Gieselau

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Gieselau
Gieselau etwa 50 Meter westlich der Gieselaukanal-Schleuse

Gieselau etwa 50 Meter westlich der Gieselaukanal-Schleuse

Daten
Lage Kreis Dithmarschen, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Nord-Ostsee-Kanal → Elbe → Nordsee
Ursprung Zusammenfluss von Westerau und Bellerbek im Albersdorfer Mühlenteich
54° 9′ 10″ N, 9° 16′ 42″ O
Mündung östlich Wennbüttel in den Nord-Ostsee-KanalKoordinaten: 54° 8′ 25″ N, 9° 20′ 26″ O
54° 8′ 25″ N, 9° 20′ 26″ O
Abfluss am Pegel Wennbüttel[1]
AEo: 35,2 km²
Lage: 1,7 km oberhalb der Mündung
NNQ (26. August 1976)
MNQ 1972/2012
MQ 1972/2012
Mq 1972/2012
MHQ 1972/2012
HHQ (19. Juli 2002)
20 l/s
90 l/s
347 l/s
9,9 l/(s km²)
3,86 m³/s
9,97 m³/s
Gemeinden Albersdorf (Holstein), Wennbüttel

Die Gieselau ist ein Bach in der Mitte des westlichen Schleswig-Holsteins, im östlichen Dithmarschen. Er ist urkundlich erstmals 1531 als „Gieselowe“ erwähnt.[2]

Die Gieselau hat mehrere Quellbäche. Zwei ihrer Quellbäche heißen Westerau und Bellerbek, die beide ihren Ursprung nördlich von Albersdorf haben. In der Gemeinde Schrum und Welmbüttel entspringende Quellen finden sich im Quellbach, den Neocorus schon um 1600 mit Kellihorn-Scheide-Beek benannt hat, zusammen. Dieser Bachlauf stellte gleichzeitig zwischen Welmbüttel und Schrum die Grenze der beiden Dithmarschen dar (Neocorus Bd. II Seite 267). Dieser Bach heißt später Schrum-Brooks-Beke und wird weiter südlich zur Westerau und schließlich zur Gieselau.

Der Bach wird südlich von Albersdorf auf der B 204 (Gieselau-Tal) überquert. Durch den Bau des Nord-Ostsee-Kanals wurde sein südlich von Lexfähre liegender natürlicher Zulauf zur Eider abgetrennt. Erst mit dem Bau des Gieselau-Kanals wird die „alte Verbindung“ neben dem Originalbett der Gieselau wiederhergestellt.

Er ist unter anderem Laichgewässer für Meerforellen. Das Gieselau-Tal in der hügeligen Geestlandschaft, der so genannten Dithmarscher Schweiz wurde in den letzten Jahrzehnten renaturiert und ist heute ein Naturschutzgebiet. Es soll später Fauna-Flora-Habitat werden. Das Tal gehört zum Gelände des Archäologisch-Ökologischen Zentrums in Albersdorf.

Nicht zu verwechseln ist die Gieselau mit dem Gieselau-Kanal, der die Verbindung zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal darstellt und auch durch die Schleuse Gieselau bekannt ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Elbegebiet, Teil III 2012. ISSN 0949-3654. Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburg Port Authority, S. 172, abgerufen am 25. Juli 2015 (PDF, deutsch, Auf: hamburg-port-authority.de).
  2. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein. 2. Aufl. Verlag Wachholtz, Neumünster 1992, S. 270, ISBN 3-529-02726-X.