Giftstachel

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Hornisse mit ausgefahrenem Stachel.
Wespenstachel im Rasterelektronenmikroskop.

Ein Giftstachel ist ein spitz zulaufender Stechapparat, mit dem Tiere ein giftiges Sekret in andere Tiere (aber auch Menschen) hineinspritzen können. Er wird vor allem zur Abwehr von Feinden und zur Lähmung von Beutetieren eingesetzt. Einen Giftstachel haben beispielsweise bestimmte Ameisenunterfamilien, Bienen, Skorpione und Wespen. Der Giftstachel der aculeaten Hautflügler wie Bienen und Wespen ist evolutionsgeschichtlich aus einem ursprünglichen Legebohrer (Ovipositor) entstanden. Daher besitzen nur weibliche Wespen und Bienen dieses Merkmal und können damit stechen. Den männlichen Drohnen fehlt der Stachel.

Giftige Fische haben ebenfalls Giftstacheln, wie z. B. der Stachelrochen oder Steinfische. Die Männchen der Schnabeltiere besitzen einen Giftsporn am Hinterfuß und sind daher die einzigen Säugetiere mit einem Giftstachel.

Die spitzen Cheliceren der Webspinnen sind keine Giftstacheln.

Auch fiktiven Tieren, wie etwa dem Mantikor, wird ein Giftstachel zugesprochen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lexikon der Biologie. 6. Band, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2001 ISBN 3-8274-0331-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]