giech die Besitzungen um den Kröttenstein vom Hochstift Bamberg als Lehen.[1] Auf diese Zeit geht auch der heutige Dorfname zurück, der sich aus dem Namen des Adelsgeschlechtes und dem Namen des sich südwestlich des Dorfes befindlichen Kröttensteins zusammensetzt.

Das Schloss Giechkröttendorf wurde erstmals 1422 urkundlich erwähnt. Acht Jahre später wurde erstmals eine Kapelle für den Ort erwähnt, die heute jedoch nicht mehr existiert.[1] Im Bauernkrieg wurde das Schloss 1525 teilweise zerstört und niedergebrannt.[2] Der endgültige Wiederaufbau erfolgte erst 1571/76.[2] Im Jahr 1607 ließ der damalige Gutsherr, Achaz von Giech zu Kröttenstein das Schloss an das Kloster Langheim verpfänden.[2] Im Jahr 1618 wurde das Anwesen schließlich durch das Kloster erworben.[2]

Die vermutlich älteste Zeichnung des Giechkröttendorfer Schlosses ist in einer Karte aus dem Jahr 1672 enthalten, die anlässlich eines strittigen Schaftriebs am Kordigast erstellt wurde. In alten Aufzeichnungen wurde 1689 die Schafzucht als der wichtigste Wirtschaftszweig des Dorfes genannt.[1]

Am 24. Januar 1991 wurde der örtliche Kapellenbauverein gegründet, der den Bau der heutigen Kapelle veranlasste. Die Grundsteinlegung dazu fand am 23. Mai 1992 statt, die Benediktion am 28. Mai 1994.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Tabelle gibt die Einwohnerentwicklung von Giechkröttendorf anhand einzelner Daten wieder.

Jahr Einwohner Quelle
1833 105 [4]
2011 61 [5]
2012 59 [6]
2013 60 [7]

Vereine[Bearbeiten]

  • Kapellenbauverein Giechkröttendorf

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Geschichte Giechkröttendorfes, giechkroettendorf.de, abgerufen am 29. Dezember 2011
  2. a b c d Fiedler (1990), S.41
  3. Geschichte der Giechkröttendorfer Kapelle und des Kapellenbauvereins, giechkroettendorf.de, abgerufen am 29. Dezember 2011
  4.  Joseph Anton Eisenmann: Geographische beschreibung des erzbisthums Bamberg: nebst kurzer übersicht der suffragan diöcesen: Würzburg, Eichstätt und Speyer. Bamberg 1833, S. 511 (Volltext in der Google-Buchsuche)., S. 497
  5. Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2011, stadt-weismain.de, abgerufen am 29. Dezember 2011 (offline)
  6. Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2012, stadt-weismain.de, abgerufen am 9. September 2012 (offline)
  7. Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2013, stadt-weismain.de, abgerufen am 17. Mai 2013

Literatur[Bearbeiten]

  • Fiedler, Norbert: Weismain - Ansichten Einsichten. H.O. Schulze, Lichtenfels, 1990

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Giechkröttendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien